Aufregung im Hühnerstall

Zitate zu Thüringen (nur für die Akten…)

Der „Tag der Schande“ (Bild) in Zitaten. Auf Äußerungen der als notorische Pöbler bekannten Spezialdemokraten ohne Amt und Bedeutung wurde hierbei bewusst verzichtet – zu irrelevant, zu unsinnig, außerdem passen sie nicht zum Stil unseres Hauses...

Einen „Tag der Schande“ nannte Bild die Vorgänge in Thüringen. Damit meint Bild aber nicht etwa die Tatsache, dass die Familie von Ministerpräsident (hahaha) Thomas Kemmerich von der Polizei geschützt werden muss und Kemmerichs Kinder teilweise unter Begleitschutz in der Schule waren. Denn diese erschreckende Realität in Zeiten des roten Terrors ist für Bild längst kein Tag der Schande mehr, sondern inzwischen so normal wie SPD-Politiker, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, nachdem sie die staatlichen Schulen mit ihrer Politik ruiniert haben.

Wir dokumentieren die letzten politischen Stunden anhand von verschiedenen Zitaten aufgescheuchter Polithühner, die einen Fuchs gesehen haben wollen. Man könnte es auch für ein Drehbuch von Monty Python halten.

Christian Hirte, CDU, Mike Mohrings Stellvertreter und Ostbeauftragter der Bundesregierung:
„Herzlichen Glückwunsch @KemmerichThL! Deine Wahl als Kandidat der Mitte zeigt noch einmal, dass die Thüringer RotRotGrün abgewählt haben. Viel Erfolg für diese schwierige Aufgabe zum Wohle des Freistaats.“

Wolfgang Kubicki, FDP:
„Jetzt geht es darum, eine vernünftige Politik für Thüringen voranzutreiben. Daran sollten alle demokratischen Kräfte des Landtages mitwirken.“ Dann fügte er hinzu: „Was die Verfassung vorsieht, sollte nicht diskreditiert werden.“

Hans-Georg Maaßen, CDU: „Hauptsache, die Sozialisten sind weg.

Alexander Gauland, Ehrenvorsitzender der AfD:
Ich halte es für klug, dass man den mit einer bürgerlichen Mehrheit unterstützt, der eine Chance hat. Es ist ein Signal, dass man nie eine demokratische Partei aus dem demokratischen Diskurs ausgrenzen sollte.“

Angela Merkel, CDU, Bundeskanzlerin, derzeit Afrika.
Das Votum „ist unverzeihlich“, und das Ergebnis muss rückgängig gemacht werden. „Es war ein schlechter Tag für die Demokratie.“

SPD-Chefin Saskia Esken:
„Diese Ministerpräsidenten-Wahl war ein abgekartetes Spiel und muss korrigiert werden!

Norbert Walter-Borjans, Mitarbeiter von Esken:
Alles, was auch seine Chefin sagte. Nur noch etwas „Faschismus,  Rassismus und Hetze gegen anders denkende Menschen dazu.

Markus Söder, CSU
„Es braucht eine rasche, eine schnelle und eine konsequente Korrektur dieses Missgeschicks von Thüringen und danach eine Festlegung, wie dauerhaft damit umzugehen ist.“

JU-Chef Tilmann Kuban
Der Ruf nach Neuwahlen ist falsch und wird die Ränder rechts und links stärken.“

Bodo Ramelow, SED-Thüringen
„Ich musste an die Überlebenden und die Kränze in Buchenwald denken, dem ehemaligen Konzentrationslager in Thüringen.“

(ACHTUNG, wichtiger Hinweis: Ramelow meinte damit nicht dieses KL-Buchenwald, in das die Kommunisten in der SBZ ihre Gegner verbrachten.)

Christian Lindner, noch Chef der FDP
Thomas Kemmerich hat sich binnen eines Tages aus der Abhängigkeit von der AfD befreit.

Thomas Kemmerich, Ministerpräsident von Thüringen
„Zusammen mit meinen Kollegen der Landtagsfraktion der Freien Demokraten haben wir beschlossen, die Aufhebung des Thüringer Landtages zu beantragen. Damit möchten wir Neuwahlen herbeiführen, um damit den Makel der Unterstützung durch die AfD vom Amt des Ministerpräsidenten zu nehmen.“

Roland Tichy, Journalist und Verleger
„Wenn es überhaupt zur Selbstauflösung des Thüringer Landtags kommt. Denn eines ist aus Sicht vieler Abgeordneten auch klar: Lieber ein Mandat in der Hand als ein Antragsformular für Hartz IV unterm Amtsdach.

Ach ja: Die Spezialdemokraten jenseits des Atlantik melden zerknirscht, dass ihr Absetzungsverfahren gegen Donald Trump nach 30 Minuten vom Tisch war.

 

16 comments

  1. Armin V. 6 Februar, 2020 at 20:23 Antworten

    Es besteht kein Zweifel mehr daran: Wir werden von Idioten regiert.

    In der ersten Reihe sitzt auch der Bayerische Vollblut-Depp!

  2. Tobi K. 6 Februar, 2020 at 20:29 Antworten

    Wer jetzt noch nicht begriffen hat, was in diesem Land abgeht und wohin wir steuern, dem ist nicht mehr zu helfen. Hier geht politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich alles den Bach runter. Und das in einem immensen Tempo. Ich behaupte mal, in den nächsten Jahren werden noch mehr Menschen fluchtartig dieses Land verlassen. Wer kann, der geht. Wer finanziell und beruflich die Möglichkeit hat, sollte sich und seine Familie im EU-Ausland in Sicherheit bringen. Dank des Brexit eröffnet sich sogar eine neue Alternative. Dieses Land wird ausbluten und was hier bleibt, wird sich mit den heute noch nicht für möglich gehaltenden Zuständen abfinden müssen. Ein von unseren Staatsmedien weitestgehend ausgeblendeter Blick nach Schweden sollte genügen, um zu sehen, was bald auch auf uns zukommt.

  3. Ingolf Pärcher 6 Februar, 2020 at 22:06 Antworten

    Na, irgendwie wird ein Neuwahlen- Votum zusammengemurkst, das sind die politicians den journos doch in Gegenleistung schuldig, was? Wie Bei McKing oder so: Echte Köche gibt es nicht mehr, wer ist Frontpersonal, wer rödelt an der Friteuse oder am Bulettenröster? Ist auch egal, das Essen ist zurechtreguliert, wer die Fritten knusprig macht, wird gefeuert – alles austauschbar, Hauptsache parteikonform. Geheiligt sei die EU samt stets versagensbereiter Kommissions- Präsidentin!
    Unser Kampf gegen die Schwefel- und Hölle- Buben satanischer Populisten sei gesegnet durch Merkels Zurechtweisung der Ungläubigen durch obskures Gefasel.
    Na, sie hat uns immerhin vor der “Wanderung brauner Fackelzüge durch Erfurt” bewahrt!

  4. Luisa Nemeth 6 Februar, 2020 at 22:11 Antworten

    Ich erinnere mich an Zeiten einer demokratischen Grundordnung. An eine Demokratie, in der ich gut und gerne gelebt und earbeitet habe, was derzeit bis auf weiteres enteignet wird. Dieses Polittheater behindert freies Leben, freie Denke – kostet Kraft. Danke, Herr Paetow, für den Willen zur Aufmunterung. Aber was diese “geldgierigen Laienspieler” uns vorführen, ist nicht mal einen Lacher wert.

  5. Ratlos 7 Februar, 2020 at 01:39 Antworten

    Ich frage mich bzgl. der Neuwahlen in Thüringen was sein wird, wenn die alten Parteien wieder Stimmen verlieren und diese zu den Linken sowie zur AfD gehen werden und so wieder ein Unentschieden zustande kommt…? Immer weiter wählen lassen, bis das Ergebnis passt?

    Grüne, FDP und SPD haben dort fertig, das ist klar. CDU hat es zum Machterhalt, trotz vorherigen Wahlversprechen, links und bei der AfD versucht, wird auch erheblich Stimmen abgeben müssen, also wandert ein Teil zu den Genossen und ein Teil zur AfD. Die Spaltung des Landes geht weiter. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was da noch alles auf uns zu kommen wird.

  6. Herbert Priess 7 Februar, 2020 at 07:03 Antworten

    Das ist die Demokratie die der Habeck den Thüringern bei bringen wollte. Ich denke, die haben jetzt begriffen wie gelebte Demokratie aussieht. Ein Shitstorm mit übelsten Beschimpfungen und Beleidigungen in den Medien und ein paar hundert Demonstranten vor dem Landtag und schon hüpfen die Feiglinge von der FDP zurück. man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen, da wurde ein Liberaler gewählt, in einer demokratischen Wahl und das wird nicht geduldet, weil mit Stimmen der AfD gewählt. Kann unsere Demokratie noch mehr beschädigt werden? Zu Neuwahlen bedarf es eine 2/3 Mehrheit im Landtag und die kommt nicht zusammen. Das Parlament auflösen und die MiPre Wahl widerholen. Ramelow sagte, er steht zur Neuwahl als President bereit und dann sollte die AfD geschlossen für ihn stimmen. Diese Schmach gönne ich dem und dem ganzen LinksGrünRoten aus tiefsten Herzen.

  7. Paula 7 Februar, 2020 at 09:49 Antworten

    Söder ist wohl jetzt an einem Punkt angelangt, wo er nur noch nachplappert, was Merkel vorgibt. Wie Seehofer.
    Man bemerkt das ja schon die ganze Zeit, wie die AfD aus allen Talkshows/Sendungen/Interviews verbannt wird und sich eine Mauer aus CDU/CSU, SPD, Grünen und auch LINKE gegen die AfD etabliert hat.
    Da ist es doch völlig egal, dass 35.000 ehemalige CDUler in Thüringen die AfD gewählt haben.
    Mit einem Kreuz bei der falschen Partei sind sie quasi sofort “Nazis.”
    Dass Kemmerich und seine Familie nun Polizeischutz brauchen finden diese Haltung bewahrenden Politiker wohl angemessen und selbst schuld.
    Fazit: Unsere Parteienlandschaft ist geradezu perfekt darin, auszugrenzen und sieht sich nicht als Teil dieses Problems.

  8. DemWalterseinWeidenvogel 7 Februar, 2020 at 12:14 Antworten

    Das rote Pack hat’s wieder mal geschafft
    und einen Staat dahingerafft
    Aus der Fassade quillt der ganze Dreck
    morsch und brüchig – bald isse weg
    Der freie Blick verweilt dann nur
    auf einer lupenreinen Diktatur
    “Demokratie” steht noch auf dem Firmenschild
    doch wird diktiert mit Fernsehn, Zeitung und auch BILD
    Mehltau liegt auf allem, die Zeit ist bleiern
    und der Parteibuch-Pöbel tut sich selber feiern

  9. Ricardo Leinicke 7 Februar, 2020 at 15:11 Antworten

    Bis zur lupenreinen Dikatatur fehlt zwar noch einiges, aber wir schaffen garantiert auch noch das bisschen, was jetzt noch fehlt. Und was wird dann aus mir bzw. aus denen, die sich zur Zeit noch in den alternativen Medien äußern dürfen, später aber nicht einmal mehr das? Bleibt uns dann nur noch ein Leben in der inneren Emigration?
    Gibt es zu dem Thema eigentlich schon Ratgeber, z.B. von Thilo Sarrazin oder anderen Ausgegrenzten, Verfolgten und Verfemten, die auf diesem Gebiet schon einige Erfahrungen mitbringen? Z.B.: “Leben in der inneren Emigration. Wie man durchhält ohne aufzugeben. Ein Überlebensratgeber.” Wäre dankbar für einen Tipp.

    • Tobi K. 7 Februar, 2020 at 17:57 Antworten

      Zu einer lupenreinen Diktatur fehlt noch einiges? Da fehlt nicht mehr viel. Meinungsfreiheit ist mit das höchste Gut in einer Demokratie, wenn nicht gar das größte. Und bei uns wird der Meinungskorridor immer enger und enger. Klar kann man noch sagen, was man denkt und auch kritisieren, ohne gleich in den Knast zu wandern. Man muss aber unter Umständen schon mit heftigen Konsequenzen rechnen. Wer vom linken Mainstream abweicht, bekommt desöfteren Probleme. Das reicht von der Politik über die Medien, Behörden, Schulen, … Jeder kann sofort zur Zielscheibe der extremen Linken werden. Bei Kemmerich hat man gesehen, wie schnell die rote SA (Antifa) mobilisiert werden kann. Da steckt ein ganzes Netzwerk dahinter. Kein Wunder, dass so viele Leute anderer Parteien lieber ihr Maul halten. Also für mich hat das alles schon mehr diktatorische Züge als man wahrhaben will. Aber man wollte ja damals die SED nicht verbieten …

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