Das bekloppteste Deutschland, das es je gab

Wie soll Frau Dr. Merkel denn bitteschön „Unheil abwehren“, wenn jeder Laschet dazwischen quatscht!?! Und warum können Gerichte das Beherbergungsverbot in Baden-WĂŒrttemberg, Niedersachsen und Sachsen aufheben? Solche gerichtlichen Einmischungen in Staatsangelegenheiten gab’s in der Deutschen Demokratischen Republik nicht – und hatte die etwa Corona? Ebend (Manu Schwesig).

LÀngst hat sich der Irrsinn bis in die hintersten Winkel des beklopptesten Deutschlands, das es je gab, eingeschlichen. Nehmen wir nur mal die Deutsche Bahn, bei der der doppelkompetente (SozialpÀdagoge und Jurist) Ronald Pofalla, CDU, eine verdiente Abschlussverwendung gefunden hat.

Kleiner Einschub: In der Politik wird Pofalla inzwischen schmerzlich vermisst. Wer sagt denn heute noch „Rumpelstilzchen“ zu solchen Rumpelstilzchen wie dem Dr. (jetzt aber richtig) von und zu Guttenberg? Und wer fand schon vor fast zehn Jahren die im Grundgesetz garantierte Entscheidungsfreiheit von Abgeordneten „einen Scheiß“?

Jetzt macht der Ronald jedenfalls irgendwas Sinnvolles bei der Bahn, aber er kann nicht ĂŒberall sein, deshalb konnte folgender Skandal ĂŒberhaupt passieren:

Weißer Kreis in rotem Viereck, in Schwarz der Text „33% gĂŒnstiger als eine DB Monatskarte.“ Hallo? Keiner Zuhause?

Gut, dass es aufmerksame Zeitgenossen mit Twitter-SchnĂŒffeldiplom gibt, denen fiel sofort auf: Das ist doch eindeutig eine Anspielung auf die Fahnen der NSDAP. Und dann die 33! Wie? Verstehen Sie nicht? Wer kam denn 1933 an die Macht? Na also! Zum GlĂŒck stand nicht „88“ drin (obwohl das den Rabattfreunden durchaus lieber gewesen wĂ€re).

Wenigstens war die Bahn erschrocken und sofort einsichtig: „Ganz klar: Hier ist uns ein Fehler passiert. Dass der Online-Banner so erstellt wurde, hĂ€tte nicht passieren dĂŒrfen. Die Ausspielung wurde unverzĂŒglich gestoppt. Wir bedauern den Vorfall sehr und bitten um Entschuldigung.“ Na gut, fĂŒr dieses eine Mal noch!

Bevor Sie jetzt gleich Ihre Fahne von den Jungsozialisten in der SPD verbrennen, mit schwarzer Schrift in weißem Kreis und rotem Rand, warten Sie erst mal ab.

Hier liegt noch kein Empörungssturm vor.

 

Ein besorgter Text- und BilderstĂŒrmer verlangte von Twitter auch eine ÜberprĂŒfung unserer kleinen Tageszusammenstellung.

„Wegen des folgenden Inhalts haben wir eine Beschwerde zu deinem Account erhalten, @StephanPaetow. Tweet-Text: Ali Babas Machete und Thors Hammer – SPAET-Nachrichten. Wir haben den gemeldeten Inhalt untersucht und konnten keinen Verstoß gegen die Twitter Regeln oder deutsche Gesetze feststellen. Wir sind deswegen dazu nicht aktiv geworden. Mit freundlichen GrĂŒĂŸen, Twitter.“

Puuh! Schwein gehabt!
(GrundsÀtzlich empfehlen wir den Lesern tÀglich direkt und ohne SM-(Social Media)-Umwege zu uns zu kommen.)

 

Denuntio Ergo Sum

Nur gut, dass wir nicht im Staatsdienst tĂ€tig sind, und Gottbewahre nicht bei der Berliner Polizei! Was man da alles melden mĂŒsste, dagegen ist „Berlin Babylon“ ja ein Kindergeburtstag. Aber auch ohne uns wird ordentlich aufgerĂ€umt in Berlin. So twittert die Polizei:

„Eine Dienstkraft hat zur Anzeige gebracht, dass in einer Chatgruppe, der 26 StudienanfĂ€ngerinnen und StudienanfĂ€nger der Polizei Berlin angehören, menschenverachtende Nachrichten veröffentlicht wurden. Wir bedanken uns fĂŒr dieses Vertrauen und werden es nicht enttĂ€uschen.“

HĂ€tten wir nicht Corona, gĂ€be es bestimmt eine Feierstunde fĂŒr die „Dienstkraft“ und PolizeiprĂ€sidentin Dr. Barbara Slowik könnte ihre Laudatio persönlich zum Vortrag bringen statt nur schriftlich: „Ich bin sehr dankbar fĂŒr den Hinweis aus den eigenen Reihen. Solche Hinweise aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen sind fĂŒr mich von großer Bedeutung. 
 Sie stellen unter Beweis, dass der Eid, den wir leisten, nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.“

 

Jedenfalls von grĂ¶ĂŸerer Bedeutung als die vielen kleinen VorfĂ€lle, die aber wohl mit den Eiden, die Babs so leistet, sowieso nichts zu tun haben, ist dieser:

Die Kasachin Tatjana G. wollte als Event-Managerin eine Veranstaltung der AfD in ihrer Event-Location in Berlin abhalten. Tatjana zur BZ: „Was sollte es schon fĂŒr Probleme geben? Wir leben hier in Deutschland und das ist eine zugelassene Partei mit vielen WĂ€hlern.“

Richtig lag Tatjana mit der Feststellung „Wir leben hier in Deutschland“, aber das war es dann auch. In Steno: Antifa stĂŒrmte ihren kleinen Laden, Vermummte schlugen alles kurz und klein. Der Staatsschutz ermittelt.
(Der letzte Satz klingt verdÀchtig nach Babsi-Lippenbekenntnis)

 

Völlig von der Rolle ist ein armer Kerl namens Helge Lindh, den wir nur erwĂ€hnen, weil er immerhin einer der 700 ist, die maskiert im Bundestagsrestaurant essen dĂŒrfen.

Der SPD-Abgeordnete Helge Lindh schrieb: „Wenn irgendwann eine Schrotflinte meinen Hals lĂŒftet, wenn mein Gehirn an irgendwelchen WĂ€nden klebt, wenn mein Herz herausgerissen wird, dann sind Sie politisch dafĂŒr mitverantwortlich. Meine sehr persönliche Antwort im #Bundestag auf die stĂ€ndige Politik des Hasses der #AfD.“

Da mussten wir spontan an Mitschriften aus Reden im Reichstag (VorgĂ€ngerversammlung der 700) denken. In einer geißelte der damalige SPD-Vorsitzende Dr. Kurt Schumacher das „Niveau moralischer und intellektueller Verlumpung und Verlausung“. (G.TB. Bd 2/S.623) Ob er damit heute wohl solche Äußerungen wie die von Lindh gemeint hĂ€tte?

 

Ach, Melchior hieß der Knabe, wegen dem die Ulmer Evangelen die Weihnachtskrippe weggeworfen haben (Dank an kath. Bischofskonferenz fĂŒr die AufklĂ€rung). Trotzdem mĂŒssen wir auch die Katholen tadeln. StĂ€ndig lesen wir von „dubiosen Finanzströmen“ und notgeilen pĂ€dophilen Priestern. Vielleicht sollte Tango-Franz erst mal vor der eigenen HaustĂŒre kehren, bevor er wieder aufs Klima- und Migrationsgaspedal steigt


 


 und morgen vielleicht etwas zum Flugtaxi und der Sonderbeautftragten Dorothee BĂ€r


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17 Gedanken zu „Das bekloppteste Deutschland, das es je gab“

  1. Ach, die Merkel hat auch schon vier mal einen besonderen Eid geschworen. Ich glaube aber, dass sie noch immer an einen ihrer ersten Eide, in der damaligen DDR, festhĂ€lt. Wie sonst wĂ€re ihr Verhalten und ihre VerstĂ¶ĂŸe gegen das Grundgesetz, EU-Richtlinien und EU-Gesetze sowie gegen demokratisch abgehaltene Wahlen zu deuten???

  2. Auf das BĂŒro von Helge ist doch seinerzeit ein Anschlag verĂŒbt worden.Sofort wurden natĂŒrlich rechtsradikale Afd AnhĂ€nger vermutet.Er sagte,wie erbĂ€rmlich und Schande fĂŒr die Demokratie. Aber da wußte er noch nicht,daß es seine linken Freunde von den Antifanten waren.Also sollte mal eine Schrotflinte ihren Dienst tun,dann ahnen wir auch ,wer geschossen haben könnte.

  3. Mich interessiert es immer unheimlich, warum die Menschen ihre Mitmenschen, Nachbar anzeigen. Warum in den Zeilen von Stalin 4 Mio Menschen die Anzeigen gemacht haben.
    Und ich denke die plausibelste ErklÀrung ist die, die ich gefunden habe..
    Mit einem Hinweis, mit einem Fingerzeig konnte ein Mensch so viel bewirken. Eine Anzeige, und schon wurde der Mensch am nĂ€chsten Tag abgeholt. Man wird gelobt. Und fĂŒr diese Belohnung verliert man gerne sein Gesicht.
    Das ist erschreckend, aber das fördert diese Regierung.

  4. Das bei den Ulmer Evangelen kam bestimmt von ziemlich ganz oben. Also nicht der Alte weißhaarige, damit haben die von den GrĂŒnangelischen eh nix mehr am Hut, sondern von von Bettfurz-Strumpf. Jetzt hĂŒpft alle mal schön Euren Klimanamen oder macht sowas sinnvolles wie Vulva malen. Wohlan


    1. Ich glaube
das lustige Vulva malen war aber am Weltkirchentag der Katholiken:-)
      Machts nicht besser. Aber man muss schon beiden Konfessionen hier zugestehen nicht mehr
      ganz dicht zu sein.

      1. Ne, ne, das war schon auf dem evangelische Kirchentag in Dortmund. Dort wurden ĂŒbrigens die AfD-Politiker ausgeschlossen. Soviel zu der Toleranz der Kirche. Als ob AfD-Politiker keine Christen wĂ€ren.

  5. Dieses Land dreht kollektiv durch. Jeden Tag Realsatire und man weiß nicht mehr, ob man noch lachen oder schon weinen soll. Übrigens, die CDU mit ihrer konservativen politischen Ausrichtung bis um die Jahrtausendwende könnte heute vermutlich ohne Partner allein im Bund regieren. So sehr sehnen sich viele Menschen nach alter NormalitĂ€t. Da hĂ€tten GrĂŒne, Sozen und die alten und neuen SEDler keine Chance. Naja aber dann kam das Merkel 


  6. Also komm schon Helge, ein bisschen Realismus sollte schon nocht vorhanden sein.
    „[
] wenn mein Gehirn an irgendwelchen WĂ€nden klebt[
]“

    Satire an.
    Da is nix was kleben kann. Stroh fÀngt Feuer.
    Satire aus.

    Satire deutlich gekennzeichnet, damit nicht noch irgendeine Dame beim naschen von Lindh-Schoki
    sagt beim Paetow hat einer kommentiert und der Paetow der schreibt ja auch bei Tichy und so


  7. Lieber Herr Paetow, Ihnen ist hoffentlich schon bewusst, dass der Titel „DAS BEKLOPPTESTE DEUTSCHLAND, DAS ES JE GAB“ nur eine derzeitige Momentaufnahme ist. Der Trend auf der nach oben offenen „Beklopptheitsskala“ (analog zu der Richterskala fĂŒr Erdbeben) geht eindeutig nach oben. Und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht.

  8. @ »Solche gerichtlichen Einmischungen in Staatsangelegenheiten gab’s in der Deutschen Demokratischen Republik nicht – und hatte die etwa Corona?«

    Ich sage auch immer, im Deutschen Reich gab’s keine Klima-Katastrophe. Das musste natĂŒrlich unter der Fridays-for-future-Generation passieren.

  9. Hab jetzt mal wieder in diese Talkshows reingeschaut. Mir fĂ€llt auf dass Kanzleramtsmensch Braun extremst fe
 Ă€h korpulent ist. Aber extremst! Damit gehört er ja dramatisch zur Zielgruppe des Virus. Vermutlich hat er sich mit der AnfĂŒhrerin verbunkert und kĂ€mpft um sein Leben. Das lĂ€sst die vielen irrationalen (fĂŒr die Wirtschaft) mörderischen Massnahmen in anderem Licht erscheinen.
    (ZusĂ€tzlich lĂŒgt er eiskalt, ohne Regung, hinter maskenhaftem geschminktem Gesicht).
    Just my 5 cents.

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