Ein in einem Mittelalter-Abort entdecktes 800 Jahre altes Notizbuch in Paderborn ist allemal interessanter als das Treiben unserer politischen Elite, die ebenfalls nur Latrinenparolen zu bieten hat, allerdings mit unangenehmerem Beigeschmack. Der Gestank von Steuererhöhungen ist einfach nicht wegzukriegen.
Beschluss des Koalitionsgipfels: Der nächste Koalitionsgipfel. Diesmal XL. Fritz hat die Idee vom jungen SPD-Klüssendorf (wir berichteten) aufgegriffen und als seine eigene verkauft: Großes Palaver im Juni mit kleinmütigen Arbeitnehmervertretern und auftrumpfenden Gewerkschaftern.
Die Arbeitervertreterin Yasmin Fahimi (DGB-Chefin), gelernte Genossin und Chemikern, hat bisher nur in der Partei (wo wir den DGB als Appendix einschließen) gearbeitet, und tritt direkt mal als SPD-Vertreterin auf: Nur zu einem Fototermin werde sie nicht erscheinen, außerdem „werden wir natürlich über Umfang, über Einladungskreis, über Agenda noch zu reden haben“. Fritz ist schon die Wurst, bevor es ans Buffet geht.
Wenigstens in Sachsen-Anhalt sieht es gut aus: Dort „ringt die SPD mit der 5%-Hürde“. MeckPomms Schwesig (SPD) hat laut Umfrage fast 10 Prozentpunkte seit der Wahl verloren (Wahl 36%; Stand 27%). Die Union steht bei 10%. Dank der Empfehlung von Sachsens CDU-MP Kretschmer, Schwesig zu wählen, dürfte die Union einstellig werden. Und wenn Schwesig nun noch häufiger in Staatsfunk-Talkshows erscheint, gehen die Stimmen direkt weiter an die AfD.
Ja, wo der Spezialdemokrat agiert, geht es den Bach runter. Nun melden die Andrea-Nahles-Jobcenter, im Jahr 2025 seien mehr als 110.000 Fälle und Verdachtsfälle (plus 6%) festgestellt worden. Dabei wurden nur drei Viertel der Bürgergeld-Verteilungsstellen überhaupt berücksichtigt. Wenn die Zahl stimmt (und wir erlauben uns Zweifel) wären gut drei Milliarden Euro ergaunert worden, seit SPD-Nahles für Ordnung sorgt…
Komisch, dass Chinas Xi keine Zeit hatte, Donald Trump und seine Wirtschaftsdelegation (Tesla, Apple, Big Banks) in Peking zu empfangen. Aber vielleicht überinterpretieren wir das ja auch. Immerhin fand sich Vize-Präsident Han Zheng am Airport ein. Dazu Fähnchen schwingende Schulkinder wie bei Merz im Sauerland.
5 Kommentare zu „Hörsaal, Plenarsaal, Stuhlkreis-Saal“
Fritz will also im Juni einen Koalitionsgipfel im XL-Format durchführen. Ist das dann seine „Abschiedsvorstellung“ als Bundeskanzler?? Viele würden das bestimmt begrüßen.
Ob Chinas Xi keine Zeit hatte, da kann man nur spekulieren. Nur so ein „schräger“ Gedanke: vielleicht wollte Xi dem Besucher Trump auch nur durch die Blume mitteilen, dass Xi der Boss ist.
Das wäre nur möglich, wenn der Politiker Xi die gleichen (un)diplomatischen Parteikaderschulen wie unsere ins Ausland reisenden Politiker der Altparteien besucht hätte. Und ich kann mir selbst bei den böswilligsten Unterstellungen meinerseits nicht vorstellen, dass Xi die gleichen Kurse für schlechtes politisches Benehmen besucht wie Baerbock und Co.
Fritz IST schon die Wurst…?
Oder ISST er die Wurst? Oder ist ihm inzwischen alles wurst? Alles ist möglich. 🙂
Ein Rechtschreibfehler war das garantiert nicht. 😊
Der Gipfel der Reformen gebiert nicht ein einziges Reförmchen und vertagt sich zum nächsten Gipfel, der dann aber ganz gewiss reformiert, was das Zeug hält.
Wenn das mal keine gute Nachricht ist. Es hätte ja auch geschehen können, dass die SPD kompromissbereit wird und ihre alten Wähler zurückgewinnen möchte. Gut, dass sie lieber weiter blockieren wollen.
Auch Freund Merz will weiterwursteln wie bisher. Die Gewerkschafter waren ja so gemein zu ihm, dass er womöglich doch noch seine Eier hätte wiederfinden können. Hat er aber nicht. Also wird es auch von CDU-Seite weitergehen wie gehabt.
Vor den Wahlen im Herbst geschieht also gar nichts mehr und diese beiden Parteien wandeln gemeinsam Richtung Abgrund. Damit steigen die Chancen, dass auch die letzten SPD-Wähler die Schnautze voll haben und diese das erste Mal an einer 5%-Hürde zerschellt. Danach wird sich diese überflüssige Partei hoffentlich selbst zerfleischen.
Die CDUler andererseits, die werden sich entscheiden müssen, ob sie Merz in den Abgrund folgen – und da besteht die Hoffnung, dass sich doch noch ein Fünklein Überlebenswillen regt. Mit Merz werden sie die SPD nicht los, der hat alle anderen Optionen ausgeschlossen, aber da gibt es ja auch noch moralisch höchst flexible Gestalten, wie z.B. unseren Masken-Spahn. Der hat nichts ausgeschlossen, so wie sein etwas tolpatschiger Chef. Wenn die CDU die Merz-Notbremse zieht, dann gibt es für sie zwei Optionen: Neuwahlen mit einer AfD als stärkster Fraktion und eine Koalition als Juniorpartner der AfD oder des linksgrünen Blocks – oder aber keine Neuwahlen und jetzt, als stärkste Fraktion, Koalition mit oder Tolerierung durch eine noch kleinere AfD-Fraktion.
Ich weiß, was Spahn wählen würde, wenn man ihn denn lässt. So oder so freuen wir uns auf die anstehenden Sommerfestspiele.