Die SPD lässt „Nazis“ zählen

Weil es Spaß macht

Regelmäßig lässt die SPD von ihrer Friedrich-Ebert-Stiftung untersuchen, warum sie partout kein Schwein mehr wählen will. Diesmal wurden angeblich 1.890 deutsche Staatsbürger von sensiblen Telefonverkäufern angerufen und nach ihrer Meinung zu bestimmten Themen gefragt. Diese Aktion darf man sich durchaus als recht unterhaltsam vorstellen.

 

Denn nirgendwo warten die Menschen darauf, einem Fremden am Telefon dessen Vorurteile freimütig zu bestätigen, vor allem, wenn der auch im Besitz der eigenen Telefonnummer ist. Außerdem kennt jeder Festnetznutzer inzwischen die Masche der zahllosen Telefonverkäufer, die sich als Vertreter harmloser Umfrageinstitute ausgeben, um sogenannte Cold-Call-Verbote geschickt zu umgehen, um am Ende doch nur irgendwelchen Krempel zu verkaufen.

Längst werden die Adressen hilfloser Alter oder Trottel, die sich gegen die aufdringlichen Telefon-Strolche nicht wehren können, teuer gehandelt. Das wird also eine feine Telefonbefragung gewesen sein! Alte, Trottel, notorische Hypertoniker und wahrscheinlich Parteisoldaten geben Auskunft, was „der Deutsche“ so denkt und fühlt!

Auf das Ergebnis allerdings dürfte all die Mühsal kaum Auswirkungen gehabt haben, man kriegt seine Zahlen schon so hin, wie vom Auftraggeber gewünscht. Wobei auch hier der unfreiwillige Humor im Detail versteckt liegt.

„Menschenfeindliche Vorurteile“ seien in den vergangenen fünf Jahren annähernd konstant geblieben, konnten die Befrager die Vorurteile der Genossen bestätigen. Wobei nicht klar wird, was denn nun „menschenfeindliche Vorurteile“ sein mögen. Auch die Erklärung „sie betreffen vor allem Sinti und Roma, Eingewanderte und Muslime“ hilft kaum weiter. Ober-Sinti-und-Roma Rose beschimpfte ja unlängst selbst den Duisburger SPD-OB Link als rassistisch. Fällt Link noch unter Vorurteil? Oder ist er schon menschenverachtend?

Mehr als jeder Zweite (54,1%) stimmt laut Studie „negativen Meinungen gegenüber Asylsuchenden zu“. Trotz kultursensiblem Beschönigen der täglichen Einzelfälle und gänzlichem Verschweigen der Taten durch die Genossen? Besonders amüsant ist die Erkenntnis von immerhin 55% der Befragten, die finden, „es gebe ein Meinungsdiktat in Deutschland“. Wie kommen die bloß darauf? Nur jeder Vierte übrigens glaubt, „dass Medien und Politik unter einer Decke stecken“. Das ist eindeutig übertrieben, wo die SPD doch nur schätzungsweise 10% der veröffentlichten Meinung kontrolliert, und sich der Großteil der Presse vollkommen freiwillig den Grünen verpflichtet fühlt.

Damit die Genossen nun nicht noch tiefer in Depressionen versinken, gibt es in der Studie auch ein paar Bonbons. Europa ist für die Mehrheit die Antwort, auch wenn diese Mehrheit nicht weiß, worauf eigentlich, aber das wissen die Genossen ja auch nicht.

Bewährung für Totschläger, Knast für Kapitalisten

+++ Die Schlecker-Kinder müssen nun also in den Knast. Hätten sie regelmäßig großzügige Spenden an die richtigen Parteien abgeführt und an fröhlichen Gewerkschaftsabenden teilgenommen, wäre das sicher nicht passiert.

Kims Lokführer

+++ Beim Staatsbesuch vom dicken Kim bei Wladimir verfehlte der Lokführer den roten Teppich nur um einen Meter – statt wie in Vietnam beim Treffen mit Trump um eine halbe Waggonlänge. Kims Sicherheitschef sah auf dem Bahnsteig trotzdem not amused aus. Wahrscheinlich wieder ein Lokführer weniger in Kims Reich. Menschenrechts-Heiko, fragen Sie doch mal nach!

Der Dussel aus Hamburg wieder!

+++ Wie sie sich freuen, beim Dussel in Hamburg! Ausgerechnet Joe (#hetoo) Biden, der Grabscher der Demokraten, sei „der Mann, der Trump gefährlich werden kann“. Was wir da leider wieder hervorkramen müssen: Mehrere Frauen warfen dem ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten vor, sie unangenehm berührt, ja, belästigt zu haben. Und im Gegensatz zu Donald – ohne zu bezahlen!

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