Nützliche Idioten oder Überzeugungstäter?

Staatsknete, Corona, Nazis, Klima

Gestern erst konnten wir melden, dass die Bundesregierung 220 Millionen und bestimmt noch ein wenig mehr für die systemrelevanten Medien bereit stellt, und schon zeigt der Focus, wofür es die Kohle gibt.

„Bundesregierung plant massive Steuersenkungen ab 2021“ jubeln die Journos im Focus, und auch wenn wir großzügig darüber hinweg sehen wollen, dass die Regierung erst mal nur „plant“, so lohnt doch der Blick darauf, was für die Journos „massive Steuersenkungen“ sind – wir sind bei dem Terminus schließlich ein wenig verwöhnt von den Steuersenkungen bei Donald Trump.

Also: Der Grundfreibetrag steigt von 9.408 € auf 9.696 € – Wahnsinn, oder?

Dann: Der Spitzensteuersatz in Höhe von 42 Prozent (zuzüglich Soli) werde 2021 erst ab 57.919 € greifen, statt wie bisher bei einem zu versteuernden Einkommen von 57.052 €. Nochmal Wahnsinn!

Und das allerbeste: 15 € mehr Kindergeld! (Was man davon alles kaufen kann!)

Wenn unsere Regierung nur endlich europaweit genau so großzügig unser Steuergeld verteilen würde, dann klappt das auch mit der EU!

(P.S.: Wer Zeit und Lust hat, vergleiche die Freibeträge und die Summen, ab denen die Höchstbesteuerung greift, in den anderen EU-Ländern...)

Nimm du sie aus, ich halt sie dumm

Neben der Lobpreisung unserer politischen Verantwortungsgemeinschaft und der multistrukturellen Gesellschaft gehört das Panikschüren zu den vornehmsten Aufgaben der Systemrelevanten, mit den Schwerpunkten Corona, Nazis, Klima. Und auch da muss sich die Presse heute keinen Vorwurf machen lassen.

Die Welt berichtet von der „Virus-Variante D614G“, die „aufgrund einer einzigen aber entscheidenden Änderung bei einem Protein mehr Zellen infiziert“ – also noch schlimmer ist als die Spahnsche Grippe! Zwar wurde das nur „unter Laborbedingungen“ nachgewiesen, aber das reicht schon, dass viele rufen werden: Söder hilf!

Viele, viele Nazis gibt’s beim Front-Spiegel:

„Neo-Nazi-Gruppe soll Anschlag auf Moschee geplant haben“. Die „Freien Kräfte Prignitz“ „sollen“ mehrere Anschläge „geplant“ haben. Sieben Tatverdächtige „planten“ einen Brandanschlag mit einem Molotowcocktail auf eine Moschee im brandenburgischen Wittenberge an der Elbe.

Bei Durchsuchungen in insgesamt sechs Objekten seien, so lässt der Spiegel seine Leser erschauern, unter anderem scharfe Munition und Schreckschussmunition (die kaum in Molotowcocktails verwendet werden) sowie Hieb- und Stichwaffen (kommen in jedem besseren nicht nur syrischen Haushalt vor) gefunden worden. Na gut, aber das reicht nicht für eine Vorverurteilung. Anders als das: „Zudem seien verschiedene Nazidevotionalien sowie Propagandamaterial sichergestellt worden.“

+++ Beim Anschlag von Limburg im letzten Oktober – nicht geplant, aber durchgeführt – berichtete die Journaille noch vorsichtiger. „Terror oder ein schlimmer LKW-Unfall“ hieß es damals. Und selbst jetzt noch schreibt der Zerr-Spiegel von einer „mutmaßlichen LKW-Attacke“. Der LKW ist übrigens nicht von allein gefahren. Am Steuer saß ein Syrer, der 2015 ins Land kam. Der steht nun vor Gericht, nicht der LKW.

+++ Fast wäre es den Spiegel-Journos gar nicht aufgefallen: Die finnische Luftwaffe (Finnland, da wo die fünf Mädels regieren) hat nach mehr als hundert Jahren stillschweigend die letzten Hakenkreuzsymbole von ihren Flugzeugen und Uniformen entfernt. Da hätte der Spiegel wirklich viel früher eingreifen müssen.

Achtung! Wir unterbrechen unser Programm für eine wichtige Mitteilung!

Die Bundespolizei twittert von einer „Bedrohungslage“ im ICE von Berlin nach Hamburg. Aber keine Sorge, die hat eine Spezialeinheit bereits unter Kontrolle gebracht. „Ein Mann konnte überwältigt werden.“ Wie jetzt: Einmann? Antifa? Migrantifa?
Nun heißt es, ein „verwirrter Franzose“ soll’s gewesen sein. Das beantwortet unsere obige Frage leider auch nicht.

Weiter geht’s. Wir hatten Corona, Nazis, fehlt noch das Klima.

Sie haben es fast geschafft, die Grünen, Roten und die anderen Agitatoren: Die deutsche Automobilindustrie geht in die Knie. Die Verbandspräsidentin wies darauf hin, dass „die Bedingungen für die Autobauer noch schlechter werden, indem die EU beispielsweise noch strengere CO2-Ziele für den Verkehr beschließt“. Soll heißen: Kommen weitere Belastungen, wird auch Kurzarbeit nicht mehr helfen.

Kein Problem, den Rest schaffen die auch noch, dann stehen die Bänder in Deutschland endgültig still. Dem Klima wäre das übrigens völlig wurscht, das wissen natürlich auch die Hetzer im Hintergrund, aber die dummen Klimakinder wissen’s nicht, und die sollen ja im nächsten Jahr schon wählen dürfen...

 

6 comments

  1. Schneider 3 Juli, 2020 at 20:00 Antworten

    Ist doch klar,dass hier die Steuergeschenke bescheiden ausfallen,denn unsere “staatstragenden Kräfte” kennen ja das Prinzip der Verhältnismässigkeit:Grosser “Schotter”wird dorthin verteilt,wo der Lebensstandard noch relativ hoch,aber die Töpfe leer sind.
    Den kleinen Anteil gibt´s für die hier nicht so verwöhnten als Propagandamassnahme,damit zumindest der Journalismus mit “Haltung” was zu jubeln hat.Das ist das zukünftige Verteilprinzip der EU-Politik:Wer sein Erpressungspotenzial geschickt nutzt,bekommt auch mehr,der Rest guckt dann in die Röhre….

  2. Tobi K. 3 Juli, 2020 at 22:17 Antworten

    Wer den ganzen Monat arbeitet, Geld verdient und Steuern zahlt, kann für gewöhnlich mit Zahlen umgehen und die “großzügigen Steuergeschenke” gut einschätzen. Der weiß auch, dass ein möglicher Gewinn umgehend durch andere, höhere Steuern oder Abgaben wieder aufgefressen wird. Wirkliche Geschenke bekommen grundsätzlich nur andere. Leistungslos versteht sich. Aber ich zahle doch gern hohe Steuern für Anti und Fant und Ali und Aishe, damit die sich im schönsten Deutschland aller Zeiten von früh bis abends einen Lenz in den Parks und Shoppingmeilen machen können.

  3. Fredl Knechtl 4 Juli, 2020 at 12:50 Antworten

    Tolle “Steuergeschenke” im Wahljahr 2021. Die Welt-Propaganda läuft offenbar schon (wie) geschmiert. In Wirklichkeit sind das nur turnusgemäß verabreichte Peanuts, aber immerhin besser als nix.
    Ich wäre schon froh, wenn mir das Finanzamt in diesem(!) Jahr die zu viel gezahlten Steuern möglichst schnell zurückzahlen würde. Aber “wegen Corona” wird es vermutlich sogar noch länger dauern, als es ohnehin schon dauert. Also viel zu lange.
    Wie wäre es, wenn man gerade in diesem “Corona-Jahr” bei den schon länger hier lebenden Steuerzahlern, die seit 30 oder 40 Jahren regelmäßig ihre Steuern brav entrichten, mal nicht so superakribisch hinschaut, sondern die zu viel gezahlte Kohle mal ausnahmsweise ganz zügig an den Steuerzahler überweist. Wäre doch auch gut für die Wirtschaft oder? Es kann doch nicht so schwierig sein, dem gebeutelten Steuerzahler in dieser “aktuellen Situation” mal ein bisschen entgegenzukommen oder? Aber auf diese Idee ist vermutlich noch niemand gekommen.

    • Fredl Knechtl 4 Juli, 2020 at 19:00 Antworten

      Zwei Ergänzungen noch: Statt “Welt-Propaganda” müsste es natürlich “Focus-Propaganda” heißen. Aber ich denke mal, dass Focus und Welt propagandamäßig nicht allzu weit auseinanderliegen. 🙂
      Im übrigen habe ich natürlich von meiner Steuererklärung für 2019 geredet. Meine (Verschwörungs-)Theorie ist ja die, dass die vom Finanzamt gar nicht schneller werden wollen, um nicht offen zu legen, dass sie (viel) schneller sein könnten (wg. Digitalisierung). Seitdem ich meine Steuererklärung mit einem Steuerprogramm fabriziere, bin ich jedenfalls mindestens fünfmal schneller fertig als noch zu analogen Zeiten (dauert nur noch wenige Minuten). Nur mein Finanzamt ist leider keinen Deut schneller geworden in all den Jahren. Die Bearbeitung dauert immer noch mindestens zwei bis drei Monate und in diesem Jahr vielleicht sogar noch länger wegen… na klar… Corona natürlich… tätätätä!

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