Heute müssen wir uns mit dem Grünkohlkönig der Stadt Oldenburg beschäftigen, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Träger des dänischen Dannebrogordens, der sich, weil er die Pferdesteuer im Bundesland Schleswig-Holstein verhinderte, ganz offiziell und mit Stempel der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zudem „Freund des Pferdes“ nennen darf.
Spätestens wenn wir Ihnen, verehrte Leser, nun auch noch verraten, dass ebenjener Grünkohlkönig zudem Namensgeber der laotischen Höhlenkrabbe „Erebusa danielguentheri“ ist, wissen Sie, um wen es sich handelt, nämlich den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein höchstselbst, Daniel Günther.
Neben den oben angeführten Verdiensten und Auszeichnungen lässt sich nicht viel aus der Biografie herausholen, außer, dass er, ach, Politologie, Volkswirtschaft und Psychologie durchaus studiert hat mit heißem Bemühn. Heißt Magister gar, und doch stünde er da, genauso klug als wie zuvor, gäbe es nicht das große und wunderbare Betätigungsfeld der Parteipolitik.
Dort segelt er mit Thesen wie „Schweinefleisch gehört zu unserer Kultur und in jede öffentliche Kantine“ bis „Wir brauchen mehr Merkel“ geschickt über das Medienparcours und gilt den linken Journos als netter wie harmloser Geselle, eine Art CDU-Habeck mit Schlips und anständigen Socken.
Weil die linken Journos nun aber ihre Deutungshoheit verlieren, und neue Medien kritische Töne gegen Minderleister in den diversen Regierungen anschlagen, wäre Günthers Vorschlag, solche neuen Medien, namentlich hat er wohl Nius genannt, zu „regulieren, zensieren oder gar zu verbieten“. Denn, so der offensichtlich unbelesene und medienabstinente Ministerpräsident: „Stimmungsmache ist keine Berichterstattung. Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.“ Hat er mal die „Berichterstattung“ von Spiegel und Stern über Trump gelesen?
War es der Gegenwind der mächtiger werdenden neuen Medien? Oder ist es Daniels Heiligem Vater gelungen, das Gewissen seines prominenten Schafes wachzurütteln? Wir wissen es nicht. Aber nachdem der Pontifex in seiner Neujahrsansprache Günther womöglich persönlich adressierte mit den Worten „Das Recht auf Meinungsfreiheit, auf Gewissensfreiheit, auf Religionsfreiheit und sogar auf Leben wird im Namen anderer sogenannter neuer Rechte eingeschränkt“, war der Schleswig-Holstein-Präsident zur Beichte bereit. Also fast. Er sei missverstanden worden, so Günther, er habe bei Lanz lediglich eine Lanze „für hohe Qualitätsstandards unabhängiger Medien“ brechen wollen. Da kann ja wohl keiner was dagegen haben. Also wir wollen dem Papst nicht ins Handwerk pfuschen, aber wir empfehlen mindestens 15 Vater Unser und genauso viele Ave Maria.
Keiner kriegt den Tonwechsel so schön hin wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Eben noch Schirmherr des Ludwig-Erhard-Gipfels, der Weimer-Kontaktbörse einflusssuchender Unternehmer, setzt er heute schon die Schirmherrschaft für 2026 aus und sagt auch den dazugehörigen Staatsempfang ab. Das soll natürlich keine Vorverurteilung sein, lediglich eine ganz normale politische Absetzbewegung.
Unsere Bundeselite rackert sich derweil ab für die Interessen Deutschlands. Fritz in Indien (Fachkräfte!), der sensible Lars in Washington (Seminar über Seltene Erden). Der komische Außen-Johann will für die militärische Sicherheit Grönlands „einen größeren Beitrag“ leisten, nur Pistorius wird mal wieder nicht gefragt.
Vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg müssen die Staatsanwaltschaften noch mal ordentlich ran. Die Außenstelle Tübingen hat ihren Beitrag schon geleistet mit einem Strafbefehl gegen einen AfD-Landtagskandidaten, der in den Jahren 2023 und 2024 drei Beiträge in sozialen Medien veröffentlichte, die gesichert rechtsextrem sein sollen. Was genau geschrieben wurde, ist offenbar streng geheim, allerdings auch nebensächlich im Sinne der Aktion. Es geht schließlich nur darum, die Linkspresse mit entsprechendem Berichtsmaterial zu versorgen.
1 Gedanke zu „Merkels Bester“
Was ist nur los in Schleswig-Holstein? Dieses kleine Land hat uns viele sehr unterschiedliche Politiker geschenkt, aber alle irgendwie verhaltensauffällig. Von etwas seltsam über Rad-ab bis zu veritablem Dachschaden war alles dabei.
Wer erinnert sich noch an Barschel, der seine Konkurrenten bespitzeln ließ und dann in einer Genfer Luxusbadewanne dahinschied?
Oder an den Pfeifenmann Engholm, der den Untersuchungsausschuss belog und deshalb zurücktreten musste (war damals noch üblich, ist aber aus der Mode gekommen).
Dann gab es da noch einen Spitzenkandidaten der CDU, ein gewisser von Boetticher, der ebenfalls zurücktreten musst, allerdings nicht wegen Lügen sondern als Sugardaddy einer Sechzehnjährigen.
Begeistert erinnern wir uns an Heide Simonis, die viermal nicht gewählt wurde (leider ist der „Heide-Mörder“ bis heute unbekannt), uns jedoch mit ihren Tänzen erfreute.
In jüngerer Zeit dann dieser Günther zu dem alles gesagt ist, der vor allem selbst alles gesagt hat – ja, und dann noch dieser Habeck, der Kinderbuchautor und ehemalige Wirtschaftsminister mit hoher Kompetenz im Insolvenzwesen, der vom Schweinemelken herkommt, wie wir aus berufenem Munde erfahren haben.
Und als wäre das alles noch nicht genug schicken die uns jetzt auch noch solch einen Außenminister, in der Außenwirkung seiner Vorgängerin sehr ähnlich, nur wesentlich weniger ansehnlich – trotz 19.000 Euro Kosten für Hoffotografen.
Da fragt man sich schon, sind die da alle so? Ist das Seeklima eventuell doch nicht so gesund oder liegt’s gar am Infraschall der vielen Windräder?