Waren auch Katholiken da? Das Motto des Katholikentages „Hab Mut, steh auf!“ dürfte eher konfessionsbefreite Klimajünger, Sozialisten und Gewerkschafter angelockt haben. Und natürlich Politiker nebst Presse und Sicherheitstross.
Das große Wort führten die Evangelen. Söder rief: „Ich möchte nicht in einem Land ohne Glauben leben“ (deswegen wohl die vielen Muslime in Bayern), und Frank-Walter, unser Genosse Präsident meinte, „wir brauchen so etwas wie gesellschaftliche Gegenwehr“. Gegen die AfD, da waren sich alle einig, weshalb man die Belzebuben erst gar nicht eingeladen hatte.
Unser Kanzler Fritz schoss natürlich den Vogel ab, was die internationale Breitenwirkung betrifft, allerdings aus Versehen. Denn gerade erst hatte er stolz von einem Telefonat mit Trump (auf der Rückreise von China) berichtet ( „Wir sind uns einig“), da schickte er auch schon die nächste Beleidigung Richtung USA, lustigerweise vor Jungkatholiken wie zuletzt bei einem Schulbesuch im Sauerland: „Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten, einfach weil sich dort plötzlich ein gesellschaftliches Klima entwickelt hat.“
Das muss man anerkennen: Der Fritz ist schon ein richtiger Spezialdemokrat geworden. Wie auch die Sozis immer noch glauben, sie müssten ihren Unsinn nur besser erklären, meint auch Merz inzwischen, er müsse an seiner Kommunikation etwas verbessern, „damit die Botschaft besser verstanden wird“. Herrlich.
Nehmen wir nur die berühmte Botschaft „Die Deutschen müssen mehr arbeiten“. Ja wenn seine Truppe nur mit gutem Beispiel voranginge! Die Bundesregierung ist seit 373 Tagen im Amt. Davon war man >96 Tage im Urlaub, z.B.: 58 Tage Sommerpause 24 Tage Weihnachtspause 15 Tage „sitzungsfrei“. (Netzfund)
Besonders gut gefällt uns auch das Katholikentags-Bekenntnis des Brandmauerbauers Merz, Toleranz beginne dort, wo die eigene Meinung aufhöre“.
Vergessen wir die Provinz und wenden uns der Weltpolitik zu. Alle Augen waren nach Peking gerichtet, wo der Donald seinen „guten Freund seit langer Zeit“ Xi besuchte. Don verkaufte Xi 200 Boeing Flugzeuge, vielleicht auch 750 (wer weiß das schon genau?), der (noch) Apple Chef Tim amüsierte sich prächtig, und Teslas Elon zeigte seinem kleinen Sohn die Giga-Factory und macht Selfies mit begeisterten Chinesen. Kriegsminister Hegseth war etwas unwohl in seiner Haut (die Chinesen wissen halt genau, was er im Golf erreicht hat und was nicht). Trump prahlte mit Detailwissen (China-Restaurants in den USA machen mehr Umsatz als die fünf größten Burgerketten zusammen) und absolvierte das Mammutprogramm, ohne zu stolpern.
Die mitgereisten US-Journos hatten natürlich wieder was zu meckern. Die einen bekamen schon nach zwei Minuten Wildparken wegen der lückenlosen Kameraüberwachung Tickets, andere wurden in den falschen Bus geschickt – das Leben ist kein Wunschkonzert.
Schwierige Themen wurden geschickt umschifft. Jeder der beiden alten Füchse bekam seinen Teil. Die Straße von Hormus müsse geöffnet (Trump) und die Taiwan-Frage mit äußerster Vorsicht behandelt werden (Xi).
Werden im Pistorius-Ministerium (Schießen und Ducken) SPD-Mitglieder bei der Postenvergabe bevorzugt (Bild)? Selbstverständlich! Schließlich ist jedes SPD-geführte Ministerium zugleich ein „SPD-Versorgungswerk“. Das gebietet schon die Solidarität. Außerdem reichen ein paar wenige Beschäftigte, um die Arbeit zu machen.
2 Kommentare zu „Mit freundlichen Grüßen“
Es stellt sich öfters mal die Frage:
Sind das Kirchen- oder Parteitage …
… wobei das mittlerweile für beide christliche Kirchen zutrifft. Sie sind in der gleichen politischen Blase beheimatet und tummeln sich im Mainstream.
Nur gut, dass man als Christ seinen Glauben bewahren kann, ohne dem offiziellen Kirchenkurs goutieren zu müssen …
… Gute Nacht und ein schönes Wochenende!
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By the way die vermeintlich 200 verkauften Flugzeuge wurden von China nicht kommentiert. Chinesen sind höflich.