Winnetou & Old Shatterhand
retten die SPD

M & M haben gesprochen!

Malu & Manu und ihr Quoten-Chromosom (Y!) Thorsten haben sich für eine künftige Doppelspitze als Parteiführung entschieden. Die sei zwar auch „kein Allheilmittel, aber die SPD braucht Kraft“.

 

Und ja, in der Ehe liegt sie, die Kraft, das weiß jeder, der im Matrimonium lebte oder lebt. Zwei können sich die Arbeit teilen – der eine hält die großen Reden, die andere arbeitet das Kleingedruckte ab. Sie fordert Gerechtigkeit und Anerkennung, er straft die Kevins und Johannas, wenn die sich wieder an fremdem Eigentum vergreifen wollen.

Bedarf es eines weiteren Beweises, dass die SPD noch immer mit einem Fuß in der Mitte der Gesellschaft steht? Verspüren wir einen Hauch Konservativismus aus dem Willy-Brandt-Haus herüberwehen? Jedenfalls muss der weise Vorschlag gelobt werden. Denn zahlreiche Männer sind im SPD-Vorsitz krachend gescheitert, die einzige Frau flüchtete bereits nach einem Jahr ins Frauenhaus. Unzählige Beispiele aus der Geschichte belegen hingegen eindrucksvoll, dass Powercouples auch ausweglose Herausforderungen spielend meisterten.

Wir nennen nur Xanthippe und Sokrates, Sissi und Franz, Elizabeth Taylor und Richard Burton, Christian Wulff und seine Bettina. Und vielleicht das schönste Beispiel: Winnetou und Old Shatterhand. Hier allerdings besteht für unzählige SPD-Parteimitglieder, die in einem zermürbenden Wahlkampf die letzte Entscheidung über das Aufgebot haben sollen, noch Klärungsbedarf.

Muss das Paar zwingend aus einem Mann und einer Frau bestehen? Oder auch aus einer sich als Mann fühlenden Frau, beziehungsweise umgekehrt? Muss das wiederum durch die Garderobe sichtbar werden, oder gilt eine geschlechterneutrale Berufskleidung? Sind zwei Diverse möglich? Gingen auch Johannes und Christoph, oder Anne und Miriam?

Klug wäre natürlich, sich ergänzende Biorythmen auszuwählen. Langschläfer, der gerne Nachts arbeitet, plus Frühaufsteher, der sich dafür um Fünfe zum Absacker in den Ortsverein chauffieren lässt.  Ach, wenn man erst einmal zu Träumen anfängt....

(Foto: Screenshot Winnetou II/youtube)

Wie schwer sich unsere Gesellschaft mit archaischen Familienverhältnissen tut, zeigt eine simple baurechtliche Inaugenscheinnahme im Township Berlin. Jedenfalls können die dortigen Behördenmitarbeiter nicht herausfinden, wem das Anwesen mit Pools, Tiefgarage und einem ehemaligen Seemannsheim gehört. Dem Rapper Bushido oder dem Sozialhilfeempfänger Anis Mohamed Youssef Ferchichi, der sich auch mal Abou-Chaker nennen lässt. Was sagen Sie? Blöde Frage, wie soll sich ein Sozialhilfeempfänger...? Na ja, wenn der Clan groß genug ist und alle Stütze kassieren, dann kommt genug zusammen...

1 comment

  1. thra 24 Juni, 2019 at 21:58 Antworten

    Angesichts der Geschlechtergerechtigkeit sind zwei Vorsitzende per se problematisch, so fällt ein Geschlecht immer unter’n Tisch, denn es bleiben bei zwei aus drei drei-Falkutät-minus-zwei-Falkutät-viele Möglichkeiten. Meine Befürchtung wäre, daß da die SPD überfordert ist, denn MINT ist ja deren Stärke nicht gerade.

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