„Merkelchens“ Bodo.
Diagnose Borderline?

Bodos Merkelchen, Seychellen für 100-Jährige, Hans-Gerd Rathjens Schäferhund

Ach guck, nun geistert Hans-Gerd Rathjen wieder hinter den Paywalls der Qualitätspresse herum. Hans-Gerd Rathjen ist der Vater von Tobias Rathjen, den die Qualitätsjournalisten der FAZ seinerzeit so beschrieben: „Ein rechtsradikaler und Muslime hassender Deutscher, der in Hanau mindestens zehn Menschen und danach sich selbst getötet“ hat.

Jedenfalls hat nun ganz Hanau „Angst vor Attentäter-Vater“, weil der „mit Schäferhund und Warn-Jacke ab 7 Uhr morgens durch die Straßen der hessischen Stadt Hanau“ patrouillieren (?) soll.

Schäferhund? Das passt ja. Inzwischen hat längst ein Psychiater die Mordtaten vom Junior politisch passend gemacht. Der war dummerweise in keiner Wehrsportgruppe, in keiner rechten Partei, nicht mal in der CDU, gehörte keinem rechten Netzwerk an, deshalb klingelt das Gutachten ein wenig im forensischen Leerlauf, aber es liest sich trotzdem schön:

Der Gutachter, emeritiert, aber immer wieder gerne herangezogen – er diagnostizierte zum Beispiel Beate Zschäpe nach Aktenlage als voll schudlfähig – erkennt bei Rathjen postum „klare Anzeichen für eine paranoide Schizophrenie“, und auf diese Geistesstörung sei dann eine „rechtsradikale Ideologie“ aufgesetzt gewesen, die „fremdenfeindliche, rassistische und völkische Elemente“ enthalten habe. (Quelle) Genau dasselbe hat ja Frank-Walter damals auch gesagt. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall das mit rechtsradikal.

Für die Analyse wertete der Gutachter übrigens die Pamphlete und Videos aus, die der Täter vor der Tat dem Verfassungsschutz geschickt hatte. Dem Verfassungsschutz war damals nichts weiter komisch vorgekommen.

Jetzt also der Vater und der Schäferhund.

P.S.: Die Grünen legen bis heute Wert auf die Feststellung: „Hans-Gerd Rathjen ist und war kein Mitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Er kandierte 2011 ohne Mitgliedschaft bei den GRÜNEN.“

 

Bo(r)dolein und „Merkelchen“

Wo wir schon bei psychologischen Qualitätsdiagnosen sind: Kann es sein, dass Ramelows Bodo unter Borderline leidet? Kennzeichnend für die Betroffenen sollen bekanntermaßen „intensive und unkontrollierbare Emotionen, starke Stimmungsschwankungen sowie heftige Wutausbrüche“ sein (laut Wikipedias Psychologie-Eintrag für Einsteiger und Fortgeschrittene).

Wie wir auf den Borderline-Verdacht kommen? Nun, nicht nur, dass der Ministerpräsident von Thüringen (SED) gerade 5.000 Euro zahlen musste, weil er einen AfD-Abgeordneten als „widerlichen Drecksack“ beschimpfte, nun hat er auch noch Dr. Angela Merkel, ohne deren Eingreifen er heute als einfacher Abgeordneter unter einer liberalen Regierung im Landtag am Handy spielen müsste, als „Merkelchen“ beleidigt. Wäre ein schöner Buchtitel zur Kanzler-Dämmerung: Auferstanden aus Ruinen. Von Kohls Mädchen zu Bodos Merkelchen.

Das offene Wort zur Größten Kanzlerin aller Zeiten fiel in einem geschlossen Talkkreis mit mehr als 1.000 Teilnehmern bei der App „Clubhouse“. Das Wissen über Ramelows Entgleisung verdanken wir dem Chef der Welt am Sonntag, Johannes Boie, der in derselben Quasslegruppe auf „Clubhouse“ war wie der Bodo. Außerdem schwadronierte Ramelow dort, dass er während der Ministerpräsidentenkonferenzen, bei denen die Abwrackung Deutschlands beschlossen wurde, lieber auf dem Handy daddele. Quasi Handy Crush zum Deutschland Crash.

In ebenderselben Clubhouse-Gruppe war auch der Bild-Vize Ronzheimer zugegen. Der befragte den Bodo sogar nach dem Hergang bei diesen komischen Konferenzen der Minsterpräsidenten, bewahrte allerdings Stillschweigen über das Treiben in Merkelchens Polit-Kindergarten. Warum? Clan-Ehrenwort?

Am Ende soll Bodo sogar mit Glaubensbrüdern bei Clubhouse „Die Gedanken sind frei“ gesungen haben. Die Gedanken vielleicht, aber die Worte nicht, das sollte doch gerade ein Kommunist besser wissen als andere.

 

+++ Gute Nachrichten für die 100-Jährigen, die aus dem Fenster klettern und auf den Seychellen Urlaub machen wollen. Vier Staaten öffnen ihre Hotels für Geimpfte: die Seychellen, die Republik Moldau, Island und Polen.

+++ Schlechte Nachrichten für all diejenigen, für die Söders Peitsche und Merkels Knute nicht hart genug sein können: Die unterschätzte Gefahr: Blutvergiftung. „Die hohe Sterblichkeitsrate von Covid-19 ist vor allem durch Sepsis bedingt.“ Da hilft auch keine FFP2-Maske.

 

(Übrigens: Diese Texte wurden schon gestern geschrieben, weil heute ist Schriftführers Geburtstag)

Illustration: adborsche

20 comments

  1. Ostfale 25 Januar, 2021 at 20:05 Antworten

    Keine Messages vonne Lesers heute, sind wohl alle bei der Fete. Na, dann sag ich’s halt allein: Das Beste zum Wiegenfeste, und halt Dich weiter wacker, wenn Stürme Dich umdrohen. (Das plumpe Du nur heute und auch nur deshalb, weil ich ‘n ganz paar Jahrzehnte mehr aufm Buckel habe. Geht doch in Ornung, nich?)

  2. Krufi 25 Januar, 2021 at 20:14 Antworten

    Lieber Herr Paetow, alles Gute zum Geburtstag und bleiben Sie gesund. Mögen Sie noch lange den Wahnsinn in der Blackbox und in den Spaet-Nachrichten den aufgeklärten Lesern darstellen.

    P.S. Wenn heute wegen Ihres Geburtstages keine Spaet- Nachrichten erschienen wären, würde sich die Erde trotzdem weiter drehen.

    • Ludwig 25 Januar, 2021 at 21:29 Antworten

      Nee lieber Krufi, der Lauf der Dinge darf eben gerade nicht unkommentiert passieren! Paetow ist mir 3 Jahre voraus und ich folge ihm in sicherem Abstand. Nur, wo der Kerl reinstampft, da muss ich auch rein. Quasi eine Vorhersehung. Das ist ja furchtbar. Möge uns Drostens Mutante endlich um die Ecke bringen. Aber daran glaube ich nicht. Weils von einem “Dr”kommt.

  3. Erik Hülbüsch 25 Januar, 2021 at 21:17 Antworten

    Auch vom Kölner alles Gute zum Ehrentag. Weiterhin neben den üblichen gutgemeinten Wünschen viel Esprit und Wortwitz beim Schreiben, sowie zu allen Zeiten erfolgreiche Balanceakte auf der satirischen Gratwanderung.

  4. Bettina 25 Januar, 2021 at 21:33 Antworten

    Oh, alles Gute zum Geburtstag, lieber Stephan Paetow. Den 25. Januar werde ich mir merken. Ein guter Tag, brachte er doch einen genialen Menschen mit Humor hervor. Grüsse an Ihre Mutter – gut gemacht!

  5. Stefan K. 25 Januar, 2021 at 21:47 Antworten

    Solange die Kerzen auf der Geburtstagstorte nicht teurer als der Kuchen selbst sind,ist alles noch im grünen (blöde Farbe) Bereich.

  6. Ursula Nötzel 25 Januar, 2021 at 22:30 Antworten

    Alles erdenklich Gute zum Geburtstag, Herr Paetow. Sie sind eine echte Bereicherung für Ihre Leser und haben mich trotz dieser unschönen Zeiten immer wieder erheitert.
    Bleiben Sie gesund und frech.

  7. Barbara Blume 26 Januar, 2021 at 00:24 Antworten

    Auch von mir die besten Wünsche für Sie zu Ihrem Festtag, lieber Herr Paetow. Bleiben Sie sich und uns treu – wir brauchen Sie besonders in dieser Zeit! 🙂

  8. Dominik Langer 26 Januar, 2021 at 00:36 Antworten

    Dann mal Alles Gute! Weiter mit Sarkasmus voll rein, auch wenn’s für meinen Geschmack teilweise übers Ziel hinausschießt, aber hey, wir haben ja freie Meinungsäußerung (noch).

  9. Dobbi 26 Januar, 2021 at 00:46 Antworten

    Ein kleiner Geburtstagsgruß :

    “Auf der Piazza vor dem Dome manövrierte eine Menge Militär, beinah ganz östreichisch uniformiert und nach deutschem Kommando. Wenigstens hörte ich die deutschen Worte: »Präsentiert’s Gewehr! Fuß Gewehr! Schultert ‘s Gewehr! Rechtsum! Halt!« Ich glaube, bei allen Italienern, wie noch bei einigen andern europäischen Völkern, wird auf deutsch kommandiert. Sollen wir Deutschen uns etwas darauf zugute tun? Haben wir in der Welt so viel zu befehlen, daß das Deutsche sogar die Sprache des Befehlens geworden? Oder wird uns so viel befohlen, daß der Gehorsam am besten die deutsche Sprache versteht?” (Heine/Lucca)

    Chin-chin! ;))

  10. Max Media 26 Januar, 2021 at 09:47 Antworten

    Dem Schriftführer alles Gute zu seinem Geburtstag.
    Hoffentlich schenkt man ihnen keinen Schäferhund, sonst gehts heutzutage ganz schnell mit der
    Analyse unter der Merkelchen und Bodotruppe.

  11. Gratulant 26 Januar, 2021 at 11:53 Antworten

    “Nach übereinstimmenden Aussagen der beteiligten Personen war es wohl ein Samstag, als der Autor, gegen Mittag des 25. Januar 1958, erstmalig auf dieser Welt erschien, in einem kleinen Hospital der damals kleinsten Stadt Deutschlands namens Rhede in Westfalen, aber wir wollen uns nicht verquatschen.”
    Ich bin ein paar Jahre vor Ihnen auf der Welt erschienen (nach übereinstimmenden Aussagen ein Sonntag), und zwar ganz in der Nähe von Rhede. Ich frage mich, warum Wikipedia Sie nicht unter “in Rhede geboren” aufführt. Für mich sind Sie jedenfalls der berühmteste und bedeutendste Rheder (Rhedener?).
    Vivat Vivat.

  12. weihnachtsmannfraulein 29 Januar, 2021 at 06:31 Antworten

    Auch von uns/mir die allerbesten wünsche. Ohne Ihre galgenhumorige kolumne wäre der wahnsinn noch schwerer zu ertragen (je mehr wahnsinn, desto mehr nähere ICH mich dem (oben beschriebenen) borderline(r)-verhalten an … … … nur ohne die border-lose hybris des gröa…l…az aus thü (die punkte stehen selbstverständlich für “rroganz” und “ings”)).

    Einen wunsch hätte/n wir/ich noch für’s neue (und alle weiteren) lebensjahr(e): da die meisten mitläufer leider selbst bei allerbeeindruckendsten zahlen im lemmingtiefstschlaf verharren — mittlerweile vermute ich als zahlenmensch, daß der großteil der menschen mit zahlen schlicht nichts anfangen (i.e. sie nicht einordnen) kann –, wären viele, viele links zu “unverdächtigen” quellen, die die EMOTIONEN der begeistert maulkorb *) tragenden stimmvieh-majorität in regimekritischer richtung erschüttern könnten, sehr hilfreich bei den alltäglichen aufweckbemühungen.

    (denn zahlen könnte ich genug anbringen, nur damit lässt sich leider nur bei ganz wenigen menschen tatsächlich (i.e. mit wirkung) argumentieren)

    *) für hinweise auf webshops, bei denen maulkörbe mit defätistischen aufdrucken **) zu beziehen wären, wäre/n wir/ich sehr verbunden

    **) zB “Stoppt Söder/Blöder/Sötler/Markolf” (im stile der antiken “Stoppt Strauss”-aufkleber/-buttons — der rotiert vermutlich mit überlichtgeschwindigkeit in seiner gruft….)

    PS @ Bettina
    “…Grüsse an Ihre Mutter – gut gemacht!…”
    Hey, was ist mit der vaterin ?

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