Ein Käfig voller Narren

„Wiederaufbau“-Hilfen, Masken, Drosten

Gibt es noch das Zentralkomitee der SED? Oder darf der Bodo machen, was er will? Das wird sich auch Dr. Angela Merkel gefragt haben, nachdem Bodo Ramelow in Thüringen den Maskenspuk beenden will. Bis jetzt dachte sie wohl, sie sei Vorsitzende dieses ZK, konnte sie doch sogar Ministerpräsidentenwahlen rückgängig machen.

Und nun befeuert ausgerechnet der Mann, den sie ins Amt brachte, die von ihr ausdrücklich verbotenen Öffnungsdiskussionsorgien. Schon ist der stets wendige Sachsen-Kretschmer mit dabei, schneller als der Horst „Drehhofer“ sagen kann.

Sogar Kretschmers „Gesundheitsministerin“ Petra Köpping von der SPD, die gerade erst schweren Herzens von ihrer Idee Abstand nehmen musste, Corona-Maßnahmenverweigerer in die Klapsmühlen Altscherbitz, Arnsdorf, Großschweidnitz und Rodewisch zu stecken, muckt nicht auf.

Bundesrepublikanische Altlinke hingegen sind verwirrt, wie etwa der 68er Sponti, dann Grüne Thomas Schmid, der bei der Welt (er war da sogar mal Herausgeber) schimpft: Was Ramelow macht, ist nicht mutig, sondern töricht.

Der Gläubige hält sich lieber an Corona-Papst Drosten, der vor kurzem in einer Studie nachwies, dass „Kinder genauso ansteckend sein können wie Erwachsene“ – deshalb sind unsere Kitas und Schulen immer noch geschlossen. Nun wurde Drosten von Forschern weltweit seine Untersuchung um die Ohren gehauen, selbst Mitarbeiter seines Teams gestanden Mängel der Drosten-Studie ein. Und was sagt der Heilige Berater dazu? Er habe „Besseres zu tun“, als ständig... Außerdem spricht er ja meistens als Privatperson.

Berliner Corona-Ampeln

Eines der drei Geheimnisse des Glaubens ist die sogenannte R-Zahl. Die ist jetzt in Berlin angestiegen. Die Presse schreibt: Eine von drei sogenannten Corona-Ampeln zur Bewertung der Lage in Berlin ist von Grün auf Rot gesprungen. Von Grün auf Rot – was ist daran besonders im rotgrünen Berlin? Gelb, das wäre da eine Überraschung.

Übrigens: Die Bewohner im Homeland NRW fahren zum Weekend-Shoppen gerne zu den holländischen Nachbarn. Ohne Masken. Und noch übrigens: Die vergleichsweise klitzekleinen Niederlande melden 5.830 Corona-Tote, für D. standen zuletzt 8.389 (je nachdem, wen man fragt) auf Gevatter Heins Corona-Uhr – wer ist jetzt hysterisch?

 

Polit-Framing. Die große Sprachtäuschung

Nun wird wieder mal die riesige Geldsprenkleranlage angeworfen und 500 Milliarden Euro in Europas Süden transferiert. Olaf Scholz nennt das Ganze Wiederaufbau-Hilfen – obwohl gar nichts kaputt gegangen ist. In Wahrheit wird zum x-ten Mal die marode Wirtschaft der Südländer saniert, und der Euro künstlich am Leben gehalten. War es Einstein, der sagte: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“? Der kannte Merkel und Scholz doch gar nicht.

 

Zu den Wiederaufbau-Hilfen passt sehr schön diese Wandersage:

Der Bürgermeister einer griechischen Stadt besuchte einen italienischen Amtskollegen und war erstaunt über dessen prachtvolles Haus. Auf die Frage , wie er sich so ein Haus habe leisten können von seinem Gehalt, zeigte der Italiener aus dem Fenster und sagte: „Siehst Du die Brücke da drüben?
Die EU hat Geld für eine zweispurige Brücke gegeben. Wir haben die auf eine Bahn verengt und eine Ampel dazu gebaut. Damit konnte ich mir das Haus leisten.“

Im folgenden Jahr besuchte der Italiener den Griechen und staunte nicht schlecht über dessen Landhaus mit goldenen Wasserhähnen, Marmorböden und eine erlesene Auswahl an Sportwagen in der Garage. Natürlich stellte der italienische Kollege die Frage: „Wie hast Du denn das geschafft?“
Der Grieche zeigte aus dem Fenster und sagte: „Siehst Du die Brücke da drüben?“
„Welche Brücke?“

 

People News +++ People News +++

Österreichs grüner Präsident Alexander Van der Bellen wurde nach der Corona-Sperrstunde bei seinem Lieblingsitaliener aufgegriffen. Für das Restaurant kann es teuer werden. Gut, dass der grüne Van der Bellen immun ist (vor Strafen, nicht Corona).

Der Gerd hat die fünfte Ehefrau, ansehnliche Einkünfte und jetzt auch noch einen Podcast. Donnerwetter.

Grünen-Chef Robert Habeck will vor den Wahlen im nächsten Jahr unbedingt eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre durchsetzen. Denn trotz Anne, Carmen und Tina vom Staatsfunk wird er es sonst niemals auf den Kanzlersessel schaffen. Aber mit Greta, Luise und den Klimakindern, die die Teenies verrückt machen, sieht er noch eine Chance.

 

5 comments

  1. Stefan 25 Mai, 2020 at 20:52 Antworten

    Wiederaufbauhilfe ist genauso merkeldeutsch wie Bazooka,Instrument,Mechanismus Rettungsschirm und und und.Das sind nur andere Wörter für Deutschland zahlt.Wenn Hurrahabek an die Macht kommen sollte,was der Teufel verhindern möge,dann kommen noch Klima,Migration,Energiewende (deutlicher) obendrauf und es wird noch teurer.Für D.Ich habe so einen Ha..ls.

  2. Luisa Nemeth 25 Mai, 2020 at 21:34 Antworten

    Geldsprekleranlage – das trifft’s mal wieder. Wahrscheinlich aus teuerstem Edelmetall, denn sie läuft und läuft seit Jahren auf unsere Kosten. Wie geschmiert. Rostfrei. Danke für die neue Vokabel.

  3. Karina Gleiss 25 Mai, 2020 at 21:53 Antworten

    Der „Basta!“-Kanzler muss seine politische Expertise natürlich auch in den Ring werfen und ein wenig mithetzen. Ich hatte schon darauf gewartet. Sein Ego leidet offensichtlich mal wieder unter einem veritablen Aufmerksamkeitsdefizit.
    Er ist der Grund, weshalb ich nie wieder die Sozen gewählt habe, und bis zum heutigen Tag habe ich diesen Entschluss nicht eine Sekunde lang bereut. Im Gegenteil.
    Bodo ist übrigens bereits brav zurückgerudert, nachdem die Chefin ihn zur Ordnung gerufen hat. Er sollte aber auch eigentlich wissen, was er ihr schuldig ist. Sein Vorpreschen war jedenfalls unverzeihlich. Aber: was kann er denn dafür, wenn er „falsch interpretiert“ worden ist?

  4. ETIAM SI OMNES, EGO NON 25 Mai, 2020 at 22:21 Antworten

    Ramelow reloaded: Da hat sich die Kanzlerdarstellerin ja einen gemeinen Zeckenbiss eingefangen. Wie lauten die Parolen der Reichssender Hamburg und Mainz ? Richtig: Zusammenstehen (gegen Rechts und Corona, dabei soll man doch zwei Meter Abstand halten) und Gemeinsam gegen Corona. Das war wohl nix.

    Merkel gibt auf diese Unbotmäßigkeit ihres Lieblingskommunisten eine philosophische Antwort, beinahe von Kant’schem Format, aber verschwurbelt wie eh und je: Sie möchte künftig für das Seuchenmanagement verbindliche Regelungen statt Geboten. Also wohl einzelvertragliche Vereinbarungen mit jedem Bürger statt einseitige hoheitsrechtliche Gebote unserer Staatsmacht. Da werden sich die verkrachten Verlegenheitspolitikwissenschaftler m/w/d, Notare und Rechtsanwälte über diesen unerwarteten Rettungsschirm aber freuen.

    Nächster Wahlslogan für die Grünen: GRÜNSCHNÄBEL WÄHLEN GRÜNSCHNÄBEL

  5. Horst Schlämmer 26 Mai, 2020 at 08:42 Antworten

    Die Wandersage ist nicht weit hergeholt.
    Wer nicht ganz blind im Süden Europas Urlaub macht,kennt einige Beispiele von EU-Korruption.
    La Graciosa,Wüsten-Inselchen vor Lanzarote, 600 Einwohner, Weltnaturerbe.
    Um den Ort sollte ein Holzsteg!(es gibt dort nur ein paar angepflanzte Palmen) für über 200000€ gebaut werden , um die Ödnis nicht zu betreten.Ein blaues Schild mit der Info verschwand schnell wieder, nachdem der Bau nicht vorankam.Das Geld reichte nur für ein paar Bohlen und Bretter.
    auf Kreta sah ich vor 25 Jahren auch so ein Schild , eine vierspurige Strasse Richtung Süden, wo nur ein kleiner Ort liegt,das Geld reichte auch dort nur kurz den Berg hoch, danach Piste.Ob offiziell am A…. der Welt eine Ferienanlage entstehen sollte,vielleicht mit EU-Mitteln ein Ziegen-Hütte,5 Sterne all inclu?
    Und dann sah ich noch Portugal, und in Spanien am Cabo da Gata……

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