Merkel oder Ich sehe was,
was du nicht siehst

Über Deutschland

Eine seltsame Geschichte, aus der den ganzen Tag über zitiert wurde, hat die amerikanische Businessweek (von Bloomberg) auf den Weg gebracht. „Germanys Fragile Future“. Mit zum Teil skurrilen Gedanken...

Deutschlands Nachkriegs-Wohlstand stünde am Rande der Umkehrung (richtig!) lautet die wörtliche Übersetzung des Artikels, der eigentlich nichts Neues bringt. Die Autoindustrie habe die Elektromobilität verschlafen. Dabei müssten die Redakteure wissen, dass diese Technologie schon vor hundert Jahren getestet und für nicht leistungsfähig genug und nicht wettbewerbsfähig befunden wurde. Richtig ist, dass die deutschen Autobauer ihre Dieseltechnologie nie so gut „verkaufen“ konnten, wie sie ist, und sich schon von den japanischen Hybrid-Fahrzeugen den Schneid haben abkaufen lassen.

Dann verweisen die Bloomberger auf das sklerotische Bankenwesen. Touché! Gerade die Deutschbanker wollten mit den ganz großen Jungs spielen und sind mächtig baden gegangen.

Richtig ist, dass Deutschland von der Substanz lebt, während die politische Kaste diese Substanz nachhaltig schädigt mit Energiewende und anderen Sperenzchen. Bloomberg hingegen behauptet, durch die Energiewende sei Deutschland „ein globales Zentrum der erneuerbaren Energien“ geworden. Wenn wir richtig informiert sind, dann hat China uns längst den Rang abgelaufen, indem dort einfach noch mehr subventioniert wurde.

Aber wir wollen nicht beckmesserisch sein, alles ist eine Frage der Perspektive. Die einen sehen Schlaglöcher, marode Brücken, zunehmende Gewalt auf den Straßen und selbst an Schulen, sie sehen, dass ihr Geld immer weniger reicht Energie und Wohnen.

Businessweek hingegen sieht eine großartige Merkel, die „das Land durch globale Krisen geführt habe, von der Finanzkrise über den Absturz Griechenlands bis zum Flüchtlingszustrom“. Die einen sehen Europa auseinanderdriften wie nie zuvor, Businessweek findet, Merkel „habe nicht nur die deutsche Wirtschaftsmaschine am Laufen gehalten, sondern auch den Kontinent stabil“. Dann diagnostizieren die Amis ein „boomendes Berlin“ und den vielen Widrigkeiten trotzenden deutschen Mittelstand. Das letzere stimmt, der trotzt. Noch.

Spät, später, Spiegel

+++ „Donald Trump“, schreibt der Spiegel, soll – nein, nicht zurücktreten, am Ende sein, in die Enge getrieben von den Guten, noch einen Skandal am Hals haben, ... – nein, nun soll er plötzlich „ die Weltwirtschaft retten“, ja, er sei die „letzte Hoffnung“. Saufen die wieder?

+++ „Aggressive Zuwanderer überfordern die Gefängnisse.“ Schreibt wer? Tja, wieder der Spiegel, siehe oben.

+++ „Von nun an werden wir vorsichtiger sein, wenn wir einem Menschen Asyl (trotz dessen miserablem und respektlosem Betragens) gewähren.“ Merkel? Horst? Lenin! (Lenin Moreno, Präsident von Ecuador, zu Julian Assange, nicht im Spiegel)

Whatafool!

Johann Wadephul ist evangelisch, verheiratet und hat drei Kinder, behauptet Wikipedia. Und er ist in der CDU und Major d. R. der Bundeswehr. Die möchte er nun schnellstens in Libyen einsetzen, wegen... da muss er wohl erst noch Macron fragen. Wahrscheinlich aber wollen Herr Major wohl der neue Johann von der Leyentruppe werden.

 

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