Lehrer Karls neuer Streich

KitKat-Gate • Männer, Frauen und andere Probleme

Zunächst aber zu etwas völlig anderem, und dazu zuerst die Fakten: Am 17. Mai lag der durchschnittliche Spritpreis bei 2,09 € pro Liter (Statista). Heute muss in München (durchschnittlich) 1,95 € gezahlt werden.

Und jetzt die Meinung. „Der Tankrabatt wirkt: Endlich Entlastung an der Zapfsäule, endlich Entlastung für all diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind. Jetzt ist es Aufgabe des Kartellamts, dafür zu sorgen, dass das auch die nächsten Wochen so bleibt. CL“ (Christian Lindner auf Twitter)

Preis über Pfingsten? Lässt sich nur erahnen. Übrigens: In Österreich (auch EU) kostet der Sprit 1,81 €, und die Amis schäumen gerade, weil sie 1,25 für einen Liter Sprit bezahlen müssen. Was schreibt der Lindner nur für ein Zeug!?

 

Im Namen der Hose

Darf man sagen, dass die Jury in Virginia noch gesunden Menschenverstand zeigte? Johnny Depp verlässt den Gerichtssaal als Sieger (Achtung, Metapher! Der Depp spielte während des Urteils Gitarre in London), oder wie der Spiegel schreibt: „Sie glaubten dem Mann.“ Was bedeutet die Jury-Entscheidung für künftige Fälle, fragt (besorgt?) ebenjener Spiegel-Mann. Nun, wir werden es bald erfahren, Amber Heard kündigte Berufung an.

 

Sie werden es wohl kaum nicht bemerken können, verehrte Leser. Der Wertewesten feiert den „Pride Month“ für alle, die sich verfolgt fühlen (außer Ukrainer, Iraner, Uiguren, etc.). Pfiffige Händler bieten „im Netz“ Regenbogensocken für Mitläufer feil, und Joes US-Botschaft im Vatikan hängt die Regenbogenfahne aus dem Fenster, wobei die einen womöglich denken, es handele sich um eine tapfere Provokation, andere hingegen könnten der Meinung anhängen, im Vatikan sei die Zielgruppe besonders gut getroffen.

 

Unsere Bundesregierung, bei allen Problemen der Welt stets als erstes zur Stelle, lässt die Regenbogenfahne nun zweimal im Jahr am Reichstag hochziehen, am 23. Juli (Christopher Street Day), sowie am 17. Mai, dem „Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie“ (dieses Jahr leider verpasst).

Dies werde die Sichtbarkeit des Bekenntnisses zu Vielfalt und Diversität noch einmal deutlich erhöhen, erklärte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, SPD, wobei wir „noch einmal deutlich erhöhen“ als Euphemismus verstehen. Die „Liberalen Schwulen und Lesben“ – eine Vorfeldorganisation der Lindnerpartei – sieht im Flagge hissen ein starkes Signal, „dass die Community im Zentrum der deutschen Demokratie angekommen ist“.

Als wären Kevin, Ricarda, Tessa und viele andere ohne Fähnchen nicht im Zentrum der deutschen Demokratie angekommen – selbst die AfD hat schwule und lesbische Bekenner, ohne gleich ihre Fahnen aus dem Fenster zu hängen.

 

Unser Lehrer, Doktor Karl

Anstatt sich vom obersten Gesundheitspolemiker ihrer Partei auch mal was sagen zu lassen, reagierte eine Spezialdemokratin, Genossin Melanie aus Hamburg, laut Bild, „düpiert und genervt“. Melanie hatte während einer Videokonferenz einen Schokoriegel verputzt, was Karl animierte, ausgiebig über die schädliche Wirkung von Zucker und Palmöl zu referieren. Die Twitter-Bagage hatte daraufhin wieder einen ihrer Anfälle („KitKat-Gate“) und die Kindsköppe unserer politischen Verantwortungsgemeinschaft fühlten sich sofort zu allerlei Streichen herausgefordert. Hochbezahlte Minister schoben sich demonstrativ Süßigkeiten in den Mund und Bayerns Gesundheitsminister Holeschreck hielt ein Cola-Etikett in die Kamera. Aber bei jedem Corona-Unsinn folgen sie dem Karl aufs Wort.

 

Hat Annalena bei Lanz gesagt, „Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen“? Na, damit ist das dann ja auch abschließend geklärt, und der Botschafter der Ukraine in Berlin, Merz, dürfte zufrieden sein.

 

Während James Bond demnächst wohl als Frau, zumindest aber als Tunte wiedergeboren wird, spielt Tom Cruise unbeirrt den Hetero-Supermann, der er im Kino immer war. Was sich offensichtlich auszahlt. Sein Top Gun Maverick spielte in nur 4 Tagen 300 Millionen Dollar ein, und dürfte wohl die Milliarden-Umsatzgrenze knacken. Da Cruise nicht nur seine Stunts weitgehend selber vorführt, sonder auch gelernt hat, Verträge zu machen (13 Millionen auf die Hand und 20 Prozent der Brutto-(!)-Einspielergebnisse), dürfte er mit 200 Millionen der bestbezahlte Schauspieler aller Zeiten werden.

 

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