Sleepy Joe vs. Donald „Tyson“ Trump

Runde 1

Vorfreude ist die schönste Freude – morgen früh 2.45 Uhr: Sleepy Joe gegen Donald „Tyson“ Trump. Rechtzeitig zur Show bringt das Nachrichtenmagazin Spiegel seinen treuen Lesern das journalistische Popcorn: „Steuertricks des Trump-Imperiums. 70.000 Dollar für die Frisur – abgesetzt von der Steuer“. Da hat der Leser eine Freude.

Die sensationelle Enthüllung: „Mehr als 70.000 Dollar setzte der Immobilienmogul nach Recherchen der ‘New York Times’ (auch so ein Knaller-Blatt!) für das Styling seiner Frisur während der Laufzeit seiner Show ‘The Apprentice’ von der Steuer ab.“

Was der deutsche Leser wohl nicht weiß: Die Show lief wöchentlich von 2001 bis 2014 mit Trump als Moderator. Wenn wir davon ausgehen, dass das Programm nicht jede Woche aufgezeichnet wurde, sondern vielleicht nur 13 mal im Jahr und Donald sich erlaubte, seine eigenartige Frisur vor jedem Drehtag richten zu lassen, kommen wir auf 182 Friseurtermine, die nach Adam und Eva Riese mit jeweils 384,61 Dollar zu Buche schlugen.

Das ist in der Tat deutlich mehr Geld, als ein Spiegel-Korrespondent in Berlin beim Starfigaro seines Vertrauens ausgeben müsste („Herrenschnitt ab 45 Euro“) und sogar mehr, als ein Senior Creative Director bei Vidal Sassoon, New York (210$ laut Goggel), in Rechnung stellen würde.

Aber nun hat der Immobilientycoon nicht nur Problemhaar, sondern wohl auch ein anderes Spesenkonto als normale Angestellte.

Eine teure Angelegenheit für den amerikanischen Steuerzahler sei das gewesen, klagt der Spiegel stellvertretend für den amerikanischen Steuerzahler – weil der Donald die Ausgaben eben von der Steuer absetzen konnte. Wie ist das eigentlich beim deutschen Fiskus? Kann Claus Kleber seinen Hairdresser von der Steuer absetzen? Oder zahlt den direkt der „Demokratieabgabe“-Zahler?

Deutlich kräftiger wurde übrigens der französische Steuerzahler in die Pflicht genommen. Laut Le Point hatte Emmanuel Macron in den ersten drei Monaten seiner Amtseinführung 26.000 Euro für eine Visagistin ausgegeben. Haarschnitt wahrscheinlich extra.

Heute Nacht ist Trumps Frisur allerdings wohl eher Nebensache, wir sind gespannt wie es bei Joe Biden unterm Pony aussieht.

 

Noch nicht so groß in deutschen Medien:
Sir Maejor Page, eigentlich Tyree Conyers-Page, der Gründer von Black Lives Matter in Atlanta soll in die Spendenkasse gegriffen und  200.000 Dollar der eingehenden Gelder (Verwendungszweck “George Floyd” und “social und racial justice”) lieber in maßgeschneiderte Anzüge, HiFi-Anlagen, Sofas und ein schönes Haus in Toledo investiert haben. Auch Sir Maejor Page Matters!

Schade, dass es bento, das Kind vom Spiegel, bald nicht mehr gibt. Wo werden wir zukünftig so schöne Geschichten lesen wie: Wir haben einen Schleuser gefragt, warum er sich an der Not von Flüchtlingen bereichert ... und Abu Hisam hat geantwortet, dass er doch nur ein Makler (wasit) ist, und Wasit ist ein ehrenwerter Beruf, trotzdem wäre Abu Hisam eigentlich lieber Frisör.

Dear Bryan H., thank you for your support! But without your address it is impossible to send you the Blackbox 2020 for Christmas!

 

7 comments

  1. Krufi 29 September, 2020 at 20:17 Antworten

    Wenn man morgen früh Moma anschauen würde (tue ich mir seit Jahren nicht mehr an), würde die Berichterstattung mit Sicherheit so lauten, dass Biden der eindeutiger Sieger des Duells war und er einen wichtigen und großen Schritt zum Gewinn der Wahl gemacht hat. Wetten??

    Lieber Herr Paetow, heute schon der zweite Aufruf in Folge, dass ein Spender seine Adresse angeben soll, damit die Blackbox 2020 zugestellt werden kann. Vielleicht sollten Sie das mal in dem „Reiter Trinkgeld“ noch deutlicher darstellen? Z.B. Muster Überweisungsträger.

  2. Franck Royale 29 September, 2020 at 22:25 Antworten

    VdL war vorbildlich und hatte 2018 die Truppenfriseure, welche mit einer halben Million Euro Steuergelder pro Jahr vom Bund bezuschusst wurden, „sozialverträglich“ abgeschafft. Auch hierbei berichtete der „Spiegel“ als erstes – es scheint bei denen eine Redaktion für haarige Angelegenheiten zu geben. Aber gute Frage, das könnte das ehemalige „Sturmgeschütz der Demokratie“ mal ins Visier nehmen.

  3. Paetow und Tichy Fan 30 September, 2020 at 10:02 Antworten

    Herr Paetow, was haben Sie da mit ihrem “G-Punkt als Pluspunkt” nur angerichtet! Ein gefundenes Fressen für die überaus schnell beleidigte und ebenso schnell klagende Sawsan Chebli, die laut Wikipedia seit Dezember 2016 “Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement und Internationales in der Berliner Senatskanzlei ” sein soll. Und mit so ener überaus bedeutenden Persönlichkeit legen Sie sich an. Dazu gehört Mut!
    Nach diesem “Eklat” (lt. Mainstream-Medien) gilt Tichys Einblick jetzt nicht mehr nur als “neurechts”, sondern auch noch als “sexistisch” und hat damit nicht nur alle Linken (von CDU bis Die Linke) gegen sich, sondern auch noch sämtliche Frauennetzwerke, von denen es in Deutschland nur so wimmelt.
    Diese ganze Geschichte kommt mir vor wie dieser berühmt-berüchtigte
    Schmetterling, der mit seinem Flügelschlag über Brasilien einen Tornado in Texas auslöst. (Schmetterlingseffekt).

    Mit anderen Wiorten: Sie haben alles richtig gemacht! 🙂

  4. L. Stieglitz 30 September, 2020 at 13:28 Antworten

    Das Titelbild zeigt zwei äußerst sympathische Herren, denen ich jederzeit einen Gebrauchtwagen abkaufen würde. 🙂

    Gottseidank hat dieser Wahlkampf ja bald ein Ende. Möge der Bessere gewinnen! 🙂
    Ich hasse Wahlkämpfe (ist das schon verbotene Hate-Speech?). Die werden immer schlimmer und schlimmer. Leider nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland.

  5. Guido Exposo 30 September, 2020 at 13:44 Antworten

    ja ich kann es nicht lassen, de USA-Wahlen habe ich auch die ganze Nacht verfolgt. So heute Morgen habe ich mir die Runde 1 Debatte auf CNN angeschaut. ich habe so einen Verdacht, dass die beiden Teilnehmer die deutschen Talkshows ständig verfolgen und haben daraus gelernt sich ständig zu unterbrechen und zwischen zu reden. Bin einige Zeit leider eingenickt, nicht der sleepy Joe, darauf habe ich die ganze Zeit gewartet (die ältere Szene auf Youtube ist herrlich). Die Augen von sleepy Joe schienen in einigen Szenen seltsam!

    Dazu fällt mir ein Gespräch während meines Irlandurlaubs ein, da habe ich einige Amerikaner beim Frühstück im Hotel angesprochen, weil die über Trump hergezogen sind, mein Kommentar war „I wish we had someone that says Germany first“. Dieses fand gerade vor dem letzten Bundeswahlen statt.

    Wann wachen unsere Politiker auf, die haben doch geschworen…………..!!!!!!?

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