Nazis, verzweifelt gesucht...

Babylonische Sprachverwirrung

Kann es sein, dass ein Mordbube, der vergeblich versuchte, in eine Synagoge einzudringen, kein Nazi ist? Und ein Professor für Makroökonomie, sowie ein Genosse aus dem Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz, der seit 40 Jahren in der SPD ist, schon? Die Verwirrung kommt davon, wenn man die Sprache der linken Gosse überlässt.

In der DDR, die inzwischen auch unsere zweite deutsche Republik mehr prägt als uns lieb sein sollte, sprach man lieber nicht vom Nazi, weil das zu nah am Sozi war, wie auch der Nationalsozialismus verdächtig nach Sozialismus klang und klingt. Deshalb nannten die DDR-Sozis die Nazis – historisch falsch – Faschisten.

In diesem Punkt jedenfalls haben sich die Ost-Sozis nicht durchgesetzt, in der BRD heißt es wieder Nazi. Nur, was ist damit gemeint? Zwei Beispiele.

Der Mörder von Halle, offensichtlich vor der Staatsanwaltschaft mitteilsam wie nie zuvor in seinem verpfuschten Leben, will nun partout kein Nazi sein. Antisemit ja, Rassist, jawoll. Aber Nazi – auf keinen Fall. Das kann allerdings Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang nicht verwirren, der schließlich extra eingesetzt wurde, weil sich sein Vorgänger Maaßen zu sehr mit Islamisten und Linksextremisten beschäftigen wollte, was nicht auf der Regierungsagenda steht. Also Thomas – Sie erinnern sich doch, ja genau, der so aussieht wie ein Verfassungsschutz-Schläfer bei der NPD – ermittelt weiter wegen eines Nazi-Anschlags. Schließlich gilt Halle nach Einschätzung seines Bundesamtes als ein „Hotspot“ der Identitären Bewegung und der rechten Szene. Also alles Nazis.

Das zweite Beispiel: „Nazi-Schweine raus aus der Uni!“ pöbelten die Fußtruppen des AStA der Universität Hamburg, als Bernd Lucke – der Wirtschaftsprofessor hatte einst als Protestbewegung gegen den Euro, der uns noch allen um die Ohren fliegen wird, die AfD gegründet – seine Antrittsvorlesung zum Thema Makroökonomie halten wollte. Die Nazi-Jäger vom Spiegel triumphierten, Lucke sei „zum Schweigen gebracht“ worden. Konkret werfen die geistig offensichtlich zurückgebliebenen Studentenvertreter Lucke neben der AfD-Gründung vor, Parteigänger seiner Nachfolgeorganisation LKR hätten „Merkel muss weg“ gefordert, außerdem vertrete er die „Ideologie freier Märkte“.

Wenn es nach den tragischen AStA-Gestalten geht, dürfen wohl nur noch Prof. Dr. Ralf Stegner (nach Geschlechtswechsel), Prof. Dr. Kevin Kühnert (darf bleiben, wie er ist), Prof. Dr. Andrea Nahles oder Prof. Dr. Gesine Schwan Ökonomie unterrichten. Und Physik hören sie dann bei Prof. Dr. Robert Habeck und Prof. Dr. Annalena Baerbock.

Ein wenig irritiert uns die Beschreibung, was ein Nazi ist, bei Wikipedia. Der Begriff würde „teilweise auch zur Bezeichnung von Fanatikern anderer Art gebraucht“. Demzufolge müssten ja auch die Klimakinder alle voll Nazi sein. Und erst recht natürlich Joe Weingarten, SPD, der möglicherweise das Bundestagsmandat von Andrea Nahles übernimmt. Der rote oder eben braune Joe teilte jüngst „Geflüchtete“ in drei Gruppen ein: Asylsuchende, Arbeitssuchende und „Gesindel“.

(Übrigens: Das Foto ist bei pixabay betitelt als „german.jpg“)

Wo wir schon bei den Na...äh Sozis sind. Einige Computernerds warnen vor dem ab dem 25. Oktober laufenden Online-Voting für den SPD-Parteivorsitz. Wir können die älteren Genossen allerdings beruhigen. Das ganze ist doch nur Trallala. Entschieden wird auf dem Parteitag im Dezember, alles andere ist Makulatur.

So weit ist es schon gekommen. Dass wir lange überlegen müssen, ob wir Erdogan, den Prächtigen, jetzt in die Schranken weisen sollen, oder nicht. Der hatte gepöbelt, unser Heiko sei arrogant und habe keine Ahnung von Politik. Er sei ein Dilettant...

Haben Sie das auch gelesen, mit der Familie, die seit Jahren abgeschottet von der Umwelt in einem Keller in den Niederlanden haust? Warum hat es uns nicht gewundert, dass der Anführer im Keller ein Österreicher ist?

Apropos. Nun tyrannisieren die Rot-Grünen im Alpenland Raucher ebenfalls mit einem radikalen Rauchverbot. Die CSU hat das damals die absolute Mehrheit gekostet.

Unser Leser*** wies darauf hin, dass es an ebenjener Berliner Kreuzung, an der sich der tragische Unfall mit dem SUV ereignete, in dessen Folge die rotgrünen Radikalinskis und der Staatsfunk ihre Anti-SUV-Kampagne plus Tempo 30 lostraten, wieder einen Unfall gegeben hat. Diesmal ein Unfall mit einem E-Auto und einem E-Roller. „Jetzt wäre es also an der Zeit, E-Autos und -Rollern das gleiche anzutun“, denkt Leser***. Denkste. Dieser Unfall scheint nur von regionaler Bedeutung zu sein.

 

4 comments

  1. Rudi Theobold 17 Oktober, 2019 at 09:28 Antworten

    “Nazi-Schweine” ist sicherlich genauso satirisch gemeint wie “Nazi-Schlampe”.
    Dann ist ja alles o.k.
    Mich macht es fassungslos, was sich Linksextremisten heutzutage in diesem Land ungestraft oder sogar beifallbeklatscht alles erlauben können. Und niemand wehrt sich dagegen.

  2. Luisa 17 Oktober, 2019 at 09:57 Antworten

    “Apropos. Nun tyrannisieren die Rot-Grünen im Alpenland Raucher ebenfalls mit einem radikalen Rauchverbot. Die CSU hat das damals die absolute Mehrheit gekostet”.
    Nun muss ich es doch mal rauslassen: Das militante, anti-kommunikative Verhalten könnte mE mit G.W. Bush’s Wiedergeburt als Nichtalkoholiker stehen!?! Ich war seinerzeit gerade in Washington D.C. Zunächst Verbot in öffentlichen Räumen, dann in ganz Washington D.C., danach in ganz USA. Nachdem es die Schicki-Micki chic fand und die bunten Blätter genug Horrorvisionen von sich gaben, wurden nicht selten Freundschaften, Ehen etc.. gespalten. Sich in einer Arbeitspause auf einen Kaffee + eine Zigarette treffen gehörte pöotzlich der Vergangenheit an- auch wenn nur einer genußvoll dem Tabak zugetan war. Wohnungen und Büros ohne Aschenbecher waren zu gastfreundlichen Zeiten undenkbar – höchstens ein höflicher Hinweis, bei aller Qualmerei nicht den Sinn des Meetings zu vernachläsigen.
    Zigarettenrauch schadet wahrscheinlich der Gesundheit, aber Angst, Verbote, Isolation etc …. auch.

  3. Tobias K. 17 Oktober, 2019 at 10:17 Antworten

    Nazis, Nationalsozialisten, Faschisten, … alles Begriffe, die fälschlicherweise immer wieder nur mit der Hitler-Herrschaft, dem zweiten Weltkrieg und der Vernichtung von Millionen Menschen in Verbindung gebracht werden. Dabei war Hitler, wenn man es rückblickend gesellschaftspolitisch einordnet, ein Linker, dem jegliches Konservative abging. Er formte seine eigenen Traditionen und sein eigenenes Verständnis von dem, was er als lebenswert erachtete. Alles was nicht auf dem richtigen Zug war, war nicht erstrebenswert und „konnte weg“. Das waren nicht nur Millionen Juden sondern auch Millionen (deutsche, europäische) Systemkritiker, Besitzer von Firmen, Land und Wirtschaftsmacht. Geschichtlich bestätigt ist, dass Hitler sein Weltreich bauen bzw. ausbauen wollte. Ein Land nach dem anderen wollte er sich holen. Nein, für Konservatives hatte der Hitler nichts übrig. Seine Ideologie stand über den Dingen. Und die SA war eine dunkelrote Sozialistentruppe, die Gestapo rekrutierte sich zunächst aus kommunistischen Parteien und Anhängern. Dort drin hätten Rechte, also Konservative, nach Hitlers Verständnis überhaupt keine Berechtigung.

    Faschismus ist „nur“ eine totalitäre, politisch gesteuerte Richtung, eine Diktatur und kennt keine Farben, keine Abzeichen, keine Fahnen. Das sind nur Abstrakte. Man erkennt ihn an den Mitteln und daran, was er mit den Menschen macht. Politische Steuerung und Infiltrierung bis in den kleinsten Raum der Gesellschaft (Justiz, Medien, Parlamente, Hochschulen, Schulen), Denunziation, Ausgrenzung, gesellschaftliche und öffentliche Ächtung, berufliches Ruinieren, Abschaffung von Grundrechten und persönlicher Freiheit, Überwachung und Bespitzelung. Alles was konservativ ist, also das Erhalten von Traditionen und Werten, die eine in allen Richtungen freie Gesellschaft auszeichnen, haben keinen Platz in einem solchen System. Mitmacher und Mitläufer werden belohnt, Andersdenkende und Werteerhaltende fallen durch das Raster.

    Unsere Gesellschaft macht den Fehler, dass sie nur in Richtungen denkt. Links ist gut, Rechts ist böse. Ein gefährlicher Gedankenfehler. Es sind die Mittel, die eine angebliche Mehrheit gegen eine angebliche Minderheit einsetzt. (Anm. hunderttausend Kommunisten und Stasileute gegen 17 Millionen DDR-Bürger) Und das geschieht, ideologisch gut verpackt, natürlich immer nur zum Besten der Menschen. Wenn man die nach immer mehr Ländern lechzende Europäische Union mit dem seinerzeit geplanten utopischen Großreich vergleicht, dann macht das Angst. Und wieder sind es die Mittel. Die Mittel wie im zweiten Absatz, mit denen man ein solches Ziel erreichen will. Ob Nationalsozialismus, Sozialismus oder Kommunismus … am Ende verliert die Freiheit.

    Ist das jetzt alles geRECHT oder werden wir geLINKt?

  4. Kalr Muex 17 Oktober, 2019 at 22:40 Antworten

    Stalin verbot den deutschen Kommunisten die Nazis Faschisten zu nennen!
    Die SPD nannte die Nazi gleich doppelt Sozialisten.Auf Wahplakaten stand nämlich über einem Nazi “Nazi-Sozi”.

    Also selbst die SPD bezeichnete die Nazis als Sozialisten.

    Die Kommunisten nannten die SPD übrigens Sozialfaschisten.

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