From Turkey with love

2015 reloaded? Merkels Sprüche und Erdolfs Taten

Am liebsten lesen die Leute derzeit anscheinend vom Coronavirus, obwohl da eigentlich nichts Neues zu berichten ist. Dabei droht viel Schlimmeres...

Würden sich die Genossen Medienschaffenden den Opfern täglicher Gewalt auf der Straße mit annähernd demselben Eifer widmen wie jedem gemeldeten Coronafall, dann hätten es auch die Krawalle am Kölner Karneval (s. SN vom 25.02.) in die Tagesschau geschafft.

Oder haben Sie etwa bei „heute“ oder der völlig anderen „Tagesschau“ als unserer etwas vom „neuen Gewaltphänomen“ in Köln mitbekommen? Wenigstens auf seiner Online-Seite berichtet der WDR von den Krawallen, wobei es den Journos partout nicht gelingen will, die Täter zu beschreiben.

Wie sag ich’s meiner Wohlfühloase?

Die sprachlichen Verrenkungen sind allerdings zu schön. „Bei den jugendlichen Provokateuren handelt es sich in der Regel um Kleingruppen, die keinen Alkohol trinken und auch nicht mitfeiern wollen. Sie mischen sich aber gezielt unter die zum Teil alkoholisierten Feiernden, um Prügeleien anzuzetteln“, schreibt der WDR-Journo. „Kleingruppen, die keinen Alkohol trinken und nicht mitfeiern wollen“ – Hmm. Anonyme Alkoholiker?

Laut Polizei, die mit einem Großaufgebot zwei Tage ausrücken musste, sind die „rund 350 Jugendlichen alkoholisiert und meist zwischen 16 und 18 Jahren alt gewesen“. Somit dürfte der WDR mit „Kleingruppen, die keinen Alkohol trinken“ aggressive Mitbewohner in der WG Deutschland meinen, die sonst allgemein als „Syrer“ bezeichnet werden, auch wenn sie Alkohol trinken und nicht aus Syrien stammen – oder wie jetzt?

Ebersberger Schützen

Gegen Corona hilft Händewaschen, aber wie schützt sich der brave Bürger in Allemanda gegen Gewaltverbrecher? Wie sagen die Merkelianer immer: Man muss den Leuten das nur erklären, dann finden die die neuen Zustände sicher ganz prima.

Der Süddeutsche Beobachter erklärt seinen Lesern am Beispiel Ebersberg (bei München) zwischen den Zeilen, der beste Schutz sei Maul halten, geradeaus schauen, schnell gehen. Denn ein 32-Jähriger, der das nicht machte, sondern einen „Mann“ in einer Unterführung auf herumliegenden Müll ansprach (How dares he?), wurde daraufhin von weiteren fünf Einmännern verfolgt, wobei diese auch eine Schusswaffe zum Einsatz brachten. Der Merkur, unverzichtbarer Gegeninformant zum Prantelschen Gesinnungsblatt, weiß sogar, dass der verfolgte Passant „dunkelhäutig war“. Daraus schließen wir messerscharf, dass die Verfolger Deutsch als Fremdsprache studieren müssen, denn ansonsten müssten die Einmänner Nazis gewesen sein, und Heribert hätte wohl persönlich zur Feder gegriffen. Immerhin lebte in Ebersberg mal der Rechtsanwalt Horst Mahler, „ein ehemaliger Linksterrorist und heutiger Neonazi“, da ist der Prantl zur Obacht besonders verpflichtet.

From Turkey with love

Erdolf, der Erpresser schickt Hunderttausende, die keinen Alkohol trinken und nicht mitfeiern wollen, nun in die EU, und verspricht „bald werden es Millionen sein“, was Merkel „inakzeptabel“ findet, worüber Erdolf wiederum lacht. Steffen Seibert, der ZDF- Mann, der heute im Kanzleramt Merkels Nachrichten zum Vortrag bringt, lobte den Türkeideal seiner Herrin, der „aufrechterhalten und eingehalten“ werden solle. Aber selbst ein naiver Mitarbeiter von Amnesty International weiß, dass der Deal „in Teilen“ gescheitert ist. „Um ihn doch noch zu retten, müsse die EU tief in die Tasche greifen“, so der Gute Mensch, der übrigens nicht Mehmet oder Ali sondern John heißt.

Die griechische Armee veranstaltet nun Übungen auf Inseln der Ägäis und die Gesinnungspresse und NGOs warten dabei auf in ihrem Sinne verwertbare Fotos. Frontex macht nix. Die grüne Baerbock will schon mal die ersten 5000 rüberholen. Hannover hat noch Platz und Geld.

Jetzt stellt sich die Frage, ob Emmanuel Macrons angekündigte „volle Solidarität“ mit Griechenland und Bulgarien das Papier so wenig wert ist wie solche Floskeln aus Merkels oder Euro-Uschis Mund. Sebastian Kurz will notfalls auch eigene Grenzen dicht machen.

 

Was ist nur mit Frankfurts Alten-Zeitung (FAZ) los? Hier schrieb deren Innepolitik-Redakteur folgenden Unsinn:

„Der jüngste Anschlag auf das Auto des Vorsitzenden Tino Chrupalla in Sachsen ist eine besorgniserregende Fortsetzung solcher Angriffe, die mutmaßlich auf das Konto gewalttätiger ‘Antifaschisten’ gehen. Die sind ihrerseits Ziel solcher Attacken.“ Was schreibt der Mann für ein wirres Zeug? Gewalttätige Antifaschisten sind Ziel solcher Attacken? Wo denn? Bei der FAZ?

 

8 comments

  1. Bernhard Krug-Fischer 2 März, 2020 at 21:22 Antworten

    “Gegen Corona hilft Händewaschen, aber wie schützt sich der brave Bürger in Allemanda gegen Gewaltverbrecher?” Ist doch ganz einfach: hängen sie sich ein Schild um den Hals, auf dem steht: ” Ich wurde Corona positiv getestet!”. Ich wette, jeder Mensch nimmt sofort mindestens 2 Meter Abstand. Da kann sogar Henriette Reker mit ihrer Empfehlung von möglichst einer Armlänge Abstand neidisch werden.

  2. Ernst-Fr. Siebert 2 März, 2020 at 21:38 Antworten

    Ich habe der Frau im Kanzleramt schriftlich zu verstehen gegeben, daß ich fest davon überzeugt sei, daß sie mit der Antifa nichts zu tun hat und um Bestätigung meiner Annahme gebeten. Nun warte ich seit über einem Jahr auf die Antwort. Naja, die Frau hat viel zu tun, da muss man sich schon gedulden.

  3. Tobi K. 2 März, 2020 at 22:08 Antworten

    Meine Mutter, die 70 schon um einige Jahre überschritten, meinte beim letzten Kaffeetrinken am Sonntag mit der Familie wortwörtlich: “Das ist hier alles nur noch zum Kotzen in dem Land. Die Merkel und alle um sie rum soll endlich der Teufel holen.” Meine Mutter. Bisher CDU-Wähler. #dammbruch

    • Albert Fischer 2 März, 2020 at 23:21 Antworten

      Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Mutter. Ich befürchte, dass sie in ihrer Altersklasse eher die große Ausnahme ist. Der Teufel scheint leider kein sonderliches Interesse an Merkel zu haben (was ich verstehen kann). Wir müssen uns einfach gedulden und darauf hoffen, dass er (der Teufel) uns nicht vor ihr (der Merkel) holt.😇

    • Barbara Blume 3 März, 2020 at 00:08 Antworten

      Ich schließe mich als auch “Ü-Sie” vollumfänglich der Meinung Ihrer Frau Mutter an –
      einzig: gewählt habe ich schon unterschiedlich…

  4. Paula 3 März, 2020 at 09:48 Antworten

    Bei Frau Baerbock frage ich mich, ob sie nur naiv oder eher dumm ist, oder doch beides?
    Glaubt sie ernsthaft, wenn sie 5.000 Migranten aufnimmt, dass es dabei bleibt? Und WER entscheidet, wer die 5.000 Glücklichen sind? Aus 2015 wurde nichts, nada, niente gelernt.

  5. R. Boster 3 März, 2020 at 10:00 Antworten

    Ein wenig off topic, nur zur Überschrift “From Turkey with love”. Kam mir doch irgendwie bekannt vor. Also Suchmaschine: “Film from with love”. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können: Paris, die ehemalige (Haupt)stadt der Liebe. Mittlerweile gibt es ja ein ganzes Land (Hippie-Staat), das sich der grenzenlosne Liebe zu den Menschen (mit Ausnahme der “Rechten”) verschrieben hat. Die Türkei ist es nicht.

    P.S. Oder zählen “die Rechten” im Hippie-Staat schon gar nicht mehr zu den “Menschen” ?

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