Die schaffen das!

Weil der Sozialetat (200 Milliarden Euro) aus dem Ruder läuft, gründete Kanzler Fritz einen Stuhlkreis. Und, siehe da, schon hat der die Lösung aller Probleme: In Zukunft sind „für alle diejenigen, die erwerbsfähig sind, die Jobcenter zuständig. Für alle diejenigen, die erwerbsunfähig sind, aber die Sozialämter“. Na also, geht doch.

Bärbel Bas nennt das Ergebnis übrigens „Aufbruch zu einem modernen und digitalen Sozialstaat“.

Inzwischen ist Berlin nicht nur Hauptstadt „Unserer Demokratie“ (seit Walter Ulbricht), Partyhauptstadt (seit Angela Merkel), sondern laut Robert-Koch-Institut auch Hauptstadt der Geschlechtskrankheiten (seit Olaf Scholz). Wir gratulieren.

Demnächst tritt Berlin für den nächsten Titel an: Hauptstadt der blödesten Polizisten. „Wir haben ein ganz erhebliches Problem der Deutschkenntnisse“, so die Polizeipräsidentin Slowik Meisel über ihre Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung, und zwar, so die rote Barbara, die niemanden diskriminieren will, „ganz unabhängig von der Nationalität“. Leider ließen sich „die Anforderungen auch nicht senken“, so tief liegen die schon. Der Titel scheint also sicher. Oder, Bremen?


Nach zwanzig Jahren intensivsten Verhandlungen ist es der EU gelungen, mit Indien ein Freihandelsabkommen zu schließen. Eine „Partnerschaft zwischen den größten Demokratien der Welt“, so EU-Ursel, und in Brüssel feiert man das Abkommen schon „die Mutter aller Deals“. Lars Klingbeil sieht „neue Chancen für Wachstum und gute Arbeitsplätze“, leider kennt er sich in wirtschaftlichen Dingen nicht besonders gut aus. Denn „in der realwirtschaftlichen Wirkung“, so neutrale Experten, „ist der Deal seiner Einschätzung zufolge zunächst nahezu bedeutungslos“.

Indien ist der zehntgrößte Handelspartner der EU, mit einem Volumen von gerade mal 100 Milliarden Euro – so viel exportiert allein das kleine Österreich in die Welt. Das soll sich verdoppeln, muss aber nicht. Wichtige Produkte wie Rohstoffe sind gleich ausgenommen. Kein Wunder, dass Trump spottet, das EU-Abkommen sei ein „High School Science Project“.

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2 Kommentare zu „Die schaffen das!“

  1. Zwanzig Jahre intensives Verhandeln,
    dann klappte es endlich mit dem Anbandeln …

    … oder kürzer formuliert: „Was lange währt, wird endlich gut!“ Wobei nicht gesagt ist, dass die lange Verhandlungszeit als Garant dafür steht, dass etwas wirklich Werthaltiges ausgetüftelt wurde.
    Auch der Verweis auf die zwei größten Demokratien der Welt, was sich wohl auf die Bevölkerungszahlen beziehen soll, lässt sich noch nicht als Qualitätsmerkmal interpretieren.
    Erst die Zukunft wird zeigen, ob hier ein Win-win-deal abgeschlossen worden ist.
    Jenseits des Antlantiks scheint sich ja bereits eine andere Sicht der Dinge etabliert zu haben …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

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