- quod licet iovi non licet bovi
Wie viele Geschlechter gibt es? Können 2 Homos zusammen ein Kind machen? Die Antwort auf solche Fragen hängt wohl mit dem jeweiligen Glauben des Beantworters zusammen. Anlässlich der Nachkommenschaft des schwulen Pärchens Spahn/Funke gratulierte eine Grüne spöttisch „Glückwunsch zum Babykauf“, und Merz, die Bischöfe und SPD-Justizministerin Hudig schweigen.
Noch 2025 schrieb Spahn in einer Männerzeitschrift, er könne sich "als schwuler Mann und Christ" nur schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden. Wie sich die Zeiten ändern.
Auch auf das übrige Treiben unserer Eliten muss man sich seinen eigenen Reim machen. Wer zum Beispiel klagt, Ausländer würden unsere Staatsknete abgreifen, für den hat SPD-Nahles eine parteitypische Antwort: Es wurden einfach 307.000 Arbeitslose eingebürgert, und schon haben wir mehr „deutsche“ Arbeitslose.
Bei allem Kriegsgeheul von Berlin bis Brüssel meldet Moskau, man habe in diesem Jahr 18% mehr LNG in die EU verkauft als im ersten Halbjahr 2025 (Financial Times). Und Italien zeigt, dass das funkelnagelneue EU-Asylsystem GEAS, das Migranten „gerechter verteilen“ soll (Jeder nur ein Kreuz!) genauso wenig funktioniert wie das alte.
Lars will seine Genossen aufrütteln mit dem Plan Steuerhinterzieher schärfer zu verfolgen und „Instrumente“ ausbauen, mit denen „dubios erlangte Vermögenswerte“ beschlagnahmt werden können. Humor hat er ja.
Übrigens: Die genaue Herkunft der exakt 214.800 Euro (sowie 2.400 US-Dollar) aus dem Schließfach des Hamburger Genossen Johannes Kahrs (Cum Ex-Verdacht) ist bis heute nicht abschließend offiziell geklärt, und damit ja wohl als „dubios“ zu bezeichnen.
Gold gab sie für Blech. Ursula von der Leyen bekam von ihrem Kumpel Selenskyj in Kiew den sogenannten „Europa-Orden“ umgehängt. Man kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass für die Kriegsfreunde von Berlin bis Brüssel nicht mehr herausspringt bei ihrem Engagement als ein paar billige Blechorden. Und dass sie nur das Gute im Sinne haben sollen, erscheint ebenso unglaubwürdig.
BLACK BOX BÜCHER
- Huiiii, huiiii
Irgendwer muss Marie-Agnes Strack-Zimmermann erklärt haben, dass eine Kubicki-FDP die schönen Rüstungsgeschäfte torpedieren könnte. Oder es war die natürliche weibliche Eitelkeit, die die burschikose Amazone dazu bewegt hat, „überraschend" (Bild) gegen Kubicki als Parteichefin anzutreten.
- Klingelingeling
Frage an die Staatsanwaltschaft Bamberg (und ähnliche Schweißhunde): Wenn sich einer selbst Eierarsch nennt, darf man ihn dann auch gefahrlos so nennen? Vielleicht mit einem Smiley? Die Amtsrichter in Heilbronn haben ihr Verfahren gegen das „Lackaffe“-Zitat inzwischen gegen Zahlung von 100 Euro eingestellt. Was uns auch irritiert. Hundert Euro sind läppisch. Heißt das, das Gericht sieht die Unsinnigkeit solcher Verfahren selbst ein?
- Das Amtsgericht tagt
Und wieder ein echter Merz: Während Fritz im Wahlkampf ankündigte, die teuren „Sonderbeauftragten“ der Regierung abzuschaffen, haben sich unter ihm die Kosten für solche Sonderbeauftragten um ein Drittel erhöht.
- Da gehts heiß her
Heute etwas später, weil wir uns vor der Hitze mit einem kühlen Weißbier auf die Terrasse flüchten mussten. Schließlich sprechen „Experten“ (Bild) schon von einem „Heat-Dome“ (die Experten können wahrscheinlich kein Deutsch), und damit sind wir entschuldigt.
- Die Presse freut sich
Kein englischer Krimi ohne Dauerregen, den Römern hatte es im verregneten Germania Magna auch nicht wirklich gefallen, aber das war lange vor dem Klimawandel. Heute droht in Germania Idiota schon nach zwei Sonnentagen „Wassermangel“, und Britannien steckt „in einer historischen Hitzewelle“.
- Böse Menschen kennen keine Lieder
Irgendein CDU-Ministerpräsident fordert, faule Bürgergeld-Bagage nicht länger sanktionsfrei zu finanzieren, und CDU-Wadephul will, dass die Nato-Außenminister auf die 90-Milliarden EU-„Darlehen“ an die Ukraine „noch einmal bilateral auch mindestens dieselbe Summe“ draufzulegen. Bilateral, soso.
- What goes up must come down
Platzt der Wal oder die Koalition? Was beim einen der Lauf der Dinge, ist beim anderen die eigene Dummheit. Ausgerechnet die Babyboomer mit der „Rente mit 70“ zu bespaßen, ist schon mal eine suboptimale Idee. Wenn dann auch noch der Hohlsteiner Genosse Günther (CDU) öffentlich von sich gibt, die Linke (formerly known as SED) sei doch auch ein akzeptabler Koalitionspartner, dann dürften bald bundesweit Umfrage-Zahlen wie zuletzt in Sachsen herauskommen: CDU 21%; AfD 42%.
- Klingbeil spricht
Wie sah das denn wieder aus! Das Parlament fragt, Klingbeil antwortet, aber das Parlament war zu drei Vierteln leer. Das Hohe Haus missachtet seinen Minister und im Grunde sich selbst. Inhaltlich muss man Verständnis haben. Wer will schon ernsthaft Klingbeils neuesten „Aktionsplan“ vorgetragen bekommen?
- Inkl. Jubelperser
Weil ein großer Teil der Abgeordneten die Ordensverleihung an Dr. Angela Merkel (anscheinend vom Friseur- und Damenschneider-Handwerk) im EU-Parlament in Straßburg boykottierte, wurden die leeren Plätze mit Platzhaltern aufgefüllt.
- Schicksalsmelodie für Europa
Irgendetwas muss schiefgelaufen sein, denn weder Israel noch die Ukraine haben den Eurovision Song Contest gewonnen. An den Beiträgen kann es nicht gelegen haben, denn keiner der 25 dargebotenen Musikstücke entsprach den Regeln zeitgenössischer Kunst. Selbst Englands Fußball-Rowdys können einen Refrain („Keir Starmer is a Wanker“) pointierter in Szene setzen.
- Hab Mut, steh auf! Und jetzt wieder alle setzen!
Waren auch Katholiken da? Das Motto des Katholikentages „Hab Mut, steh auf!“ dürfte eher konfessionsbefreite Klimajünger, Sozialisten und Gewerkschafter angelockt haben. Und natürlich Politiker nebst Presse und Sicherheitstross.
- Kein Schritt voran
Ein in einem Mittelalter-Abort entdecktes 800 Jahre altes Notizbuch in Paderborn ist allemal interessanter als das Treiben unserer politischen Elite, die ebenfalls nur Latrinenparolen zu bieten hat, allerdings mit unangenehmerem Beigeschmack. Der Gestank von Steuererhöhungen ist einfach nicht wegzukriegen.
- (Nur Fritz hat keine)
Heute Koalitionsgipfel (ab 17.30 Uhr). Bärbel Bas kam eine Stunde später. Merz hallten da wohl immer noch die organisierten Pfiffe, Buhrufe und Gelächter der Funktionäre bei seinem DGB-Vortrag in den Ohren. Klingbeil hat klargemacht, er will dieses, jenes und noch deutlich mehr, so dass bei dem Koalitionspalaver nichts herauskommen kann.
- Die Kuh auf dem Eis
Bärbel Bas‘ Einwanderungs-„Irrtum“ (Bild) beschäftigt die demokratische Presse, aber die Journos kriegen die Kuh einfach nicht vom Eis. Unterdessen meldet Griechenland, dass in Libyen (durch die USA demokratisiert) bereits 550.000 weitere Fachkräfte auf eine Überfahrt nach Europa warten. Lagebericht: Laue Winde, ruhiges Wasser…
- Was haben Sie bisher erreicht? Nix.
Die Bundesregierung (Union & SPD) bedauert die Entscheidung des Bundesrates (im Wesentlichen ebenfalls Union & SPD) gegen die 1.000-Euro-Steuerfreie-Entlastungsprämie der Bundesregierung. Union & SPD müssen sich ihre Politik offensichtlich gegenseitig einfach besser erklären. So wie Bärbel Bas.





