Das Glaubensbekenntnis des
Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyer*

Höret die Worte dieses Herrn

Offensichtlich nutzen Kunstschaffende die Flüchtlingskatastrophe unter tätiger Mithilfe der entsprechenden Presseorgane gern als Propagandainstrument in eigener Sache. So erfuhren wir von geplanten Flüchtlingsheimbauten eines Til Schweiger (arbeitet beim Film), nur bei der Umsetzung war es dann eher ruhig im Blätterwald. Und auch die Mahnungen des knödelnden Kauzes Herbert Grönemeyer (Film, Musik) zum Thema fanden weithin Beachtung. Zuletzt brachte die FAZ dieses Grönemeyer-Zitat: „Ich halte die Flüchtlingssituation für einen Glücksfall“. Was meint er damit? Glücksfall für sich? Für die Welt? Weil das bei uns kein Pressevertreter nachfragte, verdanken wir einem Journalisten der österreichischen Nachrichtensendung „Zeit im Bild“ nun genauere Einsicht in die Causa. Journalist: „Sehr, sehr viele Menschen in Deutschland und Österreich halten das nicht für einen Glücksfall. Im Gegenteil – haben die alle Unrecht?“

Lesen Sie das Glaubensbekenntnis des Herbert G. im O-Ton:

„Das ist, glaube ich, ... das ist eine Frage, wie man die ... eine Sehensfrage. ... Ich glaube kulturell werden wir mit den Geflüchteten..., wir sind zum ersten Mal gefordert, ... ich bin jetzt 62..., ich glaube, dass ist die komplexeste Zeit, in der ich lebe. Das war eine Notsituation... In Deutschland sind Millionen Menschen den Geflüchteten entgegengegangen..., kümmern sich bis heute um die Geflüchteten... Ich selber habe eine Wohngemeinschaft für traumatisierte minderjährige unbegleitete Geflüchtete. Ich glaube, humanistisch sind wir gefordert. Ich glaube das tut uns ganz gut in unserer saturierten Art. Ich glaube wir haben viele Probleme. Die Themen sind kompliziert. Aber ich glaube nicht, dass da die Geflüchteten die Schuld dran tragen, sondern wir leben in einer Welt, die offen ist, die in einer großen Notsituation existiert. Und ich glaube auch die Kriege im Nahen Osten sind auch zum Teil von den Westlern...äh, äh, äh...wie zum Beispiel Irakkrieg, den haben Herr Blair und Herr Bush angefangen, das muss man sich auch mal klarmachen. Also die Christen haben auch einiges dazu getan, dass es so eine Unruhe auf der Welt gibt.“ (Viel Glaube in einem Statement, viel Wasser im Wein)

Es folgen weitere wirre Ansichten des Herbert A. zu anderen Themen, die wir Ihnen allerdings ersparen wollen. So lasset uns das Thema schließen mit den Worten des Buches der Erkenntnis: Natürlich ist „Bochum“ eines der besten deutschsprachigen Rockmusik-Alben, aber das macht einen fahrenden Sänger noch nicht zum Philosophen. So wenig wie Merkels Kochkünste die Frau zur geeigneten Politikerin für Deutschland machten.

*Den Namen haben wir nicht erfunden, sondern wahrscheinlich Herbert Grönemeyers Papa und Mama.

+++ Wutbürgeraufstand in Frankreich: „Die Aufständischen in Gelb spazieren auf Autobahnen, errichten Sitzblockaden auf wichtigen Zufahrtstraßen oder singen einfach nur die „Marseillaise“ auf Rathausplätzen. Sie halten Schilder in die Höhe, auf denen „Macron Rücktritt“ steht“, schreiben wir von der FAZ ab. Was ist der Unterschied zu beispielsweise Pegida? Das Verhalten der Presse! Die ist in Frankreich wohl nicht ganz so obrigkeitshörig wie bei uns: „Die Nachrichtensender zeigen rund um die Uhr von Arras im Norden bis Avignon im Süden, wie der Protest der „gelben Warnwesten“ jeden Winkel der Republik zu erreichen scheint.“ +++

+++ Eine Leserin wundert sich über „Info-Plakate, die aushängen, auf Deutsch und Englisch (und auch arabisch)“, zum „Starthilfe Plus-Programm“ für freiwillige Rückkehrer unter den Flüchtlingen. „Zweitens lese ich gerade in allen Glamour-Magazinen Trend-Reise-Features, wie schön es in Marrakesch/Marokko ist, und für Marokko-Rückkehrer gibt es mehrere Bonusse.“ +++

+++ Frische Zitate für unsere Sammlung „Der kleine Psychologe: Dokumente verstörender Wahrnehmung“:

„In den USA soll das Geschlecht eines Kindes bald anhand der Genitalien bestimmt werden. Das ist rückwärtsgewandt und vor allem unsinnig.“ (Werner Bartens, Leitender Redakteur Wissen bei der SZ)

„Seine Behauptung, 2015 seien die Grenzen geöffnet worden, ist ein Schauermärchen, das in rechten Kreisen verbreitet wird, um die humanitäre Flüchtlingspolitik zu diskreditieren und gegen die zu hetzen, die damals zu uns gekommen sind“ (Ralf Stegner, Intelligenz-Sparbirne der SPD über Friedrich Merz)

„Ich hatte heute Abend ein Arbeitsgespräch mit George Soros zur Ansiedlung der CEU in Wien. Darüber hinaus konnten wir uns zu europa- und außenpolitischen Fragen austauschen.“ (Sorgen machende Twitter-Äußerung von Ösi-Kanzler Sebastian Kurz)

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