Die Scheinheiligen

Grünen-Parteitag • Ethikrat

Wetten, dass Sie 5.000 Linke finden, die den ganzen Abend mit gespitztem Bleistift vor dem ZDF saßen, um sich Notizen für ihre künstliche Aufregung bei Twitter zu machen? Und Gottschalk – seine Bild-Freunde dürfen ihn Thommy nennen – brachte schließlich den Satz zum Mitschreiben: „Inzwischen rede ich zu Hause anders als im Fernsehen. Und das ist auch keine dolle Entwicklung.“

 

Erstaunliche 12 Millionen vor den Bildschirmen, die linken Wokisten drehen hohl, aber nun ist’s vorbei. Verständlich, wen soll der Entertainer denn noch einladen? Drei ältere Herren von Take That vielleicht? Jan Josef Liefers und Basti Schweinsteiger, der schon als Sportkommentator kaum was sagt?

 

Was haben die Sparkassen, die Bahn, Lufthansa, Post und Automobilverband gemeinsam? Die schon oder bald vom Staat abhängigen Unternehmen sponserten das Clubtreffen der grünen Phantasten, bei dem Ricarda und Omid als Vorsitzende bestätigt wurden. Putzig, dass auch die grüne Jugend ihren Wahnvorstellungen freien Lauf lassen durfte, aber dann wurde es Zeit fürs Bett. Natürlich wurde deren verklausulierte Forderung, die Ampel zu verlassen, abschlägig beschieden. Man muss ja von was leben!

Sogar die Wirklichkeit hielt Einzug in den Parteitag. Es gab den Statuten entsprechend zwar lecker Tofu und Sellerie-Schnitzel als politisch einzig zumutbare Verpflegung für die Delegierten, aber fast Zweidrittel bestellten lieber Pizza beim Lieferservice…

 

Der 25-jährige Syrer, der eine 78 Jahre alte Frau in Berlin überfällt und fast umbringt, wird einer Staatsanwältin vorgeführt, die ihn ohne einen Richter zu befragen sofort wieder freilässt. Der Verbrecher vergewaltigt kurz darauf eine andere Frau.

So langsam verstehen wir, was der grüne Benedikt Lux meinte, als er 2021 stolz prahlte: „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“

 

Natürlich kennen Sie alle noch Alena Buyx aus Osnabrück, Vorsitzende des deutschen Ethikrats und Mitglied des Corona-Expertenrates der Bundesregierung. Die sorgt sich mit dem Wissen von heute ein wenig über den Unmut der Bevölkenden über die sogenannten Corona-Maßnahmen, die ebenfalls mit dem Wissen von heute…, aber lassen wir das. Jedenfalls war sie beim Münchner Presseclub als Expertin zum Thema „Zerbricht unsere Gesellschaft an Hass und Hetze?" geladen und wusste einiges über „die Tiefen des Internets“ zu berichten. „Wenn Sie“, berichtete Buyx den Journos, „in die Tiefen des Internets gehen, Tichy, Reitschuster und so weiter, finden Sie wirklich schlimmes Zeug über mich, was ich angeblich gesagt oder gemacht habe.“

Dabei war es gar nicht sie oder der Deutsche Ethikrat, die die starke Isolation in den Alten- und Pflegeheimen empfohlen haben! Sie habe, so Buyx, überhaupt nichts gegen eine Aufarbeitung der Corona-Zeit, aber doch nicht so wie in den Tiefen des Internets, wo es „ein tiefes Bedürfnis danach (gibt), Schuldige zu suchen“ und „natürlich auch zu sagen: Ihr Politikerinnen und Politiker!“

So eine Aufarbeitung müsste „wirklich gut gestaltet sein“. Mal ehrlich, wer ist schon ethisch ohne Schuld? Den Journos, die schon wieder die nächste Sau durchs Dorf treiben, empfahl Buyx, an der gut gestalteten Aufarbeitung ohne Schuldige besser schön mitzuarbeiten, denn „Sie wären da ja nicht außen vor, das wissen Sie ganz genau. Also das würde ja die Medienschaffenden ganz genauso betreffen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und was weiß ich nicht alles.“

P.S.: Dieser Text wurde schon am Sonntag erstellt.

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