Inzwischen gilt der Satz von Jens Spahn wohl für alle Würdenträger der CDU: „Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird.“ Spahn zieht die Konsequenzen und will sich, unter Fortführung der jährlichen Abgeordneten-Bezüge (ca. 200.000 Euro), „vorerst auf meine Arbeit für den Wahlkreis und meine Familie konzentrieren“.
Wer an der persönlichen Familienplanung und Work-Life-Balance des Jens Spahn was zu auszusetzen hat und deshalb blau wählt, gehört wohl zu denen, die unser Genosse Präsident Frank-Walter „Vulgärdemokraten“ nennt. Also Wähler, die sich frecherweise auf demokratische Mehrheiten und einen „angeblichen Volkswillen“ berufen, um Veränderungen zu bewirken. Demokratie ist nämlich, wenn Rot-Rotgrün und ein bisschen Schwarz die Wahlen gewinnen, alles andere ist Vulgärdemokratie. Danke für die Aufklärung, Genosse Präsident.
Was ist mit diesem Boris Rhein, Presidente? Der CDU-Ministerpräsident von Hessen behauptete gerade, die Migrationskrise sei „natürlich noch nicht gelöst“. Wir hätten, im Gegenteil, „selbstverständlich ein Problem, beispielsweise auch mit der Einwanderung in die Sozialsysteme.“ Auch gebe es ein Problem mit der „Kriminalität von zugewanderten Menschen“.
Klingt doch verdächtig nach Vulgärdemokrat, was meinen Sie? Wie? Die Fragen müssten offen angesprochen werden, aber wie der Rhein zurecht sagte „ohne irgendwelche furchtbaren Remigrationsphantasien“? Aber welche Phantasien helfen dann weiter?
Deutschland hat mit Jürgen Klopp nun auch einen Fußball Merz (er sieht allerdings besser aus und hat bessere Quoten; 10 Mio. Zuschauer).
Falls Sie fragen: Linnemann und Merz haben höchstpersönlich grünes Licht gegeben für die vernichtende ZDF-Doku „Inside CDU“.
Freunde der Kunst, dieser Oliver Pcocher hat doch tatsächlich einen Arsch in der Hose! Hören Sie sich das mal an! Da wird einem langsam klar, warum die Weiber auf den Olli stehen. Chapeau!