Langnase in China

Pínuòcáo kommt nach China, Rollfeld-Busfahrer lassen Reisende in eingeschneiten Flugzeugen hängen, ein Preisträger beschimpft andere Preisträger auf einer Filmparty als „Nigger“, und die CDU hat jetzt anscheinend auch so was wie einen eigenen Schwachkopf in Spitzenfunktion. Aber der Reihe nach…

„Pinocchio kommt nach Heilbronn“, spottete ein Rentner ebenda und bekam drei Monate später ein Schreiben der Kriminalpolizei (wahrscheinlich mit dem Einfingersuchsystem verfasst). Seit Heilbronn 2024 zum sichersten Stadtkreis in Baden-Württemberg gekürt wurde, langweilt sich die dortige zweite Gewalt und sucht sich ihre Einsatzorte anscheinend im Weiten und im Ungefähren. Als Tätigkeitsnachweis muss nun die Ermittlung gegen besagten Rentner herhalten, der unseren Bundeskanzler, den Ehrlichen Fritz, als Pinocchio bezeichnete, wobei wir uns nun alle auf höchstrichterliche Interpretationen des bekannten Pinocchio-Paradoxons freuen dürfen. Fun Fact: Des Merzens Nase ist seit Amtsantritt tatsächlich kein bisschen gewachsen, obwohl er 1.000 Mal Anlass gegeben hat.


Unser Friederich reist nun nach China, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Obwohl ihn ein Fach-Professor extra aufforderte, vorher noch einmal ein wenig nachzudenken. „Wer nicht verstanden hat, dass Chinas geostrategisches Interesse nicht darin besteht, Russland verlieren zu sehen, der muss sich vielleicht nur einmal hinsetzen und nachdenken.“ Aber zum Hinsetzen und nachdenken hat der Fritz jetzt wirklich keine Zeit.
Apropos. Wir könnten schwören, bei einem chinesischen Humorbeauftragten anlässlich der Chinareise unseres Kanzlers gelesen zu haben: Pínuòcáo kommt nach Peking.


In München machten Rollfeld-Busfahrer vorschriftsmäßig Feierabend, während noch hunderte Reisende in ihren eingeschneiten Maschinen festsaßen. Das muss diese gewerkschaftliche Solidarität sein, von der so oft gesprochen wird.

CDU-Carsten Linnemann glaubt, dass ohne die in den 60ern ins Land geholten Türken das Wirtschaftswunder der 50er Jahre nicht möglich gewesen wäre. Als Begründung dafür, dass wir jetzt noch mehr Migranten brauchen. Bei solchen Logikschwächen sollte man dringend seinen Doktortitel überprüfen.

Wenn Woke feiern. Bei der Verleihung der britischen Filmpreise beschimpfte ein im Publikum sitzender Tourette-Aktivist (Vorbild für den Film „I Swear“) schwarze Preisgewinner auf der Bühne. Kannste nicht erfinden.

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5 Gedanken zu „Langnase in China“

  1. Habe den Link zur China-Reise des Kanzlers geöffnet. „Der deutsche Kanzler ist auf der Suche nach weltweiten Partnern, nachdem die USA ihre alte Rolle teilweise aufgegeben haben.“ Und was habe ich gelesen?? Der deutsche Kanzler ist auf der Suche nach weiteren Pannen…. Hmm..mal abwarten, wie der Besuch verläuft.

    Der CDU-Carsten Linnemann  scheint in guter Gesellschaft zu sein oder hat er gar ein Manuskript vom Außenminister benutzt??. Was sagte vor einiger Zeit (November 2025) Herr Wadephul bei seinem Besuch in der Türkei?? „Es waren ganz entscheidend auch Frauen und Männer aus der Türkei, die mit harter Arbeit unter teils sehr schwierigen Umständen das sogenannte Wirtschaftswunder möglich gemacht haben – sie haben das moderne Industrieland Deutschland mit aufgebaut.“ Das muss man nicht mehr kommentieren!

    Und sonst so??

    Um die Gasversorgung der Ukraine trotz Kriegsschäden und Kälte zu sichern, wird Flüssigerdgas aus den USA über das LNG-Terminal Mukran auf der Ostseeinsel Rügen geliefert. Die Route führt über Lubmin, Polen und schließlich in die Ukraine. Oha, Putins Gas-Knoten in Lubmin hilft jetzt der Ukraine?? Und so nebenbei: Wer bezahlt eigentlich das Gas, nachdem die Ukraine bankrott ist??

  2. Mit Verwunderung werden die Chinesen zur Kenntnis genommen haben, daß der Ukrainekrieg nun schon länger als der 2. WK dauert, behauptete unser Außenkanzler jedenfalls. Früher sind Kanzler mit einem großen Tros an Konzernchefs und Unternehmer nach China gereist um große Verträge abzuschließen. Braucht er heute nicht mehr denn die sind schon lange vor Ort und machen das mit den Chinesen selber aus. Ich bin gespannnt wen er dort alles treffen wird und ob irgendwer Hochrangiger Zeit für ihn hat. Ich werde das bei CGTN im Auge behalten ob er wohl mit allen Ehren am Flughafen abgeholt wird? Wir werden es erleben.

  3. Statt mit ihnen von dannen zu fliegen,
    ließ man sie im kalten Flieger liegen …

    … und das eine ganze Nacht lang, so wird berichtet. Diese Ungeheuerlichkeit ereignete sich nicht auf irgend einem Wald-und-Wiesen-Flughafen, sondern auf dem der bayrischen Hauptstadt.
    Die im Stich gelassenen Passagiere mussten sich doch wie auf einer Zeitreise zurück zu den Anfängen der Luftfahrt vorgekommen sein. Allerdings ohne allen romantischen Schnickschnack und scheinbar auch ohne Einsicht bei den dafür Verantwortlichen. Zu Konsequenzen für Letztere wird das Desaster sicherlich nicht führen …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

  4. Man muss ihn verstehen, unseren Linnemann, die wirkliche Geschichte um die Gastarbeitertürken ist auch gar zu peinlich, die darf das dumme Wahlvolk nicht erfahren, sonst verliert es vollends den Respekt vor seiner Wichtig-Wichtig-Kaste.
    Also, lang ist’s her, da gab es mal kalten Krieg zwischen unserer Schutzmacht und den bösen Russen. Da hatte unsere Schutzmacht die Idee, in der Türkei Raketen aufzustellen, die bis Moskau fliegen konnten. Das fanden die bösen Russen aber gar nicht gut und schafften ihrerseits Raketen nach Kuba, die bis Washington fliegen konnten.
    Das nun fand unsere Schutzmacht überhaupt gar nicht gut und drohte öffentlich und mit viel Getöse, dass jetzt sofort der dritte Weltkrieg ausbräche, wenn die bösen Russen diese Raketen nicht sofort wegschaffen würden. Das taten die auch und die Welt war voll Bewunderung für diesen starken US-Präsidenten, ich glaube, er hieß Kennedy. Heimlich aber, schloss der einen Deal mit den bösen Russen, der nicht ganz so kraftstrotzend war: Die Russen holten ihre Raketen heim und die Amis die ihren und versprachen, Kuba fürderhin in Ruhe zu lassen.
    Eine lange Geschichte, die mit uns eigentlich nichts zu tun hat, aber jetzt kommen wir ins Spiel. Da war ja noch der Türke, und der wollte nicht auf die Stationierungsgelder verzichten, die ihm der Ami zugesagt hatte. Da hatte unsere Schutzmacht eine blendende Idee: Deutschland hatte doch sein Wirtschaftswunder und konnte Arbeitskräfte brauchen, die Türkei hatte Arbeitskräfte aber keine Arbeit. Wie wär’s wenn wir die arbeitlosen Türken nach Deutschland in Arbeit und die dann Geld in die Türkei schicken?
    So kam es dann auch, denn wer wollte einer Schutzmacht widersprechen, auch wenn sie Verträge zu Lasten Dritter macht. Da die feige Unterwerfung unseren Politikern aber peinlich war hat man sich eine nette kleine Geschichtsklitterung ausgedacht und hält eisern daran fest. Sogar die Türken glauben sie inzwischen.

    1. Ja, so ist es. Der damalige Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung (Anton Sabel, CDU) gab zu Protokoll: „Arbeitsmarktpolitisch ist eine Vereinbarung mit der Türkei in keiner Weise notwendig. Ich kann jedoch nicht beurteilen, wie weit sich die Bundesrepublik einem etwaigen solchem Vorschlag der türkischen Regierung verschließen kann, da die Türkei ihre Aufnahme in die EWG beantragt hat und als NATO-Partner eine nicht unbedeutende politische Stellung einnimmt.”
      Deshalb war für dieses Gastarbeiter-Abkommen auch der Aussenminister und nicht der Arbeitsminister zuständig (PI,30.10.22).

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