Deutschland unterm Regenbogen...
(und Merkel erzählt was vom iphone)

Bundestag, Maulhelden, importierte Gewalt, Reuls Rambos

Was haben Sie denn erwartet? Auf die Frage, wo Deutschland bei der Digitalisierung noch aufholen könnte, antwortete Dr. Angela Merkel im Bundestag: „Man glaubt’s nicht, aber als ich Bundeskanzlerin wurde, gab’s das iPhone noch nicht.“ Insofern habe man schon eine ganze Menge erreicht.

Gelächter im Plenum? Wo denken Sie hin – die Mehrheit ist da genauso verstrahlt. Zu Corona stellte Merkel fest, „im Großen und Ganzen haben wir verantwortlich gehandelt“. Nach „bestem Wissen und Gewissen“ sei das „gut gemacht worden“. Keine weiteren Fragen. Das Schlimmste: Egal, wen Sie wählen, es ist keine Besserung in Sicht.

Schneller als sonst zum Sport

Zu Zeiten von Bud Spencer/Terence Hill und Police Academy (die Jüngeren: bitte gugeln, oder suchen bei duckduckgo.com) wäre Laurel Hubbard für ein paar Schenkelklopfer in jedem Film gut gewesen. Ein Baum von einem Mann, der als Gewichtheberin in der Klasse bis 87 Kilogramm von Neuseeland für Olympia nominiert ist. Schon 2017 wurde sie Vizeweltmeisterin, aber als Laurel noch Dick hieß und bei den Männern hätte antreten müssen, hatte der chancenlose Hubbard nie an internationalen Wettkämpfen teilgenommen. Als Lady und erster Transgender-Sportler bei Olympia aber hat Hubbard jetzt bessere Karten.

 

Wo wir schon beim Sport sind... Tapfere Parteisoldaten lassen in München ein großes, auch vom Stadion aus gut sichtbares Windrad gegenüber der Münchner Arena in den Farben des Regenbogens erstrahlen. In der Stadt wird das Rathaus mit Regenbogenflaggen geschmückt. Herrlich. Farbe bekennen, fast wie Olympia 36. Und welche Politiker sich ebenso tapfer vor die bereitgestellten Mikrofone drängten! Sogar die Witzepräsidentin (kleiner phonetischer Scherz) des deutschen Bundestages „meldete sich zu Wort“, berichten die Medien anerkennend.

Daraufhin entschlüpfte selbst der eigentlich schon vollständig in der neuen bunten Zeit angekommenen FAZ die Sottise:

Niemand hindert den wandelbaren bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder daran, Orbán im Regenbogenkostüm zu begrüßen.

Wie meinen? Ob Claudia Roth ein Regenbogenkleid trug? Das ist leider nicht bekannt, außerdem tragen Streifen auf.

 

Freunde und Helfer-Report

Etwas widerwillig zitieren wir, was Sie sonst nur in der Regionalpresse oder unter „Vermischtes“ finden:

Ein 15-jähriger Junge sei mit einem 16 Jahre alten Freund unterwegs gewesen, als die beiden Jugendlichen von einer Gruppe von sechs bis sieben Jugendlichen „angesprochen und nach Geld gefragt wurden“, formuliert ein Polizeisprecher in Essen (Homeland NRW) kultursensibel. Trotz Geldübergabe wurde der Junge zusammengetreten und auf dem Boden liegend wurde auf ihn mit einem Messer eingestochen. Das Gesindel (Polizeibeschreibung: 12 bis 14 Jahre alt, dunkelhäutig, schwarze lockige Haare) entkam. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen, die sich unter Angabe ihrer Namen und Adressen als nächste Opfer zur Verfügung stellen.

Wenigstens im 12 Kilometer entfernten Gladbeck hat Reuls Truppe jedwede Gefahrenlage unter Kontrolle. Als dort in der vergangenen Woche ein 67 Jahre alter Mann ohne Maske vor einer Eisdiele entdeckt wurde, ringt ihn ein Reul-Rambo nieder und fixiert ihn auf dem Pflaster. Zeugen nicht gesucht und auch nicht erwünscht.

Im rotgrünen Hamburg werden Recht und Ordnung mindestens so groß geschrieben wie im Homeland NRW! Hier wurde der 84-jährige geimpfte Kabarettist Hans Scheibner in einem Restaurant von der Corona-Polizei festgenommen, weil er sich nicht ausweisen wollte (wegen „Fluchtgefahr“).

Deutschland nach 15 Merkeljahren.

 

Es war einmal...

Man muss allerdings konstatieren: Vor Merkel war auch nicht alles besser. Es war damals ein SPD-Minister, der das Märchen erzählte, Deutschlands Freiheit werde am Hindukusch verteidigt.

Und es war ein Ex-General namens Domröse, der behauptete: „Wir haben viel erreicht in Afghanistan.“ Die westliche Staatengemeinschaft habe „Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Brunnen gebaut, die schulische Ausbildung verbessert, die Stellung der Frau deutlich gestärkt“, was auch klingt, als sei der General mindestens in der SPD oder beim Kommando Ursula, außerdem habe man „rund 350.000 Sicherheitskräfte ausgebildet“ – und nun das: „Es sind Bilder, die selbst die pessimistischsten Beobachter nicht erwartet hätten“, schreibt Bild, die ausgebildeten Sicherheitskräfte laufen wie die Hasen, und mit der Stellung der Frau dürfte es auch nicht zum Besten gestellt sein. Mange tak for ingenting, wie der Däne sagt: Vielen Dank für Nichts.

Kleiner Hinweis an unsere Annekret: Es stehen noch 1067 deutsche Soldaten mit Sternchen und Sternen in Afghanistan und sollten vielleicht langsam heimgeholt werden...

 

11 comments

  1. Siegfried 23 Juni, 2021 at 22:51 Antworten

    Habe heute gehört das Merkel nach wie vor beliebteste Bundeskanzlerin aller Zeiten ist.
    Soll ich lachen oder weinen?

  2. Frank Danton 23 Juni, 2021 at 23:47 Antworten

    Was wird das erst bei der Olympiade mit dem Regenbogen Merchandising. Statt mit der Deutschland Fahne laufen die Athleten mit der RB Flagge ein. Als Fahnenträger vornweg dieser Hr. Wurst. 80% der Karten werden nur an Diverse, Schwule und Lesben verkauft. Ach was, verschenkt. Die Neuseeländer werden nur Transgender aus beiden Richtungen aufstellen. Die Japaner verpixeln aus Scham ihre Sportler. Die Ungarn haben alle auf den Rücken § 179 stehen. Die Russen lassen ihr Maskotchen, den Homohassenden Schwarzbären frei herumlaufen. Die Chinesen werden in Senften ins Stadion getragen weil sie die ersten waren die ihre weiblichen Gewichtheberinnen und Schwimmerinnen mit männlichen Hormonen zu undefinierbaren Monstern gespritzt haben. Die Italiener bringen Regenbogenpizzas mit. Die Argentinischen Machos reiten auf aufblasbaren Penissen in die Arena. Die Schweizer lassen erst mal das Volk abstimmen ob sie bei der Welthysterieparade mitlaufen sollen. Die Amerikaner schicken vorsichtshalber nur androgyne, schwarze Indianer nach Japan. Berlin schickt diesmal eine eigene Manschaft ins Rennen. Die queerfeministischen, antifaschistischen, Schwanz ab Genossen aus der Rigaer Str.. Und die Kanadischen Sportler bekommen je einen Transgendermenschen auf den Rücken gebunden. Übrigens gibt es ja die These, das die Spiele im alten Griechenland nur deshalb nackt abgehalten worden sind weil man den Sportlern nicht traute ob sie wirklich Männer waren. Nur die Nacktheit konnte das beweisen.

  3. Reinhard Westphal 24 Juni, 2021 at 00:48 Antworten

    Wir erleben Geschichtsunterricht in vivo: so wie Jesse Owens 1936 in Berlin empfangen wurde, fällt heute eine neue totalitäre Gesinnung über die ungarische Mannschaft her, deren Ministerpräsident seine Teilnahme am Spiel absagen musste, sonst hätten die haltungsbesoffenen Faschisten ihn wohl versucht zu lynchen.
    Was damals die Gauleiter und Konsorten sind heute die Reiter, Müller und Konsorten. Führerin befiel – wir folgen. In den Untergang, gestern wie heute.

  4. 89 erlebt Horst Schlömmer 24 Juni, 2021 at 09:22 Antworten

    Was für ein Hype in Regen Bogen Farben, wie immer sehr bezeichnend für den Geisteszustand des Landes, oder derer die im polit-medialen Komplex am lautesten schreien.
    Frage: Wo waren all die Regen Bogen Träger als die beiden Schwulen in Dresden gemessert wurden ?
    Vorschlag: Anstatt der Fussball Stadien sollten zur Bekundung all der moralinen Überhöhung Moscheen – die in Köln eignet sich hervorragend – in Regen Bogen Bunt getaucht werden, nur Mut zur gelebten Tolli.

  5. Fritz Stier 24 Juni, 2021 at 11:00 Antworten

    Die Frau Bundeskanzler betonte immerhin gestern im Bundestag, dass nach 16 Kanzlerinnenjahren wir Bürger nun doch endlich mündig genug seien, selbst zu entscheiden, wer Kanzler oder Kanzlerin wird.
    Das finde ich alles in allem sehr nett von ihr, bedeutet es doch, dass sie – die sie nicht von mündigen Bürgern, sondern Abgeordneten gewählt wurde – sich dafür ausspricht, den Bundeskanzler oder eine weibliche Person, die dieses Amt bekleidet, vom Volk direkt wählen lassen zu wollen.
    (Quelle: https://youtu.be/XzLOFQKBSoc)

  6. ebbe 24 Juni, 2021 at 11:31 Antworten

    Und auch der bayerische MP, der ja für besonders moralgeleitetes Handeln auch beim Kampf um die Kanzlerkandidatur bekannt wurde, setzte sich an die Spitze der Bewegung und trug eine bunte Maske im Stadion.

    Bei soviel moralischer Überlegenheit mußte die deutsche Mannschaft ja zwangsweise weiterkommen. Bin nun mal gespannt, wie in der nächsten Runde den Engländern klargemacht wird, daß der Brexit ihr größter Fehler war.

  7. Siggi Lachnik 24 Juni, 2021 at 11:32 Antworten

    Weiß jemand, warum das Thema “Regenbogenfarben” jetzt medial so wahnsinnig hochgekocht wird? Hat das irgendwas mit dem Christopher Street Day zu tun und diesen Schwulen-Paraden, die um diese Zeit üblicherweise zu marschieren beginnen? Jedenfalls haben die diversen Minderheitenlobbys mal wieder ganze Arbeit geleistet. Kaum jemand redet mehr über Fußball (übrigens sehr sehr schade, dass die Ungarn gestern ganz knapp gescheitert sind), dafür aber umso mehr über Regenbögen und Kniefälle. Ob sich der Sport damit einen Gefallen tut, dass er sich selbst auf diese Weise politisiert?

    Das muss ich hier auch noch loswerden:
    Ich habe gerade bei TE einen Artikel von Fritz Goergen gelesen. Eine grüne Abgeordnete, die sich “Ulle” nennt und auch so aussieht, hatte an die seit 16 Jahren Kanzlernde folgende “Frage” gerichtet: „Sind Sie mit mir der Meinung, dass es deswegen nicht am besten wäre, dass es in diesem Land auch weiterhin eine Kanzlerin geben soll?“ (Mit “dieses Land” meinte sie vermutlich Deutschland =Pfui-Wort für Hardcore-Grüne).
    Und was antwortete unser schlaues Merkelchen auf diese grüne Scheinfrage (wahlweise: Suggestivfrage): Nach 16 Jahren Merkel seien die “Bürgerinnen und Bürger” (hört! hört! Sie hat uns von Menschen zu Bürgern befördert!) “mündig” genug, um selber entscheiden zu können, wen sie als Kanzler oder Kanzlerin haben wollen.

    Also ich hätte gerne einen Mann als Kanzler oder eine Frau als Kanzlerin. Ich denke, damit stelle ich meine in 16 quälend langen Merkeljahren erworbene Mündigkeit als Büger hinlänglich unter Beweis.
    Auf Inhalte und Qualifikationen kommt es in diesem Land offenbar kaum noch an, wesentlich wichtiger scheint das Geschlecht(steil) zu sein. Rein theoretisch hätte Merkel die Kanzlerkandidatin ihrer Lieblingspartei empfehlen können, also Annalena Baerbock. Aber so viel Direktheit und Ehrlichkeit kann man von einer Schwurbelkönigin natürlich nicht erwarten. Aber man weiß ja auch so, wen sie auf keinen Fall präferiert, nämlich einen Mann aus der von ihr höchstselbst heruntergewirtschafteten CDU. 😁

  8. Bruno Paper 24 Juni, 2021 at 12:26 Antworten

    Als ich gestern die onvista-Seite besuchte, traute ich meinen Augen nicht: Der Schriftzug “onvista” erschien nicht im gewohnten Pink, sondern prangte in Regenbogenfarben. (Ich habe mir leider keinen Screenshot davon gemacht.) Die Wirtschafts- und Finanzwelt ist offenbar auch schon zeimlich Regenbogen-verstrahlt. was versprechen die sich eigentlich davon? Mich turnt das jdenfalls eher ab als an. Bei Klonovsky (acta diurna) kann man übrigens sehen, wie das BMW-Emblem in Regenbogenfarben daherkommt.. Bei BMW Saudi Arabia sieht man allerdings keine Regenbogenfarben, muss wohl ein Versehen sein. 😉 So viel zum Thema bunter Gratis-Mut.

  9. Radfahrer 24 Juni, 2021 at 12:39 Antworten

    “Als dort in der vergangenen Woche ein 67 Jahre alter Mann ohne Maske vor einer Eisdiele entdeckt wurde, ringt ihn ein Reul-Rambo nieder und fixiert ihn auf dem Pflaster.”

    Im später abgefassten Einsatzbericht des Polizeibeamten Kollege Verdienstvoll ließt sich das vermutlich so oder ähnlich:
    Aufgrund des physischen Zustandes der angesprochenen Zielperson konnte ein erhöhtes Eigengefährdungspotential bei dem Einsatz ausgeschlossen werden, ein taktischer Rückzug war in diesem Fall deshalb nicht erforderlich und die Maßnahme konnte vollumfänglich umgesetzt werden.

    • Richard R. 24 Juni, 2021 at 15:55 Antworten

      67 oder 77, das ist die Frage. Bei Reitschuster und in dem dort zitierten Twitter-Beitrag ist er 77 Jahre alt, während die JF, auf die sich Reitschuster explizit bezieht, sein Alter mit 67 angibt. Naja, das Alter ist letztlich nicht so wichtig. Wenn man das Video von “Mic Eff” auf Twitter anschaut, bekommt man jedenfalls eine kalte Wut auf “unsere” Polizei. Den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit scheinen nicht mehr alle zu kennen. Wird polizeiliche Brutalität zur Normalität? Hoffentlich nicht.
      Im Video ist die Stimme eines unschwer als Migrant zu erkennenden Passanten zu hören: “Er ist doch eine ältere Person, den greift man doch nicht so an. Das könnt ihr nicht machen”. Doch sie können es und sie tun es.

  10. Wolf Köbele 24 Juni, 2021 at 19:06 Antworten

    Der Regenbogen als Symbol wird nirgends thematisiert. Ich wundere mich über eine flächendeckend wirkende Bibelfestigkeit. Die Schlußfolgerungen allerdings offenbaren Verstand für einen Pfifferling. Der Regenbogen wurde als Zeichen gesetzt, daß der Ichbinderichbin mit den Menschen seinen Frieden machte. Und jetzt kommt das entscheidende Element des biblischen Berichts: “NACHDEM er die Nephilim ausgerottet hatte”, Also: ich wäre als Schwuler etc. über den Regenbogen nicht erfreut.
    In 1 Mos 6 ist von Nephilim, die Rede, die ich für LBGTetc genommen habe. Natürlich wäre die Geschichte von Sodom und Gomorrha (Gen18-19) drastischer gewesen, wo sich ja der Begriff “Sodomie” herleitet, der bis in die neuere Zeit für Homosexualität bzw. jede Art von sexueller Devianz, seitdem aber für Zoophilie steht. Aber an deren Ende steht kein Regenbogen.
    Daß Thomas Müntzer mit seiner “Schlacht unter dem Regenbogen” bei Frankenhausen in Thüringen Pate für die LGBT-Aktivisten herhalten muß, wird ihn noch im Jenseits (falls es eines gibt) quälen – vielleicht schlimmer als die Folter vor seiner Enthauptung.

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