Fritz als Konterrevolutionär?

Hat Friedrich Merz „in vertrauter Runde“, wie bei Nius zu lesen stand, wirklich gesagt, „er würde nicht davor zurückschrecken, die SPD-Minister einfach zu entlassen, wenn sich die Sozialdemokraten weiterhin nicht an Absprachen halten“? Niemals, oder?

Am Sonntag ist der nächste Krisengipfel bei der CDU. Die Landesfürsten der Union wollen mehr Geld (sprich „Standortstärkung“), nicht für neue Steuern (Zucker, Tabak) verantwortlich gemacht werden, und noch ein paar andere Kleinigkeiten. In erster Linie aber fordern sie, Fritz solle sich nicht ständig wie ein Depp von der SPD vorführen lassen.

Im Grunde läuft es nämlich mit den Spezialdemokraten super. Tabaksteuer ist durch, nun geht es darum, dass, laut Entwurf, Kinder weniger zuckerhaltige Getränke konsumieren. Dafür zu sorgen, ist eigentlich der Job der Eltern, aber deutlich höhere Preise können eine hilfreiche Unterstützung besonders für adipöse Väter und Mütter sein. Das neue Gesetz muss allerdings besonders gut erklärt werden, denn Preise für Zuckergetränke von Firmen, die nicht mehr als 70.000 Liter pro Jahr abfüllen, sollen nicht erhöht werden. Im Steuerrecht ist es wie in der Biologie: Es gibt gute Kohlenhydrate und böse.

Außerdem haben sich Union und SPD auf ein neues Gesetz zur „Bekämpfung sexualisierter Gewalt im digitalen Kontext“ geeinigt. Eine weitere Super-Idee von der SPD, Foto-Aufnahmen, die „die bekleideten Genitalien, das bekleidete Gesäß oder die bekleidete weibliche Brust“ zeigen, mit Strafen zu belegen. Könnte schließlich digitalisierte Gewalt sein. Diese neue Idee der SPD dürfte dem einfachen Foto-Volk noch schwerer zu erklären sein als das Zuckergesetz, denn wie soll Mann vermeiden, dass, wenn er (s)eine Frau auf einer Feier fotografiert, deren bekleidete Brust nicht gezeigt wird. Nur noch Porträtaufnahmen gestattet? Und was ist heutzutage „eine weibliche Brust“? Das fragt sich auch der Deutsche Juristinnenbund, denn der Begriff „weibliche Brust“ lässt „unklar“, was darunter zu verstehen sei. Im Einzelfall könnte der Begriff der geschlechtlichen Selbstdefinition der fotografierten Person widersprechen. Hier muss dringend nachgearbeitet werden.

Es hätte eine gewissen Logik, wenn BMW grünen Autohassern in führenden Positionen keine Sonderangebote für Dienstwagen machen würde. Sollen die doch Fahrrad fahren nach der Klimapredigt. Aber ausgerechnet wirtschaftsfreundliche AfDler boykottieren? Zwar hat Anti-AfD-Aktivist Nikolaus Blome recht, wenn er RTL-schlau sagt, ein BMW-Dienstwagen sei „kein Menschenrecht“, aber es steht auch nirgendwo geschrieben, dass AfD-Sympathisanten weiterhin BMW fahren müssen. Gibt schließlich auch politneutrale Autohersteller.

Den Omas für die Ukraine Katrin Göring Eckardt und Marie-Agnes Strack-Zimmermann stößt es bitter auf, dass Altkanzler Schröder mit seinem Kumpel Wladimir Putin auf dessen 74igsten anstieß. Nun, zunächst mal sind die beiden Geschäftsfreunde, zweitens hätte die Bundesregierung im Ernstfall einen direkten Draht nach Moskau, und drittens geben wir ausnahmsweise dem Chef-Teufelsaustreiber der SPD, Ralf Stegner, recht, der findet, „wir sollten in Deutschland keine Teufelsaustreibung mehr betreiben“.

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5 Kommentare zu „Fritz als Konterrevolutionär?“

  1. Die Aktionen, die im Lande starten,
    degenerieren es hin zum Kindergarten …

    … was sich aktuell auch darin manifestiert, dass dem neuen Landtagspräsidenten Sachsen-Anhalts der Dienstwagen einer bestimmten Marke entzogen wird, womit die Spielchen auf Kindergarten-Sandkasten-Niveau munter weitergehen.
    Es ist beeindruckend, was alles aufgeboten wird, um ca. 30 Prozent der Wähler (laut Prognosen) vor die Köpfe zu stoßen. Dass darunter auch einige potentiellen Kunden sind und sein könnten, scheint in Kauf genommen zu werden. Vielleicht hat man darüber aber auch gar nicht nachgedacht …

    … Gute Nacht und ein schönes Wochenende!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

  2. Vorwärts nimmer, rückwärts immer. So jetzt auch die Signal-tugendhaft sendungsbewusste Devise der Bayerischen Motoren Werke, die keinem Kontrakt mit noch so zwielichtigen Elementen über ihre Nobelkarossen aus dem Wege geht, aber, hoch oben auf dem moralisch woke-toten Rosse der Nichts-mehr-Mitbekommenden, einen Leasing-Vertrag mit der Parlamentsverwaltung (also nicht einmal der Partei) eines deutschen Landes über einen Dienstwagen partout nicht mehr abschließen will und ein sogar schon unterbreitetes Angebot schnurstracks zurückzieht, wenn ein den Ewiggestrigen immer noch leibhaftiger Gott-sei-bei-uns schlicht den demokratischen Spielregeln gemäß zum Präsidenten des Landtages gewählt wird.

    Nichts Neues also, go woke, get broke, wie auch schon andere glorreiche Marken peinvoll haben erfahren müssen. Der wirtschaftlichen Probleme kann man offensichtlich gar nicht genug am Hals haben – allein der prekär darniederliegende Aktienkurs lässt höchst unfreundlich grüßen –, um nicht doch noch ein zag-wokes Lebens- oder Nicht-Sterbenszeichen von sich geben zu müssen.

    Abgeschlossen mit dem leidigen Kapitel BMW hat auf jeden Fall Ulrich Siegmund, dessen stimmiges Fazit als irgendwie auch Leidbetroffener und Grund allen Übels wie folgt lautet:
    „Mit der Schwalbe zur Staatskanzlei!
    Da BMW mit Demokratie offenbar wenig am Hut hat, werde ich im Dezember mit derjenigen zur Staatskanzlei fahren, die mich auch treu durch den Wahlkampf begleitet hat.
    Zweitakt statt Bevormundung!“

  3. Zusammenstellung von BMW Alternativen für Deutschland:
    BYD mit Denza
    Geely mit Zeekr und mit Volvo

    Wenn der Maßstab ist:

    Chef sitzt hinten rechts
    Chauffeur fährt
    Laptop aufklappen
    Videokonferenz
    Steckdose / USB-C
    maximale Ruhe
    keine sportliche Härte
    „Sänfte statt Rennwagen“

    dann würde ich 2026 ungefähr so sortieren:

    Sänften-Ranking

    Denza D9
    Volvo EM90
    Zeekr 009
    Lexus LM
    Mercedes V-Klasse EQ / EQV
    BMW i7

    Arbeiten auf der Rückbank

    Modell Arbeitskomfort
    Volvo EM90 10/10
    Zeekr 009 10/10
    Denza D9 10/10
    BMW i7 8/10
    BMW i5 4/10

    Der Grund:

    Ein MPV (Van-Konzept) hat viel höhere Sitzposition, mehr Kopffreiheit, größere Tische, mehr Bewegungsfreiheit und oft Business-Sitze mit Liegefunktion.

    Steckdosen

    Bei Denza D9, Zeekr 009 und Volvo EM90 gehören 220-V-Anschlüsse, USB-C-Leistungsausgänge und Business-Features praktisch zum Kernkonzept.

    Fahrgefühl hinten

    Denza D9

    extrem weich
    wenig Nickbewegungen
    sehr leise
    klar auf Fond-Passagiere ausgelegt

    Zeekr 009

    etwas straffer
    sehr schnell
    trotzdem Chauffeur-tauglich

    Volvo EM90

    wahrscheinlich die europäischste Abstimmung
    luxuriös
    extrem entspannt

    Wenn Sicherheit wichtig ist

    Volvo EM90
    Denza D9
    Zeekr 009

    Wenn Tempo wichtig ist

    Zeekr 009
    Denza D9
    Volvo EM90

    Wenn ein Ministerpräsident das Auto privat kaufen müsste

    Rein rational:

    Volvo EM90 > Denza D9 > Zeekr 009 > BMW i7

    Der BMW i7 ist ein gutes Auto, aber er stammt aus der traditionellen Limousinenwelt. Wer hauptsächlich hinten sitzt, arbeitet und chauffiert wird, bekommt bei den modernen chinesischen Luxus-MPVs deutlich mehr Platz, Komfort und Nutzwert. Für den Fondpassagier ist ein Denza D9 oder Volvo EM90 oft näher an einer rollenden Business-Lounge als eine klassische, technisch überholte und im Vergleich sehr laute 7er-Limousine.

    PS

    Fast, 1:50 Elektro:Verbrenner, kein Motorschaden <.5 % während Garantie, Batterie hält länger als Karosserie, Sie wissen was ich meine.

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