Überall ist Lützerath

Greta • Joints • Sologamie

Er ist dann mal weg, unser Tierarzt Dr. Wieler. Am 1. April will der beliebte Corona-Erklärer nicht mehr RKI-Präsident sein – das Datum gilt nicht als Hinweis auf Lothars Humorbegabung, sondern hat wohl pensionstechnische Gründe –, und sich „verstärkt der Forschung und Lehre“ widmen.

 

Damit wäre Wieler auch jederzeit für Vorladungen erreichbar, falls es zu dem vom Virologen Kekulé geforderten Untersuchungsausschuss kommen sollte. Für Kekulé haben „unaufrichtige Politiker und unwissenschaftliche Wissenschaftler“ einfach zu viel Schaden angerichtet. Neben einer monströsen Geldverschwendung beklagt der Forscher vor allem zu viele Tote. Fortsetzung folgt.

 

Kennen Sie die „Prominenten“ Luisa-Céline Gaffron oder Jonathan Berlin? Igor Levit? Na gut, man muss auch nicht in jedem Dschungelcamp dabei gewesen sein. Jedenfalls haben ganz viele Promis einen Brief an Bundesregierung, die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, Mitglieder von Bundes- und Landtag und den Spiegel geschrieben, indem sie ein Räumungsmoratorium für Lützerath fordern. Eine Schauspielerin Riemann geht solidarisch sogar so weit, dass sie, beziehungsweise „wir Unterzeichnenden an der Seite der vor Ort Protestierenden stehen, auch wenn wir nicht vor Ort sind“. Und am Samstag kommt auch noch Greta (z.Z. wohl irgendwo in Dänemark mit dem Fahrrad Richtung Lützerath), wie alle Zeitungen ganz aufgeregt berichten. Bis dahin dürfte dort allerdings Ende Gelände sein.

P.S.: Man vergleiche die Berichterstattung über die Reichsbürger mit der über die Klimaterroristen.

 

Nachdem der ewig jugendliche SPD-Parteichef Klingbeil weltexklusiv rechtsradikale Silvesterkundgebungen im sächsischen Borna gesehen haben will, die Polizei aber nichts davon mitbekommen hatte, wird der Ortsbürgermeister, ein SPD-Genosse, seinen Polizeichef angewiesen haben, sich gefälligst mehr anzustrengen bei der Suche nach böllernden Nazis. Deshalb gibt es nun ein Hinweisportal im Internet, obwohl unsere Behörden doch mit dieser Technik immer noch so ihre Schwierigkeiten haben. Aber wo ein politscher Wille, ist auch eine Website.

 

Nur der Vollständigkeit halber: Es geschah am hellichten Tag. Messer-Einmann in Paris, Messer-Einmann („der 63-jährige Deutsche“) in Freiburg, Messer-Einmann („Teenager“) sogar im verschlafenen Ibbenbüren (Aufzählung selbstverständlich nicht vollständig).

Vornamen der Einmänner werden aus gutem Grund nicht genannt. Hinter einer solchen Nennung stehen schließlich nur „rassistische Grundmuster“, die den großen Plan der SPD stören, denn „Integration ist eine Gemeinschaftsaufgabe und gelingt nur, wenn wir zusammenhalten“ (Antifa Esken) und gefälligst schweigen.

 

Gemein! Jetzt darf Dr. Jürgen Richter (Ex-Frankfurter AWO-Chef) nicht länger „Dr.“ sein, obwohl der „Dr.“ sogar in seinem Pass steht. Aber, so die Richterin, zu Nur-noch-Jürgen: „Wenn ich mir etwas erschwindele, wird es nicht dadurch legal, wenn es eine Behörde verpennt.“

 

Auch die FDP könnte einen Joint gut gebrauchen in dieser schweren Zeit. Deshalb schließt sie sich einer flotten Freigabe vollumfänglich an.

 

Hinter wirklich guten Filmen wie auch Romanen steckt immer ein guter Autor, was beim Staatsfunk seit langem und selbst bei den Streamingdiensten in letzter Zeit oft in Vergessenheit geraten ist. Deshalb wollen wir an dieser Stelle J. R. Moehringer erwähnen, der dem traurigen Leben des Prinzen Harry in der Biographie „Reserve“ so viel Schmackes beifügte, dass ze Royal Heini „verzweifelt Änderungen vornehmen wollte“. Zu spät, zu spät.

 

Übrigens. Falls Sie sich zwecks Optimierungsmöglichkeiten in der schönen neuen Welt für die Sologamie (wenn Sie sich selbst heiraten) interessieren: Die ist bei uns noch nicht anerkannt und führt noch zu keinen rechtlichen und steuerlichen Vorteilen…

 

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