Jetzt noch billiger!

Unsere Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, CDU, kam ja eher etwas langsam in die Gänge, was vielleicht an ihrem aufregenden Privatleben gelegen haben könnte (Grüße an Graf Guttenberg), aber jetzt zeigt auch sie, wie der neue demokratische Sozialismus funktionieren könnte: Mit staatlicher Preisgestaltung.

So soll Tankstellen nur einmal am Tag eine Preiserhöhung erlaubt werden, ganz gleich, was der Ölpreis macht. Bravo. Bestimmt hat sie dabei bedacht, dass die Kapitalisten um die Mittagszeit den höchstmöglichen Preis aufrufen werden, und den dann schrittweise senken (bleibt erlaubt), wenn sich die Nachfrage zu schwach entwickelt. Teurer wird’s dann wieder am nächsten Tag.


Auch Parteifreund Wadephul strengt sich jetzt noch mehr an, um bei den Bürgern einen noch besseren Eindruck zu machen. So nahm er auf seiner aktuellen Reise an den Golf zehn (in bescheidenen amtlichen Worten: „eine niedrige zweistellige Zahl“) gestrandete deutsche Staatsangehörige in seinem Dienstflugzeug mit in Sicherheit. Wir hoffen, die Tagesschau berichtete.

Im Iran ist „praktisch nichts mehr übrig“, was man noch bombardieren könne, klagt Donald Trump, weswegen Israel anscheinend bereits den Libanon plattmacht. Amerikaner und ihre Volksvertreter haben inzwischen völlig den Faden verloren. Der Senator von Connecticut (Dem), ein gewisser Murphy, berichtet aus einem geheimen Briefing, er könne zwar keine vertraulichen Informationen weitergeben, aber so viel will er verstanden haben: Das Kriegsziel sei nicht die Zerstörung des iranischen Nuklearprogramms. Auch ein Regime-Change stünde nicht auf dem Programm. Stattdessen gehe es in erster Linie um die Zerstörung von Raketen, Schiffen und Dronen-Fabriken. Was aber, wenn die Fabriken nach dem Bombardement wieder aufgebaut werden? Das so Murphy, habe man wohl nicht bedacht.

Sein Amts-Kollege und Parteifreund Richard Blumenthal hat das Briefing so verstanden: „Wir scheinen auf dem Weg zu sein, Bodentruppen in den Iran zu schicken.“  


Die Sicherheitsbehörden in Berlin
melden einen spektakulären Erfolg. „Weniger Messerangriffe in Verbotszonen“. Das SPD-Konzept ist voll aufgegangen. Gut, es kann auch an einer „veränderten statistischen Erfassung“ liegen, aber egal: Erfolg ist Erfolg. Jetzt muss nur die Zunahme von Schusswaffenkriminalität angegangen werden. Am besten mit Schusswaffenverbotszonen.

Hatten wir vergessen zu berichten, dass Ungarn Gold, Euro und Dollar im Wert von 80 Millionen bei einem Ukrainer beschlagnahmt hat, der auf den Namen „Hundemann“ hört? Das sei hiermit nachgeholt. Wie? Man darf nur 10.000 Euro Bargeld mit sich führen in der EU? Wie soll Hundemann das wissen? Die Ukraine gehört (noch) nicht zur EU.

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3 Gedanken zu „Jetzt noch billiger!“

  1. Verbrennerfahrer

    „Mit staatlicher Preisgestaltung.“ Liegt hier vielleicht ein orthographisches Missverständnis vor? War eventuell die „stattliche Preisgestaltung“ gemeint?

  2. Ach, wie ist das doch so schön,
    nur einmal darf sich der Spritpreis erhöh’n …

    … leider nicht im Jahr oder wenigstens im Quartal, sondern am Tag. Nun kann jeder rätseln, wann das sein wird. Am besten wäre wohl kurz nach Mitternacht, dann würden die Gewinne für den Staat und die Ölkonzerne den ganzen Tag sprudeln. Zwar können die Preise dafür beliebig oft gesenkt werden, aber es scheint keine Muss für Preissenkungen zu geben. Also ist das doch nur ein „Hinter die Fichte führen!“
    Dabei soll es Länder geben, die den Spritpreis deckeln. Schön wär’s, dort seine Zelte aufgeschlagen zu haben …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

  3. Innensenatorin Spranger betonte: „Für illegalen Waffenbesitz und bewaffnete Auseinandersetzungen gilt in Berlin: Null Toleranz.“ Echt jetzt? Ich dachte immer, fünf Schüsse aus der illegalen Kalaschnikow pro Kalendervierteljahr seien noch ok. Berlin will doch immer tolerant sein – da muss das auch bei Schießereien gelten.

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