Pappkameraden

Während NATO-Rutte mit militärischen Ehren (Luftalarm!) in Kiew empfangen wurde, machte unser Boris Pistorius den EU-Kriegskameraden in Spe (von Macron bis Kiesewetter oder Hofreiter) Mut. Er habe bereits 40.000 Fragebögen verschicken lassen „und auch schon viele davon zurückgekriegt“.

Bild nennt das Ganze bereits „Bundeswehr-Offensive“, aber bevor Kenner jetzt vom Unternehmen Zitadelle oder dem „Schlag aus der Nachhand“ träumen, bleibt unser Pistorissimus bescheiden. Er will bis Jahresende gerade mal 20.000 Diverse einziehen – so viele Soldaten sterben in der Ukraine nach Schätzungen in einer Woche. Aber unsere begeisterte Presse lässt sich dennoch nicht abhalten, die postalische Offensive als Sieg zu verbuchen und zitiert einen stolzen Verteidigungsminister: „Es läuft, es geht voran.“

Heute musste der Zeitungsleser erfahren, dass ein 26-Jähriger in Rheinland-Pfalz einen 36-jährigen Schaffner halb totschlug. Vom Opfer weiß man immerhin, dass er auf den Namen Serkan hört, der Täter bleibt anonym. Wohl um vor den Landtagswahlen kein Wasser auf die Mühlen…

Die neue Bahnchefin Palla meint völlig zu Recht, „Taten wie diese müssen uns alle wachrütteln“, aber wie soll der wachgerüttelte Bürger, ohne die Fakten zu kennen, die Partei wählen, die Gegenmaßnahmen in ihrem Wahlprogramm hat?

Das Folgende steht hier vielleicht an der falschen Stelle im Ablauf, aber mitnehmen müssen wir es trotzdem. Also: Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und Grünkohlkönig von Oldenburg hat nun, nachdem ein (extra von der Bundesregierung eingeflogener) Südsudanese eine 18-jährige Iranerin in Hamburg mit sich in den Tod riss, auch was zu dem Fall gesagt. Und zwar ließ er wissen: Wer in Deutschland Schutz erhalte, müsse sich an Recht und Gesetz halten. „Die Menschen (also wir) müssten darauf vertrauen können, dass ihre Sicherheit (also unsere) oberste Priorität hat und der Staat handlungsfähig ist“.

Leider halten sich viel zu viele, „die in Deutschland Schutz erhalten“ nicht an Recht und Gesetz, und außerdem ist höchst zweifelhaft, dass unsere Sicherheit „höchste Priorität“ hat. Von der Handlungsfähigkeit des Staates ganz zu schweigen. Aber wir vernehmen die Worte des „tief betroffenen“ Günther gern. Nun muss nur noch geklärt werden: Hat er das als Ministerpräsident gesagt? Oder als Privatmann?

Grüner Karneval

Der Frage „Was machen eigentlich die Grünen so?“ ist der AfD-Abgeordnete Hagen Kohl (Sachsen-Anhalt) nachgegangen. Hier sein (Zwischen) Bericht:

„Sie kaufen einen Salat: Auf die Einwegverpackung zahlen Sie keine Verpackungssteuer. Nehmen Sie eine Gabel dazu, dann zahlen Sie auf den Salatbehälter und auf die Gabel Verpackungssteuer. Ist die Gabel wiederum kürzer als zehn Zentimeter, dann zahlen Sie keine Verpackungssteuer auf die Gabel, aber auf den Salatbehälter.“

Man muss sie einfach gern haben.

Alle stehen in den Epstein-Akten.

Nennen Sie einen Klima-Narren von England bis USA, einen Migrationsförderer von Rang – und sie finden ihn in den Epstein-Akten. Ehemalige Staatschefs wie amtierende, buckelige Verwandtschaft in Königshäusern, Spezialdemokraten oder vermeintlich fromme Brüder – alle machten sich der Kontaktschuld mit einem Kinderhändler und Zuhälter schuldig.

Alle? Die ganze westliche Welt ist tief verstrickt in die widerlichen Verbrechen, nur ein kleines Land im Herzen Europas widerstand den Verlockungen des Bösen. Noch ist jedenfalls kein Deutscher auf den Epstein-Listen aufgetaucht. Außer Anglea Merkel. Aber das ist eine andere Geschichte.

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7 Gedanken zu „Pappkameraden“

  1. Der Epstein hat doch nicht etwa unsere Frau Merkel an den Mann gebracht? Obwohl, wenn er auch noch Drogen im Angebot hatte, ist nichts unmöglich.

  2. Pistorius will bis Jahresende 20.000 neue Soldaten finden. Was passiert eigentlich, wenn die Hälfte der Soldaten dann sagt, sie sind Mitglied der AfD?? Hintergrund: Bundeswehr entlässt AfD-Stadtrat. Das Meininger AfD-Stadtratsmitglied Christoph Heurich ist wegen Extremismus-Vorwürfen aus der Bundeswehr entlassen worden. Könnte dann spannend werden…

    Die  Epstein-Akten werden ja heftig auseinander genommen bzw. analysiert. Ich habe so ein komisches Gefühl, dass die Epstein-Akten von irgend etwas Wichtiges ablenken sollen.

  3. Kauft man sich hierzulande mal einen Salat,
    erlebt man sofort den Steuerspagat …

    … mit anderen Worten kann man sich schon beim simplen Salatkauf dazu beglückwünschen, danach „den Salat zu haben“. Und das auch noch im doppelten Sinne.
    Wer sich mit dieser Materie etwas intensiver auseinandersetzt, wird sich irgendwann die Frage stellen müssen, wieviel höchstbesoldete Steuerexperten sich wohl wie lange mit dieser Thematik, natürlich auf Steuerzahlerkosten, beschäftigt haben?
    An dieser Stelle ist dann wahrscheinlich der Punkt erreicht, sich mit etwas Sinnvollerem zu befassen …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

  4. Ich frage mich schon, was der NATO-Sekretär Rutte schon wieder in Kiew sucht. Die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ist ja immer noch nicht absehbar (Gott sei Dank). Vllt ist er auf der Suche nach Möglichkeiten, den Frieden mit Russland zu verhindern, nachdem er die Überzeugung gewonnen hat, dass Europa sich ohne Hilfe der USA nicht verteidigen kann. Deshalb sagte Rutte vor EU-Abgeordneten: Die Verteidigungsausgaben von derzeit vereinbarten fünf Prozent des BIP reichen nicht aus, tatsächlich müssten es dann zehn (!) Prozent sein. (HB-MorningBriefing vom 27.01.26)

  5. „Die Menschen (also wir) müssten darauf vertrauen können, dass ihre Sicherheit (also unsere) oberste Priorität hat und der Staat handlungsfähig ist“. Der Staat handlungsfähig? Wenn er denn wollte. Jedenfalls ist dieser Shithole-Staat handlungsunwillig! Nicht nur, was die innere Sicherheit betrifft.

  6. Die 20.000 neuen Soldaten sollte der oberste Kämpfer Deutschlan dann aber schnellstens als Wachposten bei den verschiedenen Werften oder Piers einsetzen, um die noch im Bau befindlichen (Korvetten) oder auch schon schwimmfähigen (Fregatte Hessen) Bötchen vor bösen Saboteuren zu schutzen. Wenn schon jeder Hinz und Kunz oder Rumäne und Grieche ungehindert den Fortschritt der Bauarbeiten an den Marineschiffen begutachten kann, dann doch wenigstens bei einem Marinestützpunkt Eintritt nur gegen gültige Tickets gestattet sein!

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