Das geteilte Land

Merkel am Thema vorbei

Bei all den Sausen kann man schon mal durcheinanderkommen. UN-Klima, EU-Wetter, CDU-Betriebsklima. Gut, dass Dr. Angela Merkel eine Rede in petto hat, die immer und überall passt. Eine, in der „weltoffen“, „Verantwortung“ und „global denken“ vorkommt. Und „Freiheit“. Freiheit wird immer gern gehört.

Dummerweise passt der ganze Schmonzes ausgerechnet am Tag der deutschen Einheit nicht. Denn dass „wir mehr denn je multilateral statt unilateral denken und handeln“ müssen, „global statt national, weltoffen statt isolationistisch, gemeinsam statt allein“, hat mit den zahllosen Problemen in unserem Land nun absolut gar nichts zu tun. Aber vielleicht war Merkel von dem Termin kalt erwischt worden, so dass ihr ein paar Zettel durcheinandergerutscht sind.

Dann hatte Beate Baumann, Merkels ewige Sekretärin, aber wohl doch noch ein paar zum Datum passende Zeilen in Merkels Standardtext eingefügt. Die deutsche Einheit sei kein Zustand, sondern ein fortwährender Prozess und ständiger Auftrag, stand da. Und: Es gehe um den Zusammenhalt aller in unserem Land lebenden Menschen. Wem fällt so was ein? Beate? Oder Merkel selber? Der Zusammenhalt aller in unserem Land lebenden Menschen wäre vielleicht einen weiteren Feiertag wert, von Duisburg bis Dortmund, von Bremen bis Berlin, hat aber mit dem, was die Deutschen hinter sich gebracht haben, nachdem endlich die sozialistischen Mauern geschleift waren, wiederum nicht das Geringste zu tun.

Sie hätte beklagen können, dass dieselben, die einst die Todesfallen an der Grenze (Foto) errichtet haben, nun im gesamtdeutschen Parlament sitzen und ihre zerstörerische Agenda fortführen. Dass Stasi-Spitzel wie IM Victoria erneut die Bürger überwachen, dass linksradikale Schläger-Kolonnen wieder einmal die Städte terrorisieren. Wobei die Selbstetikettierung „Anitfaschisten“ 1945 so falsch und verlogen war wie heute.

Tröstet es irgendeinen ehemaligen DDR-Insassen, dass Merkel in ihrer Rede „die Leistungen der Ostdeutschen bei der Überwindung der SED-Diktatur“ würdigte, während unter ihrer Herrschaft und in aller Öffentlichkeit eine neue Sozialistische Einheits-Brühe gekocht wird?

Wie zum Beweis springt da Ulla Jelpke aus dem politischen Gebüsch. Jelpke war immer mit dabei, ob sich die Kommunisten nun KB, GAL, PDS oder Die Linke nannten. Das Ziel blieb stets das gleiche: die Zerstörung des Erfolgsmodells Bundesrepublik Deutschland. Jedes Mittel ist recht. Zuletzt schlug sie vor, nicht mehr von arabischen Verbrecherclans zu sprechen, sondern: „Wir sollten über deutsche Familienclans sprechen. Warum wird organisierte Kriminalität der Reichen und Kapitalisten nicht angeklagt“, forderte Jelpke vor einem applaudierenden Publikum. An Jelpke lässt sich prima aufzeigen, dass die angebliche deutsch-deutsche Trennung längst überwunden ist. Jelpke konnte wie Bodo Ramelow, der Kommunist aus Osterholz-Scharmbeck, jetzt Ministerpräsident in Thüringen, ihre kommunistischen Flegeljahre in der real existierenden Freiheit der BRD verbringen. Deshalb kam es wohl auch zu dem kleinen Drogen-Zwischenfall in Brisbane, Australien. Wäre sie damals Bürgerin der DDR gewesen, hätte sie Brisbane nur mit dem Finger auf der Landkarte besuchen können. Und, ach, das mit den Drogen ist längst vorbei. Da ist sie bestimmt von runter. Kommunistenehrenwort!


Paris?
Macron hat selbst nachgesehen: Kein Terror, sondern wohl eine innerbehördliche Angelegenheit.

 

2 comments

  1. Jörg Plath 3 Oktober, 2019 at 22:20 Antworten

    Was Sie immer haben! Drogen, was sind Drogen? In Berlin haben wir Kommunisten es geschafft, dass unsere Freunde aus aller Welt völlig unbehelligt von Justiz und irgendwelchen imperialistischen Straf-Gesetzen die Versorgung der Bevölkerung und von sich selbst sicherstellen können. Und das schaffen wir auch in ganz Deutschland und noch ganz andere Sachen!

  2. Irma Ladutze 4 Oktober, 2019 at 11:27 Antworten

    Ulla Jelpke war mir bisher kein Begriff. Musste ich gugeln. Normalerweise befasse ich mich nicht mit der SED-Nachfolgepartei und ihren Ausgeburten. (Der Mist, den CDU/CSU/SPD/Grüne verzapfen, reicht schon völlig aus, um mir seit Jahren die Stimmung zu vermiesen. Dazu brauche ich nicht auch noch die Linke.)
    “13.12.96, 00:00 Uhr BRISBANE – Mit acht Gramm Marihuana und 1,5 Gramm Amphetaminen im Gepäck ist die PDS-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Foto) am Sonntag auf dem Flughafen von Brisbane (Australien) erwischt worden. Sie mußte 1200 Mark Geldstrafe bezahlen.”

    Ich habe persönlich keine Erfahrungen mit Drogen, kann mir aber gut vorstellen, dass 8 Gramm noch die Untergrenze dessen sind,, was sich die Mainstream-Abgeordneten in Berlin täglich reinziehen. Jedenfalls kommt mir Deutschland seit einigen Jahren ziemlich bekifft und zugedröhnt vor. Irgendwo muss das ja herkommen.

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