Mit Norbert & Saskia, Tino & Jörg
endet ein unterhaltsames Jahr

SPAET am SONNTAG

Wie Betontannen und Straßensperren gehört auch die Blackbox, der etwas andere Jahresrückblick, zur Weihnacht in Absurdistan. Lachen wir noch einmal über Greta von Schölefrö, den grandios gescheiterten CSU-Mampfred*, oder über unseren Siggi, der unter die Arbeiter gegangen ist (er schafft jetzt bei einer Denkfabrik!). So, und jetzt zur SPD-Spitze und zum AfD-Parteitag in Braunschweig...

„20.000 Menschen“ will der Spiegel gezählt haben, die vor der Halle des unbekannten Konzerns in Braunschweig am Parteitag der AfD rabbatzierten. Die Polizei mag das nicht bestätigen. Jedenfalls aber tummelten sich:

6 Braunschweiger Chöre, DGB-Funktionäre, Flüchtlingshelfer, VW-Mitarbeiter, subventionierte Stadttheater-Darsteller, Mitglieder des Braunschweiger Bundesliga Fußballvereins (ach nä, der spielt in einer anderen Liga), die Basketballer, Verdi-Agenten, der Oberbürgermeister, Betbrüder der evangelischen Landeskirche, der Genosse Osterloh und Gefolge, Mitarbeiter der Awo (google: Frankfurter Korruptionsverein), die Sozialistische Jugend, DGB-Jugend, der Braunschweiger des Jahres von der Braunschweiger Zeitung, außerdem die Grünen, Linkspartei, mehrere SPD-Ortsvereine, Jusos und Reste der Piratenpartei. Haben wir den Karnevalsverein vergessen beim Who is Who derer, mit denen man keine freie Minute verbringen möchte? Diese Daten wurden noch nicht correctiv-zertifiziert! Wir bitten um Nachsicht.

Was drinnen in der Braunschweiger Halle geschah beschreibt eine von der Berichterstattung leicht verwirrte TV-Zuschauerin so: „Ich sah vorhin beim AfD-Parteitag auf Phoenix einen völlig ruhigen seriösen Parteitag mit normal aussehenden Menschen und höre einen Extremismusforscher, der sagt, das wäre eine rechtsradikale Partei.“ Nun, gnädige Frau, die Erklärung ist ganz einfach mit einer Gegenfrage zu beantworten: Gibt es einen einzigen Extremismusforscher, der nicht der SPD, der grünen oder einer anderen linken Partei zu Diensten steht? Oder noch besser: Was ist ein Extremismusforscher?

Die Partei wählte schließlich einen Wessi und einen Ossi, einen Professor und einen Malermeister. Bürgerlicher geht in Deutschland nicht.

 

Nun zum Extremismus. Die SPD hat sich für den charismatischen Norbert Walter-Borjans und für die charmante Saskia Esken – zusammen die Nowabos – entschieden. Die ganze SPD? Wohl eher nur ein lautstarker, ausgekochter (im Unterschied zm gärigen einer anderen Partei) Sozialistenhaufen.

Denn drei Viertel der SPD-Mitglieder haben nicht für das neue radikale Pärchen an der Spitze gestimmt. Der Hälfte der Genossen war es herzlich egal, wer die Partei auf den letzten Metern führt – oder diese Hälfte war längst tot, Karteileichen mit Dauerauftrag für Mitgliedsbeiträge.

Damit hat auch für die Merkelunion das Stündchen der Wahrheit geschlagen. Lässt sie sich von den Nowobos erpressen, sollten die Roten und Schwarzen schleunigst das Wahlrecht ändern, sonst verschwinden sie gemeinsam im Nirwana.

Und jetzt geben wir ab an die Werbung:

Den Weg in den Untergang nicht nur der SPD können Sie, verehrte Leser, noch einmal in Ruhe mit der Blackbox 2019 genießen, launig kommentiert, so dass es nicht aufs Gemüt schlägt. Wir verabschieden uns von Schonklod Juncker, lauschen noch einmal Frank-Walter, dem Spalter, und Wolfgang „dem Trixxer“ Schäuble, und selbst der vielsprachig eloquente Günther Oettinger hat es wieder in die Blackbox geschafft.

Zu Risiken und Nebenwirkungen beachten Sie den Beipackzettel! Denn diese Wahrheiten sind nicht für jeden geeignet. Klimakindern und überzeugten Merkeljüngern darf die Lektüre nur unter Aufsicht Erwachsener zugänglich gemacht werden. Außerdem sollte dieses Buch nicht bei gleichzeitiger Einnahme von Heißgetränken gelesen werden. Verschüttunsgefahr! Kaufen Sie hier, oder nehmen Sie unser „Abo“ hier.

P.S.: Freiberufler und Unternehmer können den Buchkauf übrigens von der Steuer absetzen – ja, die Welt ist ungerecht.

6 comments

  1. Max Media 1 Dezember, 2019 at 10:47 Antworten

    Grandiose Zusammenfassung, wie immer Herr Paetow.
    Was da in der SPD los ist mit den nur knapp über 50% abgegebenen Stimmen,
    das würde mich auch sehr interessieren.
    Da muss doch was faul sein an den Mitgliederzahlen. Schon bei der ersten Wahl
    mit noch mehr SPD-Päarchen war es ja ein ähnliches Ergebnis.
    Es kann mir doch niemand erzählen, das eine Partei bei der Abstimmung zum
    Parteivorsitzenden nur 54% der Stimmen eingereicht bekommt.

    Haben SPD Mitglieds Katzen, Hunde und Hamster einen erheblich höheren Anteil
    als angegeben…. ?
    Haben hunderttausende nur ein rotes Parteibuch damit sie ein Pöstchen zugeschustert
    bekommen, als z.B. Schulrektor, Amtsleiter, etc und kümmern sich ansonsten nichtmal
    um die Wahl des Vorsitzenden…?
    Zahlen hunderttausende verwirrte in Heimen und Tote aus dem Grab heraus weiter
    Mitgliedbeiträge und können aber nicht mehr die Stimme abgeben…?

    Und eine Frage in eigener Sache am Ende:
    Können sie bitte die ISBN-Nummer ihres neuen Buches BlackBox2019 mitteilen?
    Ich finde sie nirgendwo.

    Danke und Ihnen + allen Lesern einen schönen Sonntag.

    • Stephan Paetow 1 Dezember, 2019 at 19:11 Antworten

      Ihnen auch einen schönen Sonntag. Zur Frage am Ende in eigener Sache: Es gibt keine ISBN-Nummer, weil wir die Blackbox 2019 nur über Tichys Einblick und die SPAET-Nachrichten-Website verkaufen und von daher auch keine ISBN benötigen. LG/SP

      • Spaetleser 2 Dezember, 2019 at 11:24 Antworten

        Ich nehme an, dass Sie Ihre guten Gründe haben, für Ihre Blackbox-Bücher keine ISBN Nummer zu beantragen und sie nur über TE und Ihre Spaet-Nachrichten anzubieten. Ich hatte zunächst bei einem deutschen Bücherversender, bei dem ich fast alle Bücher kaufe (Amazon meide ich) nach der Blackbox gesucht. Jetzt weiß ich, warum ich dort nichts gefunden habe.

        (Black Friday, Black Sabbath, Black Rock, Black Box, Black is beautiful) 😉

  2. Tobi K. 1 Dezember, 2019 at 12:26 Antworten

    Ich lese ja grundsätzlich keine Haltungsmedien, aber hin und wieder schaue ich doch mal bei BLÖD-Online rein, wenn aktuell etwas ansteht. Und da war es gestern vergleichsweise ruhig in der Berichterstattung über die AfD. Über die herangekarrten Schreihälse und den Schwarzen Block machte man auch nicht viel Aufhebens. Letztere hatten, einem Twitter-Video nach zu urteilen, wieder Schwimmflügel unter ihren Jacken, damit sie wenigstens etwas muskulös ausschauen. Auch über die Chaoten von “Ende im Kopf” in der Lausitz verlor man nicht viel Worte. Die Prioritäten der BLÖD kann man immer schwerer einschätzen.

    Über die SPD noch viel Worte zu verlieren, lohnt eigentlich nicht. Da wurden auch schon alle Witze erzählt. Ich war ja nie ein Fan der Sozen, aber wie die noch lachend zu ihrer eigenen Beerdigung laufen, hat schon etwas von einer ganz schlechten Komödie. Mich würde ja mal interessieren, ob das neue Duo bereits Pläne im Schreibtisch hat, die eine Fusion der SPD mit der SED vorsehen. Denn mit Walter und Saskia wird es noch weiter nach extrem Links gehen. Kevin “der Verstaatlicher und Enteigner” Kühnert hätte sicherlich nichts einzuwenden.

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