Nicht ärgern lassen
– selber ärgern

Mir saget nix, mir meinet bloß

Zwischen den Tagen, von Weihnachten bis Silvester, hat manch einer genügend Zeit für ein paar besinnliche Gedanken. Der eine will was fürs Klima tun, der andere vielleicht die SPD retten. Warum aber soll man nicht dem Staatsfunk auf den rechten Weg zurückhelfen, zu mehr Ausgewogenheit und objektiver Berichterstattung?

Gerade empfahl Hans-Georg Maaßen, sich das Verhältnis „Tagesschau und Antifa“ mal genauer anzusehen. Und wir haben noch das maue „Sorry“ vom ZFD im Ohr, nachdem ein Kameramann während eines Schäuble-Interviews im Antifa-T-Shirt (Aufschrift: „Brüllen, zertrümmern und weg“) auf Sendung war. Beschwerden helfen da wohl nicht mehr.

Aber eine finanzielle Botschaft kann Wunder bewirken. Und das Schöne dabei: Es kostet nur etwas mehr als eine Kugel Eis (ein aus dem Zusammenhang gerissener Trittin), den Staatsfunk zur Besinnung zu bringen. Denn, so lange er senden kann, was er will, ohne Rücksicht auf die Zuschauer, die zahlen müssen, ob sie wollen oder nicht, macht er halt so weiter wie bisher.

Wer den Staatsfunk nachhaltig zur Besinnung bringen will, müsste nur

  • die Lastschrift widerrufen.
  • Warten, bis die erste Rechnung kommt. Die überweisen, dann
  • per Terminüberweisung die nächsten 12 Monate mal 1 Euro zu viel, mal 5 Cent zu wenig, mal gar nichts überweisen.

Würden das 100.000 Menschen machen, so der streitbare Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel, dann „kollabiert das System“. Denn das würde bedeuten, die GEZ müsste 100.000 Akten anlegen, womöglich 100.000 Verfahren führen, das ist bürokratisch nicht kostendeckend zu bewerkstelligen. Natürlich empfiehlt der Anwalt dieses Vorgehen nicht. Er sagt nur mal so, was wäre, wenn.

Und beruhigt die, die die Faust des Staates fürchten. Natürlich müsse jeder zahlen oder er wird gepfändet. Aber bei einer abweichenden Zahlung (mal mehr, mal weniger) läuft das Spiel in einem überschaubaren Rahmen. Wenn es dann zur Klage käme, seien die Kosten bei einem Streitwert von etwa 19 Euro (GEZ-Monatsbeitrag) minimal.

So kann Ziviler Ungehorsam gegen ein System, bei dem sogar der zahlen muss, der nicht mal ein TV-Gerät besitzt, und das hauptsächlich als Indoktrinationsanstalt arbeitet, den Betrieb lahmlegen und seine Nutznießer zum Umdenken zwingen.

Wie gesagt, der Anwalt empfiehlt hier nichts, er sagt nur so. Wie auch wir das hier nur mal so sagen. Steinhöfels Interviewpartner will sogar wissen, dass 20 bis 30.000 Ungehorsame zur nachhaltigen Denknachhilfe reichen müssten.

Bei „Bild“ hat die massenhafte Flucht der (zahlenden) Leser schon Früchte getragen. Da findet man heute wieder häufiger notwendige Geschichten wie „Grenzen sichern, sofort“.

Ismir übel

„Die Grünen werden mit in der Regierung sein und ihr werdet kotzen!“ Hat er es gesagt, der sächsische Ministerpräsident Kretschmer? Oder hat er nicht? Sein Personal dementiert mit den Worten: Die, die behaupten, der Kretschmer habe das gesagt, stürzten sich auf „die Behauptung eines als vom Verfassungsschutz als Rechtsextremisten eingestuften Herren“. Heißt ja oder nein? Na egal, jetzt regiert die CDU-Sachsen mit den Grünen und wir werden ja sehen, ab wann der Sachse würgen muss...

 

 

11 comments

  1. Plebs 20 Dezember, 2019 at 21:01 Antworten

    “Na egal, jetzt regiert die CDU-Sachsen mit den Grünen und wir werden ja sehen, ab wann der Sachse würgen muss…”
    Oh, das tut er schon, das tut er schon. Und zwar aus gutem Grund: Der Kretschmer hat den Sachsen den Feldmann gemacht. Madame Kretschmer (oder wie immer die Gute heißen mag) nimmt auf einem extra für sie eingerichteten Thron…ähhh, ich meine Planstelle Platz. Spendiert von ihrem Herzblatt. Für 6000,- Ocken monatlich. Das ist deutlich mehr als eine Kita-Leiterin n Frankfurt kassieren kann, aber schließlich ist sie auch die Olle von einem MP…

  2. Tobi K. 20 Dezember, 2019 at 21:14 Antworten

    Eine Nationale Front mit einer CDU, die sich in Sachsen nur die Macht sichern konnte, indem sie sich nuttig zwei Parteien an den Hals warf, die nicht mal annähernd an der 10-Prozentmarke kratzen konnten. Darauf kann Kretschmer, der hausgemachte Merkelkriecher, so richtig stolz sein. Aber die Sachsen vergessen nichts. Das kann sich die CDU ans Revers heften. Bei der nächsten Wahl geht sie den Weg der Sozen. Wer die Sachsen so anpisst und den eindeutigen Wählerwillen übergeht, der wird die Quittung bekommen.

    Und bei der Aktion “GEZ. Nein danke!” macht schon unsere gesamte Verwandtschaft mit. Angst vor einer Klage muss auch keiner haben, wenn man die Zahlungen nicht komplett einstellt. Und sollten doch mal Mahngebühren berechnet werden, dann sind das vielleicht mal 5 Euro. Das sollte uns die Aktion wert sein. Wird auch Zeit, dass diese Propaganda-Raubritter vertrieben werden.

  3. Michael 20 Dezember, 2019 at 23:20 Antworten

    Also da mir 17,50 monatlich auf einen Schlag zu viel sind, zahle ich alle paar Tage mal nen Euro mit nen paar zerquetschten, angenehm per Dauerauftrag.
    Aber irgendwie ist da der Wurrm drin, es ist immer weniger als der monatliche Beitrag und so kommt doch immer noch ne Rechnung mit Auflistung meiner Zahlungen, inzwischen 2 Seiten.

    Da ich das alles noch mal nachrechnen muss, wenn ich die Muße dazu habe, flattert bis dahin nach gut 4 Wochen die erste kostenlose Zahlungserinnerung ins Haus. Da sich der Betrag bis dahin ja auch schon wieder geändert hat, brauch ich nochmal nen paar Tage bis ich den Rest (in etwa) dann überweise. Das mache ich natürlich nicht, um die zu ärgern oder der Post zu mehr Umsatz zu verhelfen, nein, sondern weil die 17, 50 im Monat echt weh tun. Würde sie lieber hier spenden, ist klar.

  4. PUH 21 Dezember, 2019 at 09:22 Antworten

    Ich werd Sie vermissen die nächsten Tage bis zum 27. Und die Blackbox (ist diese Woche eingetroffen) wird zwar köstliche, aber eher nur kurzer Ersatz sein.
    Danke für ein dank der Lektüre der Spätnachrichten doch häufig sehr humorgeküsstes Jahr.
    Hören Sie nicht auf damit!

    Ihnen und allen, die Ihnen wichtig sind, wünsche ich schöne Festtage.
    Allen Lesern hier übrigens auch.

  5. P. Schneider 21 Dezember, 2019 at 18:38 Antworten

    Auch mal auf achse.de schauen – zur Idee, sich gemäß Datenschutzgrundverordnung Auskunft über die gespeicherten Daten bei der GEZ geben zu lassen und das dort angebotene Formular noch vor Weihnachten abzuschicken!

  6. Krufi 22 Dezember, 2019 at 21:03 Antworten

    Nicht nur hier und auf der Achse wird für einen Boykott der GEZ- Gebühren geworben, auch auf Jouwatch erschien heute ein Artikel. Da verbreitet sich eine “Seuche”. Ich bin auch dabei, zumal ich Ärger mit der GEZ habe bzgl. Gebühren meiner Zweitwohnung. Habe da schon einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Auch die Verwandtschaft habe ich informiert, aber die ist so träge, lebt auf dem Land und bekommt nicht mit, was in Deutschland los ist.

  7. H.H. 25 Dezember, 2019 at 11:25 Antworten

    Es gibt noch eine Möglichkeit sich gegen GEZ aufzulehnen, nämlich
    Fridays Free of Fernsehen (öffentlich-rechtliches lediglich). Es müßte nur eine hinreichend mächtige Organisation (AfD ?) sich dafür ins Zewug legen.

  8. TrauDich 25 Dezember, 2019 at 11:58 Antworten

    Ich hab umgestellt, beruflich und privat, auf Überweisungen. Vierteljährlich. Die ersten Rechnungen sind da. Also Papier + Porto. Und was wäre denn, (natürlich nur als Annahme…….), jetzt schon erstmal abzuwarten, bis die 1. Mahnung kommt (2. Mal Papier + Porto). Ok, dann können schon mal Fehler im Betrag passieren (um Himmels willen nicht doch !!! ), hm… dann das 3. Mal Papier + Porto. Multipliziert mal zwei Konten. Schuldbewusst kann man auch die Mahngebühr von 5 (?) Euro bezahlen. (Muss auch irgendwo in der Akte verbucht werden…).
    Wäre echt interessant, so ein Experiment zu machen (Um Himmels willen nicht doch!!! nur in den Gedanken, verstehts sich!…).
    Bedenken wir auch, dass das Porto nach den Erhöhungen der Spritpreise auch bald wieder teuerer wird (dafür haben wir alle großes Verständnis, und bitte bitte bitte möglichst viel das Porto erhöhen, gerne zahlen wir unseren Beitrag zum “Klima”).
    Die Chance wäre für die kleinen (theoretischen…)Ärgernisse wäre aber nur jetzt günstig.
    Nach der Bargeldabschaffung, die zwangsläufig schon deshalb kommen muss, leider nicht mehr.

  9. Luisa Nemeth 29 Dezember, 2019 at 10:15 Antworten

    SP- Report von der Front wie immer erbauend. Aber, wertester Herr Paetow, wie sind Sie an mein Foto als Aufmacher gekommen????? Dass ich so authentisch mal in den Nachrichten abgebildet werde, hätte ich nicht gedacht. Mein ewiger Dank sei Ihnen gewiss.
    Eine Frage noch: der blaue Tropfen, der ganz verlegen am Oberkiefer baumelt, ist das bereits Schaum vor’m Mund?

  10. Ärger 2020 4 Januar, 2020 at 10:14 Antworten

    Es sollten hier mal die Einflüsse von Herrn Soros auf unser Fernsehen dargelegt werden.
    Dann wundert einen garnichts mehr.

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