Rudolf Steiners Erben.
Heuchler und Scheinheilige

Der Waldorfschule-Skandal

Ein paar verquaste Spinner lehnen die Aufnahme eines Kindes (6) in ihre Berliner Waldorfschule ab, weil der Vater in der AfD ist. Wer Waldorf-Kindergarten sagt, muss auch Rudolf Steiner sagen. Kennen Sie Rudolf Steiner, den „Jesus Christus des kleinen Mannes“? Das Zitat stammt von Kurt Tucholsky, der einen Vortrag Steiners so kommentierte: „Alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert“. Vielleicht irrte Tucholsky, wer weiß.

Rudolf Steiner (1861-1925) hatte auch Freunde, begeisterte Anhänger gar. Er war wohl ein ganz patenter Kerl. „Steiner zechte nächtelang mit seinen Dichter-Freunden, teilweise sei er erst am nächsten Nachmittag nach Hause gekommen“, so kann man nachlesen. Als Publizisten, Esoteriker und Vortragsredner bezeichnet ihn Wikipedia.

Rudi hatte mit sieben die erste Erscheinung (eine verstorbene Tante), er studierte dies und das, nach einigen Anläufen wurde er Doktor der Philosophie. Nebenbei erfand er die Anthroposophie, ein mystisches Allerlei, aber Herrje!, das ist ja kein Verbrechen. Und er gilt als Vater der Waldorf-Schulen.

Die sind beliebt, weil die Kinder dort ihren Namen tanzen, sägen und hämmern lernen und nicht sitzenbleiben können. Zum Wohle der Kleinen glauben auch die Eltern pflichtschuldig daran, dass der Astralleib alle sieben Jahre wiedergeboren wird und ähnlich wissenschaftliches Zeug. Natürlich haben sich die deutschen Waldorfschulen schon vor Jahren offiziell gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Nationalismus ausgesprochen. Wäre ja auch noch schöner. Der Ausländeranteil ist allerdings eklatant niedriger als in öffentlichen Schulen, beklagen die Eltern der Waldorf Schü..., ach nä, stimmt gar nicht, die beklagen das nicht. Was natürlich nichts mit dem Steinerschen Menschenbild zu tun hat, das die „weiße Rasse“ explizit mit dem „Denkleben“, die „schwarze Rasse“ mit dem „Triebleben“ und die „gelbe Rasse“ mit dem „Gefühlsleben“ assoziiert. So war das halt damals.

Oh, wir könnten endlos so weiter machen und fänden uns schnell in einem Aufsatz über Scheinheiligkeit wieder. Schwamm drüber. Wie heißt es so schön: Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. Aber einer geht noch. Wussten Sie, dass die Waldorfschulen nach einer Zigarettenmarke benannt sind? Hust! Hust! Als würden die Grünen das Land mit Diesel-Schulen überziehen. So, jetzt soll aber eine Ruhe sein! Lesen Sie daher woanders: Was Steiner von der deutschen Alleinschuld am ersten Weltkrieg hielt. Von Nietzsche und dem Christentum, von Franzosen, Jesuiten und Sozialisten, Schwarzafrikanern und Juden.

Wenn selbst in Bundeswehr-Hochschulen die Bilder von Helmut Schmidt abgehängt werden, befinden sich die Waldorf-Heuchler mit der Kindesdiskriminierung im Berliner Fall in bester Gesellschaft. Eines könnten die Scheinheiligen ja zum Spaß mal diskutieren: In welcher Partei wäre Gründervater Rudolf Steiner wohl heute? Wir helfen ein wenig: Die SPD scheidet aus, „zu bourgeois“ befand der Rudolf die Spezialdemokraten schon Anfang des letzten Jahrhunderts, heute wäre dekadent das passende Wort. Die C-Parteien scheiden aus, und als Liberalen hätte man ihn auch nie beschimpfen können. Die Grünen, sagen Sie? Niemals, die wären ihm viel zu hohl. Bliebe hypothetisch die AfD, aber dort wäre er ausgeschlossen worden. Bei seinen radikalen Ansichten.

 

Hört! Hört!

„Ich sehe diesem Ausschlussverfahren mit einer gewissen Neugier entgegen.“ (Thilo Sarrazin in der NZZ über den dritten Versuch der Spezialdemokraten, ihn aus der SPD auszuschließen)

„Der Kampf ist vorbei.“ (Richard Ferrand, Präsident der Nationalversammlung und Mitglied der Macron-Partei, zu den andauernden Protesten der Gelb-Westen)

 

 

 

 

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