Manchmal, wie wir gleich zeigen werden, ist er durchaus unterhaltsam, der Markus Lanz, und sogar scharf gegen den Unsinn, den seine Gäste aus der Politik so verzapfen. Aber dann hat er wohl wieder diesen Knopf im Ohr von irgendeinem Correctiv, das ihn wieder auf Propaganda-Linie bringt.
Am 07. Januar redete sich der Schleswig-Holsteiner Daniel Günther, CDU, um Kopf und Kragen, als er darüber schwurbelte, die Sozialen Medien und bestimmte nicht öffentlich-rechtliche oder vom Staat unterstütze Medien würden seine schöne heile Demokratie kaputtmachen. Eigentlich ging es in dem Teil der Sendung, mit dem wir uns hier beschäftigen, nur gegen die AfD, deren Erfolg daher rühre, dass das beste Deutschland, das wir je hatten, nicht richtig dargestellt werde. Günther fehlt das Positive. „Warum ist es wichtig, dass man seine Sexualität ausleben darf? Das mal positiv darzustellen…“, sagt er, ohne das geringste Indiz zu offenbaren, dass er womöglich einen gezwitschert hat. Als habe nicht jedes Qualitätsmedium der Regenbogenfahne Gefolgschaft geschworen. „Hey“, sagt er dann, „wir sind ein Land, wo der Staat nicht alles reglementiert“, während gleichzeitig die Staatsanwaltschaften gegen unliebsame Äußerungen ausrücken.
Günther beklagt hingegen, dass sich „viele Medien mittlerweile auch an diesen Sozialen Medien orientieren“. Und „bestimmte Medien versuchen damit, ihre eigenen politischen Ziele… Wer hat denn gegen Brosius-Gersdorf geschossen? Nius und solche Portale.“
Aber nicht mit ihm, nicht mit Daniel, Günther! „Wir müssen viel, viel mehr aufwachen, dass das unsere Gegner und auch die Feinde von Demokratie sind.“
Lanz versteht das so: „Was Sie jetzt sagen, ist im Grunde, wir müssen das regulieren, wir müssen das notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten.“ Günther: „Ja.“
Da brach, gottseidank, der Sturm los. Nicht in der Sendung, wo auch noch Melanie Amann herumsaß, aber danach. Dem komischen Demokraten Günther wurden seine Verbotsfantasien um die Ohren gehauen, so dass von Lanzens Seite Wiedergutmachung zu leisten war. Als Beatrix von Storch in der Sendung gestern das Thema aufgriff „zitierte auch die AfD-Politikerin den CDU-Ministerpräsidenten in der TV-Diskussion über Meinungsfreiheit falsch“, meint fälschlicherweise die Welt. Wohl weil Lanz in geschauspielter Empörung ausrief: „Nein, nein, nein, nein!“ Das habe der arme Günther „alles nicht gesagt“. Nun, verehrte Leser, ab (01:10:25) können Sie, wenn Sie die Nerven haben, es selbst überprüfen.
Dass Markus Lanz witziger sein kann als unsere amtierenden Staats-Comedians zeigte sein Zusammentreffen mit dem unnachahmlichen Ralf Stegner, dem freundlichen Gesicht des Nordens. Ralf von der Gerechtigkeitspartei SPD meint, es liege an uns, den „Bürgerinnen und Bürgern“ des Landes, dass die SPD so beschissen dasteht. „Manchmal verstehen die Leute die Sprache, die wir sprechen, nicht, und die verstehen nicht, was wir wollen.“ Herrlich! 87 Prozent haben inzwischen genau begriffen, was die Genossen wollen. Aber Ralf meint, „die Leute klagen ja teilweise auf außerordentlich hohem Niveau. Wenn ich im Ausland unterwegs sind, sagen die Leute, eure Probleme hätten wir gerne…“. Wo war der Mann denn im Ausland? Somalia? Lanz-Klartext: „Das ist Quatsch.“
Da uns die Zustände im eigenen Land (und gelegentlich selbst eine Talkshow) wichtiger deuchen als Europas Rolle in der Welt, wollen wir nur kurz rapportieren, dass heute ein erster Erkundungstrupp mit 13 Bundeswehrangehörigen nach Nuuk in Grönland gestartet ist. Norwegen schickt zwei Soldaten und auch „einige Offiziere der schwedischen Streitkräfte treffen heute in Grönland ein. Damit wäre der Trump-Plan ja wohl gescheitert.
„Journalismus 2026“. Offenbar hat dem SWR wieder keiner gesagt, dass der Messermann von Ulm ein polizeibekannter, seit 2023 „vollziehbar ausreisepflichtiger“ Eritreer ist.
Reporter: „Mr. President, warum konnte der größte Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg noch nicht beenden werden?“
Trump: „Selenskyj“.
J.D. Vance kommt nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz. Dann kann der Ischinger ja auch die AfD wieder ausladen.
6 Gedanken zu „Die Causa Lanz“
Stellen sich die Sozialen Medien stur,
gibt’s für sie „a weng“ Zensur …
… und schon ist dieses Problem aus der Welt geschafft. Dass es solche Vorschläge aus der immer gleichen Ecke hagelt, ist man ja schon gewohnt. Pikant ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass jenseits des Großen Teiches ein derartiges Begehren nicht mehr goutiert wird.
Vielleicht werden auch deshalb starke militärische Kräfte aus Europa nach Grönland verlegt? Wenn die Truppen erst mal dort stationiert sind und mit dem Säbel rasseln, rutschen dem Ami bestimmt die Hosen in die Kniekehlen und er wird das politische Ruder um 180° (oder doch 360°) herumreißen und Abbitte für sein aufrührerisches Verhalten der letzten 12 Monate leisten …
… Gute Nacht!
Mehr von Kater Moritz –
SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
https://www.katermoritzspricht.de
Dafür ist nicht mehr der Ischinger zuständig, sondern der Heusgen 😉
No.
Wie in den guten alten Zeiten. Deutschland bereitet sich auf einen Zwei-Fronten-Krieg vor: In der Ukraine gegen die Russen, und in Grönland gegen die Amis. Damit waren wir ja früher schon erfolgreich, oder nicht?
Daß wir auch in Grönland unsere Freiheit verteidigen müssen, wissen Sie aber hoffentlich schon. Und wenn es bis zum 13. Mann ist.
Dreizehn Bundeswehrangehörige fahren nach Grönland, den Beelzebub zu stoppen, 13 !!!!
Aus einem Land, das magisches Denken nutzt, in der Hoffnung, damit seine Probleme zu lösen! Das muss ja schiefgehen. Das wird Verderben bringen.