Die Rückkehr der drei Fragezeichen

… und was sonst geschah

Als der Corona-Rummel losging, meldete sich Friedrich Merz – positiv getestet und damit entschuldigt – in die Quarantäne ab, und auch Norbert Röttgen verschwand von der TV-Bildfläche. Armin Laschet wurde vom mächtigen Tschingderassabumm aus München verschreckt und hatte mehr mit Söder als mit Corona zu kämpfen, aber nun rüstet er zum Gegenschlag. Sein treuer Knappe: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck.

Fernab von den Medienzentralen, im versteckten Osnabrück, zündete Streeck die Bombe: Deutschland sei „zu schnell in den Lockdown gegangen“, weil neben der Sorge um die Kapazität der Krankenhäuser „ein gewisser Druck in der Öffentlichkeit“ bestand, sagte Streeck der Neuen Osnabrücker Zeitung. Und weiter:

„Ich glaube auch weiterhin nicht, dass wir am Ende des Jahres in Deutschland mehr Todesfälle als in anderen Jahren gehabt haben werden.“

Sodann spricht er deutlicher in seines Landesvaters Laschets Sinne: „Nur warnen und mahnen kann man ja sehr leicht. Im Zweifel ist man als Mahner gesellschaftlich besser aufgehoben.“ Capice, Söder? Noch nicht? Dann das vielleicht:

„Am Anfang der Pandemie wurde ja dezidiert gewarnt vor Masken. Die Gründe dafür gelten immer noch, auch wenn sie merkwürdigerweise keine Rolle mehr zu spielen scheinen.“

Das Streeck-Interview zeigt: Laschet ist zurück im Ring. Und je deutlicher die Schäden des Lockdown zu Tage treten, kann er Söder, der sich schon als Merkels Kanzlernachfolger sieht, in die Mithaftung übernehmen und erledigen. Söder hat in seiner Hybris so manchen Bogen überspannt, was ihm bei den Panikern nur vorübergehend Pluspunkte brachte.

Es sind auch kleine Dusseligkeiten, wie die folgende, die zeigen, dass die Maskenhysterie ein politisches Spiel war, mehr nicht: „Im bayerischen Landtag gilt ab Montag nach den Pfingstferien für alle Abgeordneten in den Gebäuden, auf allen Gemeinschaftsflächen und in den Sitzungssälen eine dringende Empfehlung zum Tragen von Masken. Für alle übrigen Personen im Gebäude gilt in diesen Bereichen eine Maskenpflicht.“ Corona unterscheidet in Bayern also zwischen Abgeordneten und Nicht-Abgeordneten: Quod licet Iovi, non licet bovi.

Nach Söders Idee, mit Aufrufen und Urlaubsgutscheinen die reiselustigen Deutschen ins Bayernland zu locken, klagen nun überall Kommunalpolitiker über chaotische, teils unzumutbare Zustände. Sogar einen neuen bayerischen Begriff gibt es schon: „Overtourism“ – denn in den Unterkünften müssen die Kapazitäten in diesem Sommer wegen der Abstands- und Hygienevorschriften erheblich verringert werden. Und das bei einer gestiegenen Nachfrage.

Während sich Krisenmanager Söder zunehmend verheddert, schießt sich der genesene Friedrich Merz auf die unvorstellbar hohen Corona-„Wiederaufbau“-Maßnahmen ein, was ihn spätestens im Herbst zurück ins Geschäft bringt – wenn der Flüchter Merz nicht vorher hinschmeißt. Und Norbert Röttgen hat am Sonntag sogar wieder in einer Talkshow Platz genommen. Wenn er auch keinen einzigen vernünftigen Satz hervorbrachte: Er ist gekommen, um zu bleiben. The show goes on.

 

Die Grablegung des George Floyd

Golden glänzt der Sarg, Kapellen spielen, Prediger predigen und der Präsidentschaftskandidat der Demokraten Joe Biden nutzt die Gelegenheit, per Videobotschaft um farbige Wähler zu buhlen. Halleluja! Die Grablegung des George Floyd aus Minneapolis kommt einem Staatsbegräbnis gleich.

Erst mit seinem Tod gelang Floyd der Sprung vom „Criminal to Hero in a Moment“, wie die attraktive US-Aktivistin Candace Owens die postume Transformation Floyds bezeichnete. „He was not an amazing person“, „not the best the black community has to offer“. Oder wie es der CDU-Vorsitzende im Kreis Esslingen, Thaddäus Kunzmann, auf deutsch ausdrückte, „Zur Wahrheit gehört auch, dass Floyd ein Gewaltverbrecher mit beträchtlichem Vorstrafenregister war. Niemand von uns wollte ihm in der Nacht begegnen“.

In der CDU sind sie nun „nicht begeistert“ von Kunzmanns Äußerungen, ein paar Saschas und Michaels anderer Parteien fordern bereits die Entfernung des frechen Kerls, und Kunzmann wird wohl nie wieder mit den Wölfen heulen dürfen.

 

Minneapolis & Chicago

Wenn jetzt jemand 911 wählt (unsere 110), nimmt dann noch jemand ab? Auf diese Frage kam sogar CNN, nachdem der Stadtrat die Abschaffung der städtischen Polizei beschlossen hat. Lisa Bender, weiße demokratische Stadtratsvorsitzende:

„Wenn etwas passiert, muss man irgendwo anrufen können. Alle müssen sich in unserer Gemeinde sicher fühlen.“ Also was nun? Geht jemand ran? Kommt jemand zur Hilfe?

In einer anderen Demokraten-Hochburg, hier wurde sogar Obama, was er ist, will man sich solchen Leichtsinn nicht leisten. Die schwarze demokratische Bürgermeisterin Lori Lightfoot, Chicago: „Die Leute wollen mehr Schutz durch die Polizei, nicht weniger.“

 

Lauf, Forrest...

Adidas will Sportaktivitäten in mehrheitlich von Afroamerikanern bewohnten Gegenden fördern oder Stipendien für schwarze Studenten finanzieren? Moment: Schwarze werden beim Basketball gefördert? Ist das nicht wieder Rassismus? Laufen kann er, aber sonst...

 

O Manno! Der Spiegel wickelt seinen kleinen bento (ab). Stattdessen soll ein neues Angebot gebracht werden, das sich ebenfalls „vornehmlich an Leser unter 30 Jahren richtet“. Unter 30? Wir dachten immer, bento sei der Kinder-Spiegel.

 

10 comments

  1. Tobi K. 10 Juni, 2020 at 21:22 Antworten

    Da wird ein Schwerkrimineller posthum zum Helden gemacht und bekommt ein “goldenes Begräbnis”. Und wer hats bezahlt? Bestimmt der George aus der Portokasse, schließlich ist es ein offenes Geheimnis, dass der Soros einer der Finanziers der weltweit linken BLM-Aktionen ist. Übrigens sind sehr viele Schwarze in den Staaten mächtig sauer auf die Antifa. Die Linksdeppen haben nämlich in den schwarzen Stadtteilen die Supermärkte, Apotheken und deren Läden geplündert und abgefackelt. Jetzt haben die nichts mehr, wo sie einkaufen sollen und bekommen keine Medikamente mehr. Millionen Schwarze haben damals schon Trump gewählt und werden es jetzt erst recht wieder tun. Diese konzertierten Links-Aktionen waren ein Schuss in den Ofen.

  2. Roland Müller 10 Juni, 2020 at 21:42 Antworten

    Wie bei den”Staatsbegräbnissen” für Lucky Luciano und Vittorio Casamonica. Nur ohne Helikopter mit roten Rosen. Den Wahnsinn in seinem Lauf, hält kein schwarz-rot-grüner Esel auf.

  3. Krufi 10 Juni, 2020 at 21:46 Antworten

    Je mehr ich zu dem Thema Corona lese, desto mehr Respekt habe ich vor dem Virus. In Bayern kann das Virus im Landtag zwischen normalen MdL’s (bitte nicht befallen) und anderem Personal oder Besuchern im Landtag (keine Maske, dann Feuer frei) unterscheiden. Bleibt die Frage: Müssen andere MdL’s aus anderen Bundesländern auch eine Maske tragen? Bitte klären!

    Allein schon bei Umsetzung oder Aufhebung von Maßnahmen gegen das Virus in den verschiedenen Bundesländern musste man annehmen, dass das Virus weiß, in welchem Bundesland es ist und wie es sich zu verhalten hat. Ich wünschte, mancher Zeitgenosse der „Rasse“ Mensch hätte so eine Intelligenz wie das Virus.

    „Wenn jetzt jemand 911 wählt (unsere 110), nimmt dann noch jemand ab?“ Bitte dranbleiben und von den Erfahrungen weiter berichten. Vielleicht kann man da ja was lernen, weil es bei uns auch schon Stimmen gibt, die Polizei abzuschaffen.

    „Der Spiegel wickelt seinen kleinen bento (ab). Ja, o Manno. Wieso wickelt der Spiegel sich nicht selbst komplett ab? Das wäre ein Segen in Richtung Nachhaltigkeit bzgl. Papierverbrauch. Wie viele Bäume könnten dadurch gerettet werden, wenn die Printauflage wegfiele?? Wo sind die GRÜNEN und die FfF-Klimahysteriker???

  4. Montgomery Schrepp 10 Juni, 2020 at 22:25 Antworten

    „vornehmlich an Leser unter 30 Jahren…”

    Sind wir denn nicht schon soweit das diese Aussage ein Oximoron ist? Ich meine: Unter dreißig sein UND lesen? Lesen, nicht zu verwechseln mit dem blödsinnigen Anstarren eines Smartphones oder dem Interpretieren von Emojis. Der Spiegel sollte es vielleicht einmal mit Comics zum selber ausmalen versuchen… .

    • Robert 11 Juni, 2020 at 06:44 Antworten

      Seien sie beruhigt. Es gibt durchaus noch ein paar vernünftige Menschen u30 die täglich lesen. Vornehmlich natürlich vernünftige Nachrichten und keinen Spiegel oder gar bento.

  5. Paula 11 Juni, 2020 at 08:06 Antworten

    Herrlich. 7.55 Uhr in Deutschland und ich lach’ mich schlapp w/Fotomontage Laschet/Merz/Röttgen mit Merkelperücke.
    You made my day!!! 🤣

    So kann der Tag weiter gehen…..

    • Gustel Vielhaber 11 Juni, 2020 at 16:29 Antworten

      Sehr schön die farblich aufeinander abgestimmten Halsketten und Blazer (oder Strickwesten?). Ist die echte Merkel schon jemals in so dezenten, gedeckten Farben gesichtet worden? Normalerweise kleidet sie sich doch eher in Bonbonfarben (gerne rot oder grün), um ihre jeweilige politische Stimmung angemessen zum Audruck zu bringen oder um in einer Gruppe eintönig gekleideter Graumänner sofort ins Auge zu springen (Gruppenbild mit Raute).

      Jedenfalls steht von den obigen Dreien Herrn Röttgen der Merkel-Look ganz klar am besten. Ob das allein schon ausreicht, um Merkel dereinst beerben zu dürfen? Den schon länger hier lebenden Wählern würde ich allerdings durchaus zutrauen, ihre Wahl allein von Äußerlichkeiten abhängig machen. Aber schaun mer mal, vielleicht tritt das Original doch noch einmal zur Wahl an (was der liebe Gott verhüten möge).

  6. Horst Schlämmer 11 Juni, 2020 at 08:40 Antworten

    bento bis 30, das passt schon.
    Die Zielgruppe hat oft bis zu dem Alter nicht berufstätig ,Dauer-Schüler oder-Studierende ohne Berufswunsch ausser “Aktivist-in” , “Künstler-in” ,”Medienschaffende”oder sonst irgendwas mit “Geld ohne Arbeit(=Ausbeutung!)” .Vorbilder sind Kevins und Kerosinas, dann können sie endlich aus dem “Hotel Mamma” ausziehen.Da die besten Parasiten-Plätze rar und schnell belegt sind, lassen sich die meisten Nie-Erwachsenwerdenden vom verteufelten Staat durchgefüttern und spucken auf ihn.

  7. Ostfale 11 Juni, 2020 at 09:10 Antworten

    Ja nun, ist doch egal wie der ‘Spiegel’ sein Ebenbild – der/die/das Bento -neu ausrichten will und wird – es bleibt der Nachwuchs- Spiegel für die Schlichten in Gemüt und Geiste. Sei’s drum.

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