Hat Serhii Kusnetzow die Nord Stream-Pipeline gesprengt? Das glaubt jedenfalls der Generalbundesanwalt, und wir wünschen der Staatsanwaltschaft vor Gericht (derzeit in Hamburg) toi, toi, toi. Viel wichtiger ist, dass die Bundesanwälte sicher sind, dass der Angriff auf unsere Energieinfrastruktur „im Auftrag staatlicher Stellen der Ukraine durchgeführt“ wurde. Also: Wir geben der Ukraine 100 Milliarden Euro und zum Dank zerstört die Ukraine unsere Energieversorgung.
Weiß das der Fritz? Wahrscheinlich hats ihm sein bester Freund Selenskyj als Trinkspruch serviert, aber Fritz dachte womöglich, das sei der berühmte ukrainische Humor. Jedenfalls hat er die nächsten Geldtransfer-Pakete bereits geschnürt, aber, so Fritz über alle Sender des Landes, die Gelder für die Ukraine „speisen sich nicht aus Geld für Bildung und Gesundheit“, somit hat er ja eigentlich gar nichts gezahlt, sondern das wird alles abgebucht. Und was besonders wichtig ist: „Kein Euro fehlt.“ Da sind womöglich zahlreiche Mitarbeiter der ukrainischen Korruptionsbehörde anderer Meinung, aber die sind inzwischen verhaftet oder geflohen.
Überhaupt nur Blablabla bei der heutigen „Regierungserklärung“. Aber des Merzens Ausflug ins Prophetische wollen wir denn doch nicht unterschlagen. Also sprach der Kanzler: „Ganz nüchtern betrachtet stehen wir vor zwei Szenarien: Die Welt des 21. Jahrhunderts kann eine für uns feindlichere, kleinere, unfreie und düstere Welt werden. Sie kann aber auch eine für uns freundliche, freie, friedliche Welt (mit mehr Partnerschaften, Handel und Industrie) werden.“
Ja gut, Fritz, aber dafür müsstest du ja dann wohl weg.
In diesem Sinne will die SPD dem Kanzler auf die Sprünge helfen. Mag der Bas-Nachfolger Alexander Schweitzer auch fromm (So wahr mir Gott helfe!) den Amtseid geleistet haben, so kann Merz seine „Reformen“ ruhig schon mal in die Ablage P sortieren. Nicht mit diesem Mann! Die rote Manu aus MeckPomm lässt derweil nicht ab, sondern nutzt jedes Mikrophon, um Merz als „unmenschlich“ zu geißeln, weil er die arme Bärbel nicht in Ruhe habe ein paar Monate trauern lassen. Je länger die Pietätsdebatte die Empörungswelle der Spezialdemokraten antreibt, desto mehr Ungereimtheiten kommen ans Licht.
Der Blogger Danisch: „Was muss das für ein Schicksalsschlag sein, wenn man fest überzeugt ist, dass man gar keine Kinder hat, und einem dann plötzlich die Tochter stirbt.“ Denn, wir haben es überprüft, auf Bas‘ Website steht tatsächlich seit langem: „Ich selbst bin verwitwet und habe keine Kinder.“
Müssen die Syrer zurück? Natürlich nicht! Es haben lediglich syrische Straftäter und solche, die trotz Verfolgung in der Heimat Urlaub machten, einen Brief vom BAMF bekommen, der als „Bescheid“ gekennzeichnet ist, und wichtige Hinweise und einen Vorschlag enthält. Der Hinweis: „Die Lebensgefahr für Rückkehrer liege nur bei 0,017 Prozent“ (Fun Fact: Das Risiko hierzulande bei Unfällen in Haushalt, Verkehr und Arbeit umzukommen liegt bei 0,06 Prozent). Der Vorschlag: Die Bundesregierung zahlt bei Rückkehr 4.000 Euro pro Familie. Das ist allerdings nicht mal für Singles annehmbar. Dass der Bescheid 16 Seiten lang ist (Syrisch? Deutsch?), zeigt, worum es dem BAMF wirklich geht: um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Asyl-Anwälte und damit um die Steigerung des Bruttosozialprodukts.
1 Kommentar zu „Mit freundlichen Grüßen“
Die Gelder für die Ukraine „speisen sich nicht aus Geld für Bildung und Gesundheit“. „Kein Euro, der in die Ukraine fließt, fehlt bei den Sozialausgaben und den Bildungsausgaben in unserem Land. Kein Euro fehlt.“
Was für ein erbärmlich rabulistisches, nur noch schlicht enervierendes Geschwätz, heute wieder einmal just desjenigen, dem, was ein gnädiges Schicksal uns hätte ersparen mögen, an erster Stelle die Geschicke unseres Staates anvertraut worden sind.
Natürlich fehlt das Geld in unserem Lande bei den ständig in der Leistung abgebauten, aber dennoch im Beitrag steigenden Sozialleistungen wie auch sonst an allen Ecken und Enden, wo es dringendst gebraucht würde, nur um die allerschlimmsten überall, gerade auch im Bildungs-, Wohnungs- oder Verkehrsbereich augenfällig sichtbar werdenden Miss- und Fehlstände auf ein halbwegs erträgliches Maß zurückzuführen.
Und selbstverständlich fehlt das in die Ukraine fließende Geld auch dann, wenn statt dessen bei uns die bestehende Steuern- und Abgabenlast je nach aktuellem oder akutem Bedarf an noch so unpassender Stelle erhöht wird, falls nicht gleich höchst erfinderisch neue Steuern, gerne auch Luftsteuern oder vergleichbarer Dumm- und Unfug, zwecks Rettung der menschlichen Spezies oder zumindest zu unserem Besten in die Welt gesetzt werden.
Und selbstredend werden schließlich nur die hiesigen Steuerbürger für die mittels ominöser, um nicht zu sagen: obszöner Sondervermögen angehäuften, skrupellos in die Ukraine umgeleiteten Schuldenmilliarden zuzüglich horrender Zinsen irgendeines nicht mehr allzu fernen Tages aufkommen müssen.
Aber ungeachtet dessen gilt ungerührt wie eh und je die infam-verderbte, schon bei den Flüchtlingskosten amtlich wohlerprobte Beschwichtigungsformel: „Niemandem wird etwas weggenommen.“
Fazit: Rette sich, wer kann, und wehe denen, die zum Hierbleiben entschlossen oder verdammt sind.