Reisen. Hauptsächlich reisen.

Natürlich ist der Welthandel ein wichtiges Anliegen unseres Außenministers Johann Wadephul. Und so steht er am Fenster im 57. Stock des Marina Bay Sands Hotels in Singapur, blickt hinab auf die Straße von Malakka und zählt Containerschiffe. Das ist er, der freie Welthandel mit seiner regelbasierten Ordnung, der gefährdet ist durch China, Russland und die USA.

Aber Johann Wadephul hat den Kampf gegen die Mächte des Bösen aufgenommen und will die Freunde des Multilateralismus, der UN-Charta und des freien Handels um sich scharen in dieser schweren Zeit. Bereits zum vierten Mal in seiner achtmonatigen Amtszeit besucht der deutsche Außenminister den Indopazifik. Bereist Singapur, Neuseeland, Australien und das polynesische Königreich Tonga, um Verträge zu schließen, Vorträge zu halten und sich die Produktionsstätten deutscher Firmen anzuschauen, die sich von daheim abgesetzt haben.

Außerdem ist es wärmer als in Berlin, wo die Menschen sich den Hals brechen, weil Berlins demokratische Parteien nach dem unerwarteten Kälteeinbruch (früher: Winter) erst noch über den Einsatz von Streusalz diskutieren mussten.


Heute gedenken die Klimajünger ihres Bruders Gerhard Hillebrand, des Opfers der Klimawandelleugner und Mehrtürer des wahren Glaubens, der so tapfer wie vehement für eine Spritpreiserhöhung kämpfte, „um die Klimaschutzziele zu erreichen“, der aber blöderweise zugleich Vorsitzender des ADAC Schleswig-Holstein und „Verkehrspräsident“ des Gesamt ADAC war. Von einem der Ämter (oder beiden, die Presse ist etwas ungenau) trat Hillebrand nun zurück, weil angeblich 60.000 Autofahrer die Vereinsmitgliedschaft kündigten.

Schließlich war der ADAC mal als Pannenhilfe und Lobbyorganisation der Automobilisten gegründet worden, und nicht als offizielle Vorfeldorganisation der grünen Autofeinde.

Justiz und Presse laufen langsam zur Höchstform auf, um „unsere Demokratie“ zu retten. Da wird ein AfDler in Bayern wegen „Geldwäsche und Nötigung“ verurteilt, weil man ihm „Volksverhetzung“ nicht nachweisen konnte. In MeckPomm entging eine AfD-Kandidatin knapp einem „Interview“ über ihre „frühere Tätigkeit im Zusammenhang mit einem Escort-Service“, und der Spiegel entdeckte „Hitler-Sprüche und AfD-Lob“ in den Epstein-Akten.

Wer sagts dem Selenskyj? Die Europäische Union hat, laut Nachrichtenagentur Reuters, im Januar 2026 mehr russisches Gas importiert als im Januar des Vorjahres.

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4 Kommentare zu „Reisen. Hauptsächlich reisen.“

  1. Michael Verhoeven

    Nun der ADAC ist bekannt für seine wundersamen Entwicklungen. Tatsächlich wurde er von Motorradfahrern gegründet, im Mai 1903 in Stuttgart als „Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung“ (DMV). Aufgrund des wachsenden Anteils von Automobilbesitzern erfolgte 1911 die Umbenennung in „Allgemeiner Deutscher Automobil-Club“ (ADAC). Die Wurzeln liegen somit in der Vertretung von Interessen motorisierter Zweiradfahrer. Muss man nicht wissen ist auch eher unter Motoradfahrern hin und wieder Thema.

  2. Kann man den Spruch „Go woke, go broke“  nun auch im „bildlichen Sinne“ auf den ADAC übertragen??

    „Der Spiegel entdeckte „Hitler-Sprüche und AfD-Lob“ in den Epstein-Akten“. Hmm..kann es sein, dass der Spiegel die Hitler-Tagebücher aus dem Archiv geholt haben und neu „interpretiert“ haben?? Nur so ein Gedanke. .

    So, so, die Europäische Union hat im Januar 2026 mehr russisches Gas importiert als im Januar des Vorjahres. Hmm…da frage ich mich, ist es möglich, dass nach meinem Gefühl von dem Gas fast nichts in Deutschland angekommen ist??

  3. „…weil Berlins demokratische Parteien nach dem unerwarteten Kälteeinbruch (früher: Winter) erst noch über den Einsatz von Streusalz diskutieren mussten.“….(ergänzend) Streusalz, das nicht vorhanden ist

  4. Erst kommt die Saat, die Früchte später,
    und manche Frucht kommt unter die Räder …

    … dass ein Automobil-Club-Oberhäuptling der den Mitgliedern seines Vereins, von deren Beiträgen er lebt, mit seinem Statement dermaßen in den Rücken fällt, vom Karma heimgesucht wird, ist nur gerecht. Man fragt sich nur, was einen Interessenvertreter der Autofahrer dazu treibt, eine Spritpreiserhöhung zu begrüßen?
    Das ist doch ungefähr so „sinnvoll“, als wenn ein überzeugter Autogegner sich plötzlich einen SUV zulegt …

    … Gute Nacht!

    PS: Chapeau für den „Mehrtürer“! Das ist Humor vom Feinsten!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

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