Großes Theater zum Weltfrauentag

Die Herzogin von Dingsda, Bandenkrieg nach Machtvakuum

Pünktlich zum Weltfrauentag erzählt Meghan Markle (sprich: Märkel? Mörkel? Morkel), jetzt Herzogin von Dingsda, wie schlecht sie als Frau im schaurigen Schloss Windsor behandelt wurde.

Man habe sie eingeengt und ihr vorgeschrieben, was sie zu tun habe: „Ich konnte oft monatelang nicht raus. Ich habe das Haus zweimal in vier Monaten verlassen.“ Und das nicht wegen dem Corona, sondern wegen der Corona Krone)! Sie wurde „zum Schweigen gebracht“, sie hätte „sich einsamer nicht fühlen können“, kurz: „Ich wollte nicht mehr am Leben sein.“

Nun ist ja alles gut gegangen, aber zu Recht stellt die Interviewerin Oprah Winfrey die vor Gericht alles entscheidende Frage: Who dunnit? Wer war der Kerl, der Meghan das alles angetan hat? War es Charles, der nach außen hin harmlos „in seinem Öko-Gärtlein die Sense dengelt oder er das englische Morgenlicht zu malerischen Zwecken missbraucht“ (herrliche Formulierung vom unvergessenen Henry Glass)? Oder war es der alte Prinzgemahl Philip (99, z.Z. im Spital), der schon lange vor Corona sagte, was ihm so in den rassistischen Sinn kam wie: „Wenn es vier Beine hat und kein Stuhl ist, oder wenn es zwei Flügel hat und fliegt, aber kein Flugzeug ist, oder wenn es schwimmt und kein U-Boot ist, dann werden es die Chinesen essen“? Oder war es Schwager William, von dem man so gar nichts weiß? Oder Sittenstrolch Onkel Andrew?

Nobel, wie es sich für eine neue Dame von Stand gehört, schweigt Herzogin Meghan dazu: „Das würde der Person sehr schaden.“

Vor allem Linke und Kinderlose empören sich über folgende Aussage von Meghan: „Als ich schwanger war, gab es Gerede darüber, wie dunkel die Haut unseres Babys wohl sein würde ...“ Hm. Eltern wissen, dass die zweite Frage immer lautet: Wem sieht es ähnlicher, dem Vater oder der Mutter?

Die Zwei-Stunden-Show war für Meghan jedenfalls „die größte Theateraufführung ihres Lebens“, und „mit Prinz Harry in der Nebenrolle“ gehört sie von nun an zur A-Liga der Hollywood-und Spezialdemokraten-Blase, erkannte Trevor Kavanagh in der Sun. Kein Wunder, dass sich die Gerüchte halten, die Herzogin könnte ins Präsidentschaftsrennen 2024 einsteigen. Die Schlossgeschichten dürften sich zudem als ewige Goldmine herausstellen, die sie jederzeit ausbeuten kann, wenn’s mal knapp werden sollte. Und die Royal Family in Windsor braucht von nun an „eine kugelsichere Weste“ (Telegraph).

 

Jetzt ist Bandenkrieg in Berlin wie früher in Chicago, weil die Patin als Capo di tutti ja demnächst abtritt. Und schon fliegen die Worte wie die Kugeln. „Die (Maskengewinnler der Union) müssen diese eine Million zurückzahlen“, verlangt Genosse Klingbeil, „der immer die weißen Turnschuhe frisch gestrichen hat“ (Harald Schmidt), und fügt sogleich hinzu, solche krummen Geschäfte „kann ich ausschließen für die SPD-Fraktion!“ (Gut, die AWO-Schweinereien betrafen wohl nicht die Fraktion, oder?)

Amtsbruder Michael Kellner von den Grünen („noch wabbeliger als Klingbeil... und noch mehr ... torkelnd“; Harald Schmidt), erkennt bei der Union „ein kulturelles Haltungsproblem zur Frage von Korruption“.

Jens Spahn, der kleine Intrigant, will nun „die Namen aller Bundestagsabgeordneten öffentlich machen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken gegenüber seinem Ministerium in Erscheinung getreten sind“, was der Sache wenig dienlich ist, denn das In-Erscheinung-Treten ist wohl kaum das Problem.

 

Nun merken auch die Journos, dass Merkels Plan, die Union mit ihrem Abgang gleich mit abzuschaffen (unsere Theorie) aufgehen könnte. Susanne Gaschke sieht in der Welt die Läuterung durch Wahlniederlagen in BW und RP als Voraussetzung, dass die Union noch die Kurve kriegt, denn „nur eine CDU, die eine unmissverständliche Quittung für Merkels Politik bekommt, kann dem Spuk ein Ende setzen“. Da ist wohl die Hoffnung die Mutter des Gedankens.

 

Des Einen Leid ist des Spezialdemokraten Hoffnung. Bei der SPD heißt der Wahlslogan ja bekanntlich „Lass das mal den Olaf machen“, und damit die Wähler auch sehen können, was der Olaf so drauf hat, kündigt er gleich mal „10 Millionen Impfungen pro Woche“ an. Ab Ende März. Take his Word.

 

Für den früheren Zeit-Redakteurs und Taz-Kolumnisten Mohamed Amjahid ist die Schweiz „demokratisch über den rechtsextremen Rand gestolpert“, weil die Schweizer nach einer Volksbefragung das Vollverhängen der Frau nur noch im heimischen Bereich oder in der Moschee dulden wollen. Der Integrationsforscher (mit Verstand) Ruud Koopmans twitterte treffend:

„Hilfe! Deutschland ist von Nazis engekesselt. Die Niederlande, Belgien und Frankreich hatten schon ein Burkaverbot, nun auch die Schweiz. Dänemark, Österreich, Polen und Tschechien sind so möglich noch rechtsextremer. Schon wieder muss am deutschen Wesen die Welt genesen.“

 

Und jetzt zur Kultur (also was man heute so nennt). Bild erklärt, was es in rechtsradikalen Kreisen mit der Kultzahl „14“ auf sich hat, die angeblich im Frauentag-Tatort eine Rolle gespielt haben soll. Mit der „14“ verweisen die Nazis auf den Satz „We must secure the existence of our people and a future for White children“, der 14 Worte zählt. Raffiniert! Bislang bezogen sich die gefährlichen Zahlen immer auf entsprechende Buchstaben: 88 = HH = Heil Hitler. 18 = AH = Adolf Hitler. Und wir dachten, dass die 14 in Merkelkreisen als Bewunderung der großen Führerin gilt: 14 = AD = Angela Dorothea.

 

8 comments

  1. Krufi 8 März, 2021 at 21:28 Antworten

    Oje, ich ahne Schlimmes. „10 Millionen Impfungen pro Woche“, d.h. die „Infektionszahlen“ und die Inzidenzen schießen durch die Decke. Der Lockdown muss dann auf alle Fälle in brutalster Weise verschärft werden, also alles wird verboten (maximal ist nur noch Einatmen erlaubt), sämtliche „Lockerungen“ werden einkassiert. Das wird lustig.

      • Petra Eichler 9 März, 2021 at 16:41 Antworten

        Aha – in Ulm werden die Impfjünger schon wieder weggeschickt, weil sie zu alt für Astra Seneca sind (Sie haben aber einen Termin !!)
        Quelle: Schwäbische Zeitung von heute

        Die 10 Mille/Woche finden denmach nicht bei uns statt.

    • treu 9 März, 2021 at 12:32 Antworten

      10 Mio. in einer Woche!? Der Mann kann mit Zahlen umgehen, meine Güte! Dann sind wir ja fix durch und überholen sogar noch die Amis. Impfzwang natürlich vorausgesetzt, sonst liegt das Zeug schwer wie Blei in den Kanülen und wird wieder einmal zum Steuergeldermassengrab, die Schweinegrippe läßt grüßen.

  2. Reinhard Westphal 9 März, 2021 at 09:04 Antworten

    Für 7 Millionen Dollar erzähle ich auch gern jeden Schei…., eben Alles, was satte, debile Zeitgenossen in ihrer Wohlfühljammerblase so gerne hören, tränendrüsen-rührselig-melodramatisch all-inclusive.

  3. Paula 9 März, 2021 at 09:07 Antworten

    You made my day.

    Wie sagte doch Prinz Philipp schon im Vorfeld ziemlich treffend:
    “Sie ist eben nur eine Schauspielerin.”

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