Alice Weidel hatte nicht ihren besten Tag beim Sommerinterview mit ZDF-Schmiese. Sicher, die Fragen waren gewohnt dämlich. So wollte der verhörende Quasi-Beamte Schmiese wissen, wie die AfD den Absatz deutscher Autos in China ankurbeln würde. Dabei bewirbt sich Weidel nicht um einen Vorstandsposten bei VW oder Mercedes, sondern nur ums Kanzleramt.
Die Antwort (Regulierungen weg, CO2-Besteuerung weg, Technologieoffenheit) verstand Schmiese nicht mal ansatzweise, klar, dass Weidel dann etwas ruppiger wurde, Blödheit kann tatsächlich nerven. Aber Schmiese hat den Job nicht, weil er viel weiß, sondern fest in Glaubensfragen ist. Er kommt schließlich aus Münster, und so glaubt er tatsächlich, „jedes zweite Auto in Wien“ (wo das Interview stattfand) sei ein Elektroauto. Der wahre Anteil von E-Autos liegt bei knapp 6 Prozent, also nicht ganz der Hälfte.
Auch dass inzwischen 300.000 arbeitslose Flüchtlinge eingebürgert wurden, um dem deutschen Sozialstaat dauerhaft auf der Tasche liegen zu können, mochte Schmiese nicht glauben. Bild kam dann mit einem Faktencheck zur Hilfe. Fazit: Die Zahl stimmt, aber Einzelheiten werden leider vom SPD-Arbeitsamt nicht erfasst.
Fakten stören nur, weiß der pfiffige Journalist mit Festanstellung bei den staatsnahen Medien, und so berichteten die Krawallbrüder hauptsächlich über Weidels Analyse, wir würden von verlogenen Flachzangen regiert. Und nun rätseln alle, ob Fritz, Lars & Bas Flachzangen sind, und ob es sich um eine strafwürdige Beleidigung handeln könnte. Nun ist eine Flachzange ein überaus nützliches Werkzeug, was man von Fritz, Lars und Bärbel nicht wirklich behaupten kann.
Der Tag von Quedlinburg. Genossen der Volksfront, die die Bilder von Uli Siegmunds Moped-Spritztour gesehen haben, dürfte alle Hoffnung fahrengelassen haben. Ohne Briefwahl wird das nichts mehr mit der fünf Prozent Hürde für SPD und Grüne. Vorsorglich sagt die Landeswahlleiterin – die stammt aus Niedersachsen, wo mit Wahlausschlüssen an der Abschaltung der AfD experimentiert wird – die Briefwahl sei „effektiv geschützt“, also im Sinne des Staates. Auch der neue Unionsfraktionschef Frei findet, die bestehenden Wahlregeln „hätten sich bewährt“. Vielleicht kann US-Donald ja ein paar Beobachter schicken?
Weil die AfD überall immer stärker und der Russe immer frecher wird, wurde ordentlich Geld beiseitegelegt, um unsere Geheimdienste aufzurüsten. Für den Fall, dass Sie sich beruflich verändern wollen, aber vorher genau wissen wollen, was so ein Geheimagent eigentlich macht, erklärt der BND: „Wir suchen Terroristen (m/w/d).“ Aber zunächst suchen die Geheimdienste erst einmal Sie (für „bis zu 4.849 Euro“). Übrigens: „Realschule reicht“. Mit Akademikern hat man wohl zuletzt schlechte Erfahrungen gemacht.
Nach dem Urlaub fand unser Kanzler das Land im selben großartigen Zustand vor, in dem er es verlassen hatte, was natürlich kein Zufall ist, sondern dem Umstand zu verdanken, dass Fritz auch in den Ferien täglich mehrere Stunden am Schreibtisch saß (Bild exklusiv). Von dort aus koordinierte er sicherlich auch die Löscharbeiten im Hürtgenwald, so dass ihm am Ende nur blieb, den Löschmannschaften persönlich für ihren Einsatz zu danken. Undankbare Krakeeler nutzten den Auftritt des Kanzlers, um ihren Unmut zu äußern, aber irgendwas ist ja immer. Bei der Brandursache gibt es übrigens keinen Zweifel. Mit den Worten „Das ist der Klimawandel“ bestätigte der Kanzler, was Grüne und Rote wissen, seit es Klimaaufzeichnungen gibt. Gut, es könnte auch die Monokultur im Fichtenwald sein, wie einige Forstfachleute meinen, aber da verlassen wir uns auf den Fritz. Schließlich ist er Jurist und auch sonst von allumfassendem Verstande.
Morgen vielleicht. Der potente Syrer aus Leipzig, der mit 32 selbstgemachten Kindern mehr Staatsknete kassiert als zwei neue Geheimagenten als Gehalt.
5 Kommentare zu „Flachzangen?“
„Der potente Syrer aus Leipzig, der mit 32 selbstgemachten Kindern mehr Staatsknete kassiert als zwei neue Geheimagenten als Gehalt.“ Ich gehe definitiv der falschen Arbeit nach. Offenbar gibt es Tätigkeiten, die mehr Spaß machen und einträglicher sind.
„6 Prozent sind knapp die Hälfte von „jeder zweite“ “ ist doch hoffentlich sarkastisch gemeint oder sind wir schon wieder bei den Rechenkünsten der Bärbock?
Sie sind neu hier, oder? 😉
Der Staat muss sparen. Akademiker müssen mit höherer Besoldungsstufe eingestellt werden – so einfach.
Geht bei der beliebten Wahl per Brief
nicht hin und wieder mal was schief …
… also ich stelle ich die Frage für einen Freund. Wahrscheinlich wird die Antwort „Nein“ lauten, denn die Briefwahlstimmen werden stets korrekt ausgezählt …
… Gute Nacht!
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