Platzt der Wal oder die Koalition? Was beim einen der Lauf der Dinge, ist beim anderen die eigene Dummheit. Ausgerechnet die Babyboomer mit der „Rente mit 70“ zu bespaßen, ist schon mal eine suboptimale Idee. Wenn dann auch noch der Hohlsteiner Genosse Günther (CDU) öffentlich von sich gibt, die Linke (formerly known as SED) sei doch auch ein akzeptabler Koalitionspartner, dann dürften bald bundesweit Umfrage-Zahlen wie zuletzt in Sachsen herauskommen: CDU 21%; AfD 42%.
Selbst die neun Jahre Habeck, die die steuerzahlenden Bürger pro Kopf Tausende gekostet haben dürften, verklärt der Unbelehrbare Günther: „Im Rückspiegel kenne ich eigentlich in der gesamten Unionsfamilie niemanden, der unsere Strategie im letzten Bundestagswahlkampf, die Grünen in Bausch und Bogen zu verdammen, noch für richtig hält“.
Der Bart ist bereits ab, nun hat Bayerns Söder Kreide bestellt, viel Kreide. Denn er will „künftig stärker darauf achten, dass Ton und Stil der Lage unserer Demokratie angemessen sind“. Das Bild ist vielleicht etwas schief (Söders, nicht unseres). Denn beim Anblick „unserer Demokratie“ kann man nur noch laut schreien.
Staunend steht selbst die schwäbische Hausfrau vor der Finanzakrobatik der „demokratischen Parteien“. Obwohl SPD und Union von Niederlage zu Niederlage kriechen, die Mitglieder weglaufen oder -sterben, wächst das Parteivermögen. Die fetteste Gans ist die Pasteten-Partei SPD.
Der Erfurter Innenminister, Genosse Maier vom Bodensee, fürchtet um die Pfründe von morgen, denn, so „warnt“ er: Für den Fall einer Regierungsübernahme plant die AfD offenbar, zentrale Posten in Ministerien und Behörden neu zu besetzen. Ausgerechnet Maier, der seit jungen Jahren über die SPD Karriere machte, nennt das Auswechseln schwarzroter Gesinnungsbeamter einen „Staatstreich“. Genau unser Humor.
Und dann war da noch der Fußball-Moderator, der wegen der AfD-Erfolge in die Schweiz auswandern will, obwohl er längst Schweizer Staatsbürger ist. Reif, nicht für die Insel, sondern für die Schweiz.
3 Kommentare zu „Der Lauf der Dinge“
„wie zuletzt in Sachsen herauskommen: CDU 21%; AfD 42%“
Jetzt weiß ich endlich, was unser Fritz mit damals mit der Hälfte gemeint hat. Zumindest in Sachsen passt das schon mal punktgenau. Nur seine Formulierungen sind, wie man schon oft bemerken konnte, manchmal etwas unglücklich.
PS: die Zahlen kannte ich noch nicht, da waren Sie schneller…
Ich fürchte, der Wal platzt (hoffentlich, wenn viele Walfreunde daneben stehen), die Koalition aber nicht, noch nicht. Merz hat es ja neulich vorgeführt, das neue Miteinander, als er eine Schleimspur zur SPD-Fraktion gezogen hat. Daselbst hat er vor allem seine eigenen Leute ermahnt, keine roten Linien mehr zu ziehen, sprich der SPD nicht dauernd zu widersprechen.
Da durfte man noch hoffen, dass seine Fraktion das genauso widerwärtig und erbärmlich findet wie das Publikum. War aber wohl nicht so. Keiner gibt Widerworte, alle halten still, und Günther, der im Auftrag von Merkel deren Vernichtungswerk fortführt, durfte ungestraft auf die linke Abbiegespur wechseln.
Von dieser Koalition ist keine Reform mehr zu erwarten, die das Land voranbringen könnte. Sie wird zwar der AfD zur Alleinregierung in Sachsen-Anhalt verhelfen, darüber freuen kann sich allerdings nur, wer seine Schäfchen wirklich im Trockenen hat. Der Rest ist eingeladen, dem unaufhaltsamen Abstieg Deutschlands aktiv beizuwohnen.
Es ist schon erstaunlich, wer so alles auswandern will, wenn die AfD Wahlen gewinnt. Ob man so den Wohnungsmangel bekämpfen kann??
Und sonst so??
Merz schlägt in einem Brief EU-Sonderstatus für Ukraine vor – Beistandsklausel soll greifen. Die Mitgliedstaaten sollen sich politisch dazu bekennen, die Beistandsklausel nach Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages auch auf die Ukraine anzuwenden, „um eine substanzielle Sicherheitsgarantie zu schaffen“. Oje, das wäre eine Katastrophe. Zur Info: Artikel 42 Absatz 7 des Vertrags über die Europäische Union (EUV) ist die sogenannte Beistandsklausel der EU. Sie besagt, dass ein Mitgliedstaat, der Opfer einer bewaffneten Aggression auf seinem Hoheitsgebiet wird, Anspruch auf alle in der Macht der anderen Mitgliedstaaten stehenden Hilfe und Unterstützung hat. Ein wichtiger Kernpunkt der Klausel ist: Eingreifen aller Staaten: Sobald ein EU-Land angegriffen wird, sind alle anderen Mitgliedstaaten zur Hilfeleistung verpflichtet. Was wäre eine Konsequenz, da die Ukraine schon Krieg führt?? Deutschland könnte sofort den Spannungsfall ausrufen, es gäbe keine Wahlen mehr. Nebenbei wäre so das Problem AfD auch erledigt.