Marie-Agnes Strack-Zimmermann, wir haben extra nachgefragt: Sie können bedenkenlos als Kandidatin für den FDP-Chefposten antreten. Sie haben Ihre Kandidatur zurückgezogen. Weil eine solche aufgrund Ihrer Aufgabe als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament nicht möglich sei, haben Sie gesagt. Aber wir haben es abgeklärt: Doch, das geht. Also fassen Sie sich ein Herz, und machen Sie dem Elend der FDP ein schnelles Ende…
BLACK BOX BÜCHER
- (Symbolbild)
Vertreiben wir uns die Zeit ein wenig mit Umfragen, getreu der Erfahrung: Lieber ZDF-Barometer als Maybrit Illner. Diesmal lautete die Frage: Welches Schweinderl hätten‘s denn gern in der Regierung? Ein rotes, grünes, schwarzes oder gelbes?
- Oder 40 Schuss?
Aufarbeitung der Ost-Wahlen im TV. CDU-Armin Laschet bei Maischberger: „In keinem deutschen Bundesland darf ein Minister der AfD Verantwortung übernehmen.“
Logische Nachfrage (natürlich nicht bei Maischberger) wäre gewesen: In welchem Bundesland hat ein CDU-Minister für irgendetwas schon mal die Verantwortung übernommen?
- Von Erfurt bis VW
Humor hamse ja, die ollen Kommunisten. Die Chefin der SED Thüringens (Doppelname vernachlässigbar) bringt nun ein Bündnis aus BSW, Linke und SPD ins Spiel. So könnte die Volksfront als Minderheitsregierung weitermachen. Schließlich hatte Ramelow auch niemals genügend Stimmen, um eine Regierung zu stellen.
- Wie im Westen
Für Michael Kretschmer ist rechnerisch alles klar. Er ist „diese Leute“ (K. über die Grünen) endlich losgeworden und macht mit dem BSW weiter (die SPD wird im Rahmen der Inklusion weiter mitbeschult).
- Der Tag danach
So schnell kann's gehen. Vor laufenden Kameras verwandelte sich Thüringens noch amtierender Ministerpräsident Bodo Ramelow in Mimik und Wortwahl („braune Arschlöcher“) quasi über Nacht wieder in den kleinen linken Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen, der er einst gewesen ist.
- Noch zwei Tage...
Ihre Demoskopen haben noch mal alles schöngerechnet, die Presse zog einen AfD-Renegaten (aus Rheinland-Pfalz) vor die Mikrofone und die Regierung hat sogar ein paar Goldstücke geopfert – jetzt müssen in Sachsen und Thüringen die Wahlhelfer ran.
- Noch drei Tage...
Nur gut, dass bei Edeka in der Aufregung nicht das Edeka-Anzeigenmotiv aus dem Jahre 1933 („Deine Stimme dem Führer“) mit dem für das Jahr 2024 („Warum bei Edeka Blau nicht zur Wahl steht“) verwechselt wurde. Gott, was würden da für Fragen gestellt. Oder ist schon alles aufgearbeitet?
- Noch Vier Tage
Wer hat Chef Olaf nur geraten, als Wahlkämpfer im thüringischen Jena auf den Marktplatz zu gehen? Die Wahlkampfstrategen in Sachsen waren schlauer. Die organisierten für Olaf einen Auftritt in einem kleinen Kulturzentrum (in Delitzsch) mit 150 ausgewählten Genossen. Das gibt schöne Bilder, und die Pressefritzen konnten wenigstens verstehen, was Olaf zu sagen hatte.
- Noch fünf Tage...
Friedrich Merz gibt nochmal alles. Fordert einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, will sogar die „nationale Notlage ausrufen“, um die deutschen Grenzen vor illegalen Migranten zu schützen.
- Noch 6 Tage...
Wieder einmal sind wir Zeugen eines schaurigen Rituals, das direkt vor unseren Augen abläuft. „Es passiert ein schreckliches Verbrechen – Erster Akt. Zweiter Akt: Bestürzung, Empörung. Dritter Akt: Ruf nach harten Maßnahmen. Vierter Akt: Warnung vor der Überreaktion. Fünfter Akt: Übergang zur Tagesordnung.“ (Franz Josef Strauß, 1986)
- Amtsrichter F. urteilt, und das WSJ hats kapiert...
Umfragen, Umfrage Umfragen, und bei allen sieht es schlecht für die Grünen aus. Nun versuchts Göring-Eckardt mit dem Enkeltrick. Wenn die AfD an die Macht kommt, sollen „Riverboat, Florian Silbereisen an Weihnachten und alles was der MDR sonst so produziert, wegfallen“.
- Voll im Trend wie rote Socken
Spätestens in einem Jahr sollte Svenja Schulze, SPD, endlich einmal ausspannen können, dann müssten die aufzehrenden Jahre als Ministerin endgültig vorüber sein. Gott, was hat die Frau geschuftet! Gerade erst war sie drei Tage in Islamabad, „um sich dort über die Wirksamkeit des deutschen Lieferkettengesetzes zu informieren“, wie die Presse anerkennend formuliert.
- Faustrecht reloaded
Gut, dass das ZDF mit seiner Einschätzung von einer „Schießerei“ am Frankfurter Hauptbahnhof mal wieder daneben lag, denn bei einer Schießerei wären die Kugeln nur so geflogen und hätten auch Unbeteiligte verletzten können. Weil es sich aber um eine Hinrichtung handelte – ein Türke liquidierte einen Türken mitten in Nancy Faesers Waffenverbotszone – blieb es bei einer Art innerer Angelegenheit.
- Das Bundeskriminalamt rüstet auf.
Puh, nochmal Glück gehabt. SPD und Grüne würden in Sachsen mit jeweils 6 Prozent den Einzug in den Landtag schaffen, meldet Forsa (Chef: SPD-Genosse Güllner). Und weil er objektiv ist, gesteht er der CDU plus 3 Punkte auf 33 Prozent zu – womit es für eine Fortsetzung der Regierung Kretschmer (Schwarz-rot-grün) reichen würde.
- Die letzte Chance für Rote und Grüne
Die SPD mache "schwierige Zeiten" durch, so Parteichefin Saskia „Antifa“ Esken. In Thüringen und Sachsen wollen die Bürger laut Umfragen gleich ganz auf die „Mitarbeit“ der Spezialdemokraten im Parlament verzichten. Mal sehen, was die Wahlhelfer noch ausrichten können.





