Ruhe, bitte!

Gerade hat Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, den jüngsten sozialistischen Anschlag der SPD auf die Ersparnisse der Arbeiter und Angestellten als „ein fatales Zeichen und einen Blankoscheck für ein ‚Weiter so‘, welches wir uns nicht mehr leisten können“ abgekanzelt, da ereilt ihn die Botschaft seines Chefs, gefälligst „alle Themen zu unterlassen, die die Wahlkämpfer beschweren könnten“.

Bis zum 22. März (Landtagswahl in Rheinland-Pfalz) sollen die Christdemokraten das Silentium beherzigen wie einst Zisterzienser, Trappisten und Kartäuser, auch wenn dort die Schweigeregeln nach dem 2. Vatikanischen Konzil 1965 gelockert wurden. Aber was bleibt an Themen, die die Wahlkämpfer nicht beschweren würden?

Die Sozialisten jedenfalls frohlocken, können sie doch, wenn sie sich sputen, demnächst „alle Einkommensarten zur Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung heranzuziehen“, sprich bereits versteuertes Einkommen erneut belasten, um ihre „polnische Wirtschaft“ (200 Jahre alter Schmähbegriff einer ineffizienten und verlotterten Politik) fortsetzen.

Die Gesundheitskassen sind leer, weil Millionen Facharbeiter, die nie facharbeiteten, von den Kassenbeiträgen der arbeitenden Arbeiter mitfinanziert werden.

Aua, aua. Zur Entlastung der Kassen sollten Beitragszahler ihre zahnärztliche Versorgung künftig selbst zahlen, findet der CDU-Wirtschaftsrat. Wohl nicht wissend, dass der Zahnersatz bei beitragszahlenden Kassenpatienten längst nur bruchteilhaft unterstützt wird.

Apropos. Wer sagte: „Die („Flüchtlinge“) sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine“?


In Baden-Württemberg, wo am 8. März gewählt wird, setzt „unsere Demokratie“ auf das bewährte Mittel des linken Straßenkampfs (8 gegen 2), um das Schlimmste (AfD-Stimmen) zu verhindern.

Immerhin lassen sich einige neue Deutsche ihren Pass inzwischen etwas kosten und zahlen bis zu 6000 Euro für einen Sprachtest. Ist doch auch eine Art Wertschätzung. Wenn auch wohl nicht so lukrativ wie die elf Identitäten eines angeblichen Syrers, der in Aachen aufgegriffen wurde.

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4 Kommentare zu „Ruhe, bitte!“

  1. Zum Maulkorb-Erlass durch Merz schreibt die Bild: „Merz stöhnte, dass ihn die vom CDU-Wirtschaftsrat angestoßene Debatte um Zahnbehandlungen auf eigene Kosten zur Entlastung der Kassen selbst in den Vereinigten Arabischen Emiraten verfolgt habe. Dort lebten ´inzwischen mehr Deutsche´ als auf Mallorca.“ Deutet Merz damit etwa an, dass es ihn tatsächlich gibt, den „Großen Austausch“? Der soll schon mal seinen Bademantel bereitlegen, wenn er von seiner Reise wieder zurück ist.

  2. „Unterlasst bis zur Landtagswahl
    bitte jeglichen Skandal …“

    … so könnte die Stimmung in den Bundesländern beschrieben werden, in denen in diesem Jahr Landtagswahlen stattfinden. Da aber auch die Geschehnisse in der Bundespolitik auf die Wahlen in den Ländern abfärben, wäre es ja fast denkbar, dass dieses Motto auch dort gilt.
    Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Auf alle Fälle lassen sich mit einer solchen Einstellung höchstwahrscheinlich keine Probleme aus der Welt schaffen, von denen es ja mehr als genug gibt …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

  3. Ja, so kann’s gehen. Da kommt der Merz wie der junge Frühling, das Land zu reformieren. Sogar der Herbst sollte der Herbst der Reformen werden. Irgendwie hat das nicht gklappt, aber noch ist nicht aller Tage Abend. Für den Rest des Jahres kann er aber leider auch nicht reformieren, denn da sind Landtagswahlen. Vielleicht aber nächstes Jahr?
    Aber, oh Schreck, da sind ja schon wieder Landtagswahlen, sogar in den großen Ländern NRW und Niedersachsen. Reformieren? Unmöglich!
    Und dann sind wir schon 1 Jahr vor der nächsten Bundestagswahl. Da ist es der Regierung traditionell untersagt, den Bürger oder auch nur den Koalitionspartner zu belästigen.
    Man sieht, der Merz kann gar nicht reformieren, obwohl er so gerne möchte. Kann man nichts machen, Es gibt also keinen Grund, nicht ständig in der Welt herumzujetten um eben diese Welt zu retten. Ja, der Merz, der ist wichtig. Sogar der böse Trump hat ihn ins Oval Office eingeladen, so wichtig ist der. Überaus wichtig! Dass die Innenpolitik derweilen von der SPD gemacht wird, die der deutschen Industrie den Todesstoß versetzt- nicht so wichtig.
    Wer sagt diesem Merz denn endlich mal, dass nur wichtig ist, wer eine gesunde ökonomische Basis hat und dass, wer ohne die nur wichtig tut, ein lächerlicher Kasper ist, den die Welt bemitleidet und eine Weile gewähren lässt, bis der dann am Katzentisch landet bei den anderen Bittstellern der dritten Welt.

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