Berlin: Dunkelheit herrscht
Im Paradies der Untätigen

Der Blaumilchkanal

Blackouts in Berlin sind unser tägliches Geschäft, allerdings mehr solche im Bereich des Regierungsviertels. Dass Berlin eher ein Roman als eine Stadt ist, weiß der Dichter. Diesmal nahm sich ein Spaßvogel – oder ein Dummkopf – Kishons „Blaumilchkanal“ zum Vorbild. Und so geht das Berliner Festkomitee damit um...

Shit happens, das wussten schon die Neandertaler, aber dass soviel davon im rot-rot-grünen Berlin, Deutschlands Hartz 4-Hauptstadt, mithin dem Paradies der Untätigen, passiert, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Noch klingt uns der Satz des letzten Grünen mit Verstand, Boris Palmer, in den Ohren, der Berlin mit diesem Satz treffend beschrieb: „Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands."

Jetzt sitzt Köpenick im Dunkeln. Warum? Das weiß niemand. Jedenfalls nicht der „Leiter Krisenstab Stromnetz Berlin“ (ein Titel wie aus der dunklen Zeit), Jürgen Schunk: „Die wichtige Frage, die man sich stellt, wie kann so etwas passieren? Das haben wir im Laufe der Nacht analysiert. Die Baufirma, die den Schaden gemacht hat, hat keine Trassenauskunft bei uns eingeholt. Also, es lagen auf der Baustelle keine Pläne vor.“

Heißt: Da bohrt jemand die Stadt auf wie Kasimir Blaumilch im „Blaumilchkanal“ des Ephraim Kishon. Berlin, ein weites Feld für Strolche, Deppen und Spaßvögel. Und, sagt der Krisenstab weiter: „Das ist aus unserer Sicht natürlich nicht optimal. Das ist ein Verstoß, aber wir bekommen das natürlich auch nicht mit.“ Jetzt haben sie es mitgekriegt.

Beim Stromkonzern Vattenfall können sie auch nur mit den Achseln zucken über die fleißigen Arbeiter Berlins und ihre selbstgeschaffenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: „Diese haben wir weder in Auftrag gegeben, noch wurde sie mit uns abgesprochen. Auch hat niemand bei uns vor diesen Arbeiten angefragt, ob oder wo Stromkabel dort entlangführen. Wir wissen noch nicht, welche Firma dafür verantwortlich ist, noch, wer die Arbeiten in Auftrag gegeben hat.“ Köstlich.

Werfen wir einen Blick auf das Treiben der Krisenbewältiger. „Ab 20 Uhr schenken das Bezirksamt und das DRK an sechs Standorten in Köpenick heißen Tee und Suppe aus.“ Halt! Nein! „Das mit der Suppe klappt wohl erst ab 21.30 Uhr.“

Wichtigste Nachricht: „Der geplante Bürgerdialog zur aktuellen Entwicklung des Standortes der Unterkunft für Geflüchtete... wird verschoben.“

Auch die Polizei ist ganz auf der Linie des Festkomitees: „Da in Köpenick die Ampeln nicht funzen, regeln im Berufsverkehr unsere Kolleg. an besonders frequentierten Kreuzungen den Verkehr mit der Hand“, tun sie auf Twitter (das in Köpenick nicht funktioniert) ihre Einsatzbereitschaft kund. Ampeln, die nicht funzen. Da muss sogar der Ali lachen.

Auch hübsch: „Wie das DRK mitteilt, gab es gestern Abend Spannungsschwankungen bei der Notstromversorgung des Krankenhauses.“ Die haben wahrscheinlich die Dieselnotstromaggregate nach Afrika verschenkt. Hahaha

Wäre die Stadt rechtzeitig auf Komplettumstellung der Busse auf E-Betrieb eingeschwenkt, gäbe es auch keinen Nahverkehr mehr. Na, dann beim nächsten Mal.

Interessant wird die abschließende Bilanz von Überfällen, Plünderungen, etc.

Noch ein Darkroom

+++ Wo wir schon bei Darkrooms sind. Ein Buch, das in 20 Ländern erscheint, beschreibt den Vatikan als einen solchen. Der schwule Autor beschreibt darin, begleitet von Kritik an fehlenden Belegen, dass die Mehrheit des Kardinalskollegiums schwul sei.

Wähler, hört die Signale!

+++ Ist das nicht romantisch? Die SPD in Thüringen stimmt geschlossen mit den Kommunisten und stellt gar nicht erst einen eigenen Ministerpräsidentenkandidaten (langes Wort!) auf. So wächst zusammen, was zusammengehört und Rot-Rot hört auf ein Kommando, das vom Kommunisten Bodo, dem Ramelow.

Ihre SPD-Parteibücher dürfen die Schlapp-Genossen behalten, war doch früher auch so, oder? Auch das SPD Medienkombinat (ddvg, Madsack, RND) steht dem Genossen Bodo selbstverständlich zur vollen Verfügung... +++

Wer beleidigte Finkielkraut?

+++ Der Polizeiterror gegen die Gelbwesten in Frankreich wird bei uns eher kleingespielt, man will keine schlafenden... . Aber groß stellten unsere Medien auch hier die Frage: Wer beleidigte Finkielkraut? Nun wissen wir: Ein Telefonverkäufer aus dem Elsass. Linker? Höchst wahrscheinlich, aber Antifa scheidet aus. Die arbeiten meist nicht und leben noch bei Mutti.

Unbekannte Person 8

+++ Jetzt kennen sie im Homeland NRW noch nicht einmal mehr die Namen der schon länger hier Lebenden. Etwa 18 (körperlicher oder geistiger Entwicklungsstand?) Jahre alt sei „Eule“ oder „unbekannte Person 8“ (Genossendeutsch/Amtsdeutsch), die als Linksradikale für ihre Taten im Hambacher Forst ohne Bewährung (!) verurteilt wurde.

Es könnte so schön sein...

+++ Noch geht er gar nicht richtig los, der Europa-Wahlkampf, da lesen wir in der „Welt“: Das AfD-Wahlprogramm verspricht in bodenständiger Sprache eine Rückkehr in die Bundesrepublik der Wirtschaftswunderlandzeiten mit einer starken D-Mark, intakten Familien und einer Gesellschaft, in der deutsche Prinzipien für Ordnung und Orientierung sorgten.“ Und mehr noch!

„Desgleichen findet sich eine Reihe von an sich vernünftigen Vorschlägen, bei denen sich höchstens die Frage der Konkretisierung und Umsetzung stellt, weil die AfD-Forderungen sehr oberflächlich bleiben.“

Ganz anders bei Vorschlägen der SPD: Die sind nicht mal „an sich vernünftig“, geschweige denn konkret und umsetzbar, dafür aber wenigstens immer oberflächlich.

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