- Und zur Abwechslung mal die Wahrheit
Heute viel später, weil doch gestern Frohnleichnahm (Schreibweise der Christlich Sozialen Union in Bayern) war und wir wohl zu lange gefeiert haben. Außerdem tun unsere Politiker ja auch nix (halbwegs Vernünftiges). Die Presse holt wieder die Merkel hervor. Die will nicht länger bestreiten, dass ihr „Wir schaffen das“ eine glatte Lüge war. Jeden Tag zehntausend neue Menschen aufzunehmen, „das hätten wir gar nicht bewältigen können“. Aber man kanns ja mal versuchen.
BLACK BOX BÜCHER
- Bacon of Hope
Bei Bild tänzelten sie, quasi unter sich lassend, umher, wie man es von Hunden kennt, die ihr lange vermisstes Herrchen endlich wiedersehen. Ihre jüngste Ausgabe hatten sie mit Fähnchen drapiert und Welcome Mister President geschrieben. Jaja, da isser, der Opa Joe.
- Selenskyjs Siegesplan
Wenn Russland sich partout weigert, Atombomben einzusetzen, dann schmeißt er sie eben selber, kündigte der Große Führer der Ukraine Selenskyj in Brüssel an. In wenigen Wochen, so einer seiner Militärs, wäre das erste Bömbchen fertig. Dann wars das wohl mit Weihnachten.
- Planwirtschaft de luxe
Kamala Harris has a plan (Obama), Selesnkyj hat einen „Siegesplan“, die FDP hat einen Plan, und Chef Olaf hat natürlich auch einen Plan, beziehungsweise mehrere.
- SPD-Superhirn Peer Steinbrück
Kamala hat abgeschrieben, sagt der österreichische Plagiatsjäger Weber, die New York Times sagt: Nein. Aber das muss sie sagen, die NYT, so kurz vor dem Wahltermin.
- Putins neue Weltordnung.
Die SPD setzt im Bundestagswahlkampf auf lang bewährte Rezepte – Steuererhöhungen und drastische Neuverschuldung –, oder wie es Saskia Esken nennt: „Die SPD wendet sich den Alltagssorgen der Bürger zu.“
- Was rauskommt, ist eine andere Frage
Es hat an der Arbeit gelegen, dass Kühnerts Kevin jetzt nur noch Bundestagsabgeordneter ist. Von morgens bis abends irgendwie tätig sein, rund um die Uhr erreichbar, das hält doch kein Mensch aus!
- Habeck will Kanzler werden, aber Fritz, Olaf und Boris auch
Natürlich sind die Beliebtheitslisten von Politikern prinzipiell Unsinn, aber unterhaltsam können sie gelegentlich sein.
- TV-Duell Weidel / Wagenknecht
Erste Erkenntnis des TV-Duells zwischen Alice Weidel und Sahra Wagenknecht: Das öffentlich-rechtliche Propaganda- und Verblödungsfernsehen kann weg.
- Wehklagen der veröffentlichten Meinung
Es klang, als habe man einen Staatsmann zu Grabe getragen. Von einem „Verlust für die ganze Bundesrepublik“ sprach beklommen die Neue Osnabrücker Zeitung – von einem Verlust, der „schwer zu ersetzen sein wird", die Lausitzer Rundschau.
- Aber alles bleibt gleich
Kevin Kühnert aus der Höhle der Löwen: „In den kommenden Monaten müssen enorme Kraftanstrengungen unternommen werden, damit die Partei ihren Rückstand wieder aufholen kann, der sich gleichermaßen in niedrigen Umfragewerten und niedrigem Selbstbewusstsein ausdrückt.“ Er, Kevin, ist deshalb raus.
- Die übers Stöckchen springen
Sie üben noch, aber es geht voran. Jedenfalls lobte Sahra Wagenknecht ihre Buhlschaft, bestehend aus Kretschmer (Sachsen), Voigt (Thüringen) und Woidke (Brandburg) ausdrücklich in der FAZ:
- Eher Jahre der deutschen Spaltung!
Natürlich ist es in Leipzig mindestens so schön wie in Hannover, in Dresden womöglich schöner als in Hamburg...
- In der Ruhe liegt die Kraft
Selbst bei CNN weiß man offenbar man nicht, wer die USA derzeit führt. Angesichts der Schäden durch den Hurricane Helene brachten die Journos die Zeile: North Carolina under water, Biden at the beach. Am Ende wird vom alten Joe vielleicht ein Drink übrigbleiben, der einem die Schuhe auszieht: Der Joe at the Beach.
- Plus: Kiesewetters Liste
Gestern fand anscheinend „die lange Nacht des Impfens“ statt. Wieso sagt einem das denn keiner? Warum keine schreienden Schlagzeilen in der Impfpresse? Wahrscheinlich hat der Staatsfunk drauf hingewiesen, aber der ist uns leider aus gesundheitlichen Gründen versagt.
- Die kunterbunte Republik
Chef Olaf, der alte Queerdenker, hielt „die erste queerpolitische Rede eines Bundeskanzlers“ in der Geschichte (Queer.de). Logisch, die anderen Bundeskanzler waren nach heutiger Lesart ja auch eher irgendwie Nazi, und Willy war noch nicht so weit.





