Tütü Tata
Die Berliner Polizei ist da

Plus: Frank-Walter als Diskriminierer & Fleißige Abgeordnete

Nach dem letzten Streich auf dem Weg zur autonomen Zone Berlin (Landesantidiskriminierungsgesetz) sollten Polizisten im deutschen Hauptslum folgerichtig nur noch im Tütü und mit Wattebäuschchen bewaffnet auf Streife gehen, um den üblichen Verdächtigen die letzte Angst vor Polizeigewalt zu nehmen.

Wenn ein Polizist in Berlin einen schwarzen Dealer im Görlitzer Park überprüft oder gar festnimmt, und der sich dadurch rassistisch diskriminiert fühlt, kann er auf Schadenersatz klagen. Er muss den Verstoß gegen Berlins neues Landesantidiskriminierungsgesetz (grüne Erfindung) vor einem rot-grünen Gericht nur als „überwiegend wahrscheinlich“ glaubhaft machen.

Diese Glaubhaftmachung dürfte bei der bekannten deutschen Erbschuld (Nazismus, Rassismsus, Fleiß und Sparsamkeit – kurz: alle Übel der Welt), selbst für Sprachunkundige kein Problem darstellen. Außerdem hilft gern ein rot-grüner Anwalt.

Diskriminiert fühlen dürfen sich bei Polizeiaktionen in Berlin natürlich auch Hooligans von Fußballvereinen (außer aus Sachsen), Antifanten, Angehörige von Familienclans, Bettler-Arbeitsgemeinschaften und Verkehrsteilnehmer aller 42 (letzter Stand nach Douglas Adams‘ Supercomputer) Geschlechter – ausgenommen natürlich weiße Heterosexuelle.

Als nächstes sollte angedacht werden, Polizisten in Berlin nur noch im Tütü und mit Wattebäuschchen bewaffnet auf Streife gehen zu lassen, um den üblichen Verdächtigen die Angst vor Polizeigewalt zu nehmen.

Mit dem Berliner Gesetz sind grundsätzlich auch die Innenminister der CDU-geführten Bundesländer voll einverstanden („Super! Klasse!“ „Hätten wir selbst drauf kommen müssen!“). Nur zwei kleine Punkte stießen kurz bitter auf: Hooligans und Antifa sollten vielleicht ausgenommen werden, weil die immer anfangen zu prügeln, und wenn nun die Bundesländer Schadenersatz zahlen müssen, weil sich ihre an Berlin ausgeliehenen Polizisten wehren, wäre die Schadenersatzzahlung in den Augen der Minister eine unzulässige Erhöhung des Länderfinanzausgleichs, den die jeweiligen Finanzminister wiederum den Innenministern von ihren Polizeietats abziehen.

Aber natürlich wurde eine Lösung gefunden (kein Wunder, dass der weise Salomon Deutscher war!): Der schlaue Berliner Innensenator Geisel, SPD, gibt den Länder-Kollegen schriftlich, dass das Gesetz keine Auswirkungen auf ihre Beamten hat, wenn sie ihre Polizisten dort in den Einsatz schicken. Bleibt also alles beim alten Länderfinanzausgleich.

 

Asche aufs Haupt. Viel Asche. Noch mehr Asche...

Fälschlicherweise wird immer wieder das Gerücht verbreitet, unsere Parlamentarier seien selbst-, manche gar trunksüchtige Faulpelze (Erich Kästner schrieb schon vor langer Zeit: Ihr seht sie in den Reichstag eilen/ das Wohl des Volkes befördert ihren Gang/ Und würdet Ihr sie noch einen Schritt begleiten/ dann merket Ihr: sie gehen ins Restaurant. Erich Kästner/Lob der Volksvertreter)

Von wegen.

Gerade haben unsere Parlamentarier in Arbeitskreisen nach hartem Ringen (Reichen Sie mal den Wein, Kollege...) ein neues Dokumentationszentrum zum Gedenken an „die Opfer des deutschen Vernichtungskrieges zwischen 1939 und 1945“ beschlossen. Das wusste ja keiner! Vernichtungskrieg gegen Frankreich. Jugoslawien. England. USA. Themenbegleitend zeigt das ZDF dann all seine 1248 Nazi-Enthüllungsreports noch einmal zur besten Sendezeit, beginnend mit: Adolf Hitler und der Volksempfänger (Untertitel: Warum ARD und ZDF zwar teurer aber viel besser sind); Adolf Hitler und die wahre Liebe – von Benito M. bis Eva B.; Adolf Hitler: Vegetarier, Nichtraucher und Antialkoholiker – war das der Grund für seinen Hass?

 

Anti-Rassismus lernen und üben mit Frank-Walter, Teil 3
Wer hätte gedacht, dass selbst unser Bester, der Genosse Präsident, bei diesem heiklen Thema Fehler macht wie jeder andere alte, weiße Rassist? Umso anerkennenswerter, dass er nun den Anti-Rassismus-Grundkurs ins Leben gerufen hat!

Sein eigener schwerer Tabubruch ereignete sich übrigens anlässlich der Hundertjahrfeier des Frauenwahlrechts 2019, zu der Frank-Walter auch das berühmte Satirende Hengameh Yaghoobifarah eingeladen hatte. Den Namen hat er dabei sogar fehlerfrei und handschriftlich aufs Papier geworfen – aber (wir unterstellen Fahrlässigkeit) davor tatsächlich „Frau“ geschrieben. Dabei hätte den Genossen Präsident schon bei einem Foto der Satirenden innehalten und mit eindeutigen Geschlechtszuschreibungen vorsichtiger sein müssen.

Nachvollziehbarer Weise hat Hengameh Yaghoobifarah Frank-Walters Einladung in den Müll geworfen, mit den Worten „briefe mit hässlichem adler verschicken und die adressierten missgendern“.

Also Frank-Walter, schreiben Sie hundertmal:

„Der Bundespräsident und Frau Elke Büdenbender bitten
Hengameh Yaghoobifarah ***ächz!!würg*+#`!!?
zu einer Matinée ins Schloss Bellevue“

Bis Montag!

 

 

3 comments

  1. Krufi 20 Juni, 2020 at 16:39 Antworten

    „Als nächstes sollte angedacht werden, Polizisten in Berlin nur noch im Tütü und mit Wattebäuschchen bewaffnet auf Streife gehen zu lassen, um den üblichen Verdächtigen die Angst vor Polizeigewalt zu nehmen.“ Also ich würde die Polizei mit Teddybären „bewaffnen“. Dann haben die üblichen Verdächtigen wenigstens ein Déjà-vu-Erlebnis .

    Gute Idee, Steini hundertmal

    „Der Bundespräsident und Frau Elke Büdenbender bitten
    Hengameh Yaghoobifarah ***ächz!!würg*+#`!!?
    zu einer Matinée ins Schloss Bellevue“

    schreiben zu lassen. Und sollte im Text irgendwo ein Rechtschreibfehler sein, muss er zur Übung (Strafe?) den Text zusätzlich nochmal fünfmal schreiben. Damit ist er beschäftigt und schreibt keine Glückwunschtelegramme z.B. in den Iran.

    Dann bis Montag, ähm bis morgen zur Blackbox!

  2. ETIAM SI OMNES, EGO NON 20 Juni, 2020 at 23:36 Antworten

    So leid mir die Berliner Polizei auch tut, muss ich doch daran erinnern, dass sie weniger für hartes Durchgreifen bekannt ist, sondern eher dafür, dass sich ihre Hundertschaft beim letzten G20 in Hamburg am Zaun der Polizeischule promiskuitiv vergnügt haben soll.

    Der hitlerische “Vernichtungskrieg” (war der nicht irgendwie auch industriell?) heißt heute euphemistisch Eingreifen, Niederschlagen, Vergelten, Militär(re)aktion, im äußersten Fall Militärschlag. Danach folgt die Besatzung, respektive die Beruhigung, Befriedung, die beliebten Friedensmissionen. Gegen Frankreich und England konnte ein Vernichtungskrieg beim besten Willen nicht geführt werden: England zog es vor, unter Zurücklassung eines Großteils seines Kriegsmaterials frühzeitig rüberzumachen und die Franzosen verschwanden nach einer Rotfrontregierungsdekade und ohne kampfeslustige Verbündete demoralisiert so schnell in den Büschen, dass der deutsche Verfolgungskrieg gar nicht so schnell folgen konnte. Als besondere Geste des deutschen Vernichtungswillens erhielt Frankreich einen Waffenstillstand statt einer Bedingungslosen Kapitulation, eine unbesetzte Hälfte seines Gebiets, eine eigene Regierung und die Beibehaltung seiner Kolonialarmee. Wie sah das bei uns 1945 aus?

    Und im Fall von Serbien, wo Deutschland Italien zur Seite sprang und eine englische Invasion verhindern musste, sollte sich Deutschland an seine Teilnahme am völkerrechtswidrigen Kosovo-Krieg erinnern. Si tacuisses philosophus mansisses.

    Nachdem die Namen der beiden jüngsten amerikanischen und des Bremer Opfers von rassistischer Polizeigewalt gegen kriminelle Angreifer die Antifakatze nicht mehr zur Demo hinter dem Ofen hervorlocken kann, bietet sich eine neue Diskurs- und Debattensau an: der Bundesadler als nationales Symbol, die “fette Henne”, ist einem von allerhöchster Stelle missgegenderten Satyr (d) als hässlicher Adler suspekt. Da müsste doch der Appell des Herrn BP wirken, uns an unsere Pflicht zu erinnern, uns ständig an unsere Erbschuld zu erinnern. Also, Saskia, auf zur Attacke und Herr Genosse BP zur amtspflichtgemäßen, aber sicher wenig energischen Verteidigung des Traditionsvogels, der m.W. ständig misstrauisch nach links schaut.

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