Der große Tag beginnt…

Weil Friedrich Merz so viel für die SPD getan hat, haben Forsa (Chef: Genosse Güllner) und RTL ein nettes Präsent geschickt. Auf die Weihnachtsfrage „Sind Sie mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden?“ sollen 25 Prozent mit Ja geantwortet haben. „Das sind immerhin zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.“ 😉

Aber es wird noch besser und uns geht schon ein passendes Lied durch den Kopf: „Lü-, Lü-, Lüdenscheid, da hat der Fritz was eingeweiht…“ Bestimmt war es in den Staatsfunk-Nachrichten, wir fanden einen begeisterten Bericht über die Einweihung einer Autobahnbrücke in der Lokalpresse:

11.25 Uhr. Die feierliche Eröffnung hat begonnen! Begrüßt werden „die lieben Lüdenscheider“, womit wohl 120 „vom BKA sicherheitsüberprüfte“ Journalisten gemeint sein dürften, die sich vor der Prominenz drängeln.

„Um genau 12.03 Uhr passiert der große Moment. Unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst schneiden das Band durch.“ Die Nationalhymne wird gespielt. (Aber ohne Text!) und Fritz sagt: „Deutschland kann bauen.“

Wie heißt es so schön? Wer saufen kann, kann auch marschieren, und so erschallte auf der Weihnachtsfeier der Feldwebel-Boldt-Kaserne in Sachsen manch alte Weise, ganz im Sinne von „Ein Lied, zwo, drei, vier…!“ Aber doch nicht dieses! Das Lied der Deutschen! Ein DJ (Zivilist!) hatte wohl das neue Liederbuch („Ein bisschen Frieden“, „Blowing in the Wind“,, „Wir lagen vor Madagaskar“ und was von Helen Fischer) noch nicht erhalten, und ob er die Musik, die Generationen deutscher Soldaten geschmettert haben (Haselnuss, Panzerlied, Westerwald) spielte, wird noch vom Staatsschutz untersucht, aber das Abspielen der Nationalhymne (alle drei Strophen) führte zum sofortigen freiwilligen Rücktritt von Oberst Andreas Schnebelt (58) („Übernehme die Verantwortung!“). Gut, dass der Oberst kein Japaner ist, der hätte sich noch entleibt.

Julia Willie Hamburg (komischerweise aus Hannover) muss keiner was von Doppelbelastung erzählen. Zweifache Mutter und Abgeordnete der Grünen im Landtag – da tut Entlastung Not. Ihre Kinder, das Jüngste inzwischen 12, sind aus dem Gröbsten (Grundschule) raus, aber Julia hat die schlimme Zeit nicht vergessen, deshalb hilft sie all den Mütter, die nach ihr kommen, in ihrer Eigenschaft als Kulturministerin Niedersachsens und schafft das schriftliche Dividieren und das Rechnen mit Kommazahlen in der Grundschule endgültig ab. Man kann die Kids schließlich auch mit Namentanzen, Klimamärchen und Protestplakate Malen beschäftigen. Außerdem gibt’s in Niedersachsen sowieso bald Künstliche Intelligenz.

All die, „die Panik schüren, die Angst machen“, so Hessens Innenminister Roman Poseck, CDU, nachdem ein Aserbaidschaner in Gießen in eine Menschengruppe gefahren ist, „haben nicht Recht behalten“. Sieht alles nach „Unterbringung in einer speziellen psychiatrischen Einrichtung“ aus. Damit ist innenpolitisch eigentlich nix passiert.

Der Markus kommt heute nicht vor, aber wir fanden leider kein so festliches Foto mit Fritz.

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11 Kommentare zu „Der große Tag beginnt…“

  1. Seltsam, dass die Grünen das Dividieren abschaffen wollen. Das ist doch schließlich eine Kernkompetenz bei der Umverteilung der großen Vermögen – und auch unverzichtbar, um jedem seine CO2-Bilanz vorhalten (und bald auch besteuern) zu können.

    1. Habu, da Sind Sie aber auf dem Holzweg. CO2 Bilanzen werden addiert, multipliziert und potenziert. Niemals subtrahiert oder gar dividiert. Dss ist doch Grundwissen.

      1. Da ist was Wahres dran. Dennoch wird auch die Division noch benötigt, da ja auch große Teile der allgemeinen CO2-Produktion auf jeden einzelnen Bürger umgelegt werden müssen, insbesondere auch die heiße Abluft unserer Politiker in Ausübung ihrer Amtsgeschäfte.
        Auch ist es nicht damit getan, die Gesamtmenge des Klimamordgases durch die Einwohnerzahl zu teilen, denn dann bliebe die Haltung und der Virtue Score unserer moralisch hochstehenden Mitbürger unberücksichtigt.
        Man sieht, alle Rechenarten sind wichtig für Unsere Demokratie und dürfen nicht vernachlässigt werden.

  2. Das ist viel zu kompliziert,
    drum wird schriftlich nicht mehr dividiert …

    … im nächsten Jahr wird dann wohl das Multiplizieren abgeschafft und danach die anderen beiden Grundrechenoperationen.
    Lesen und Schreiben ist auch nicht so wichtig, also weg damit!
    Es soll da mal ein „Land der Dichter und Denker“ gegeben haben. Wo mag das nur gewesen sein …

    … Gute Nacht!

    Mehr von Kater Moritz –
    SATIRE • KRIMI • FANTASY – gibt’s auf:
    https://www.katermoritzspricht.de

  3. Nur Merkel hat wahrscheinlich den Baubeginn einer Brücke(oder ähnlicher Bauwerke) und deren Eröffnung gefeiert.Merz und Scholz waren und sind hoffentlich nicht lang genug im Amt.😂🇩🇪

  4. „Auf die Weihnachtsfrage „Sind Sie mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden?“ sollen 25 Prozent mit Ja geantwortet haben.“ Ich vermute, dass da „Putintrolle“ mit abgestimmt haben. Das Ziel ist doch eindeutig, der AfD mehr Stimmern zukommen zu lassen. Denn was sagte Spahn während der Coronazeit?? Man muss um die Ecke denken.

    So, so, die Rahmedetalbrücke auf der A45 in Lüdenscheid ist am Montag eröffnet worden. Zwar nicht ganz, aber immerhin eine Spur Nur so nebenbei, ist den Politikern bewusst, dass die A45 eine Nord-Süd-Verbindung ist, aber die zukünftige „Kriegsfront“ im Osten liegt??

    Ich wünsche schon jetzt ein frohes, besinnliches und friedliches Weihnachtsfest!

  5. Die Russen brauchen für 19 km Brückenbau übers Meer 4 Jahre, die Deutschen für einen halben km übers Tal 2 Jahre. Ohne Kenntnisse im Dividieren, vermute ich, es ist eine vergleichbare Leistung.

  6. Mal ehrlich – wer von den Leserbriefschreibern hat denn in den ersten vier Grundschulklassen schriftliches Dividieren mit Kommazahlen gelernt? Meine Erinnerung ist zwar nach 72 Jahren nicht mehr ganz da, aber an sowas kann ich mich nun gar nicht erinnern. Ich kann mich nur an den Anfang im Gymnasium erinnern, wo ich dank „toller“ Lehrer nicht mal die Bruchrechnung kapiert habe, und darauf baut meines Wissens das Rechnen mit Kommazahlen auf. Das änderte sich dann später deutlich, meinen danach recht erfolgreich ausgeübten Beruf im naturwissenschaftlichen Bereich nenne ich hier lieber nicht.
    Ich halte als Niedersachse zwar auch nichts von Kultusministerinnen ohne (Aus)Bildung, aber in diesem Fall wird meiner Meinung nach blind draufgehauen. Mir wäre es genug, wenn Kinder in den ersten vier Jahren gründlich das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen würden.

    1. Ich bin in Ihrem Alter , allerdings im Osten aufgewachsen und zur Schule gegangen , die „Grundschule ging bis zur 4. Klasse und ich bin mir ganz sicher, daß wir in unserer Dorfshule die 4 Grundrechenarten einschließlich Dividieren mit Kommastellen gelernt haben . Man kann von unserem Schulsystem halten was man will, wenn man die politischen Einflusseweg lässt hatten wir eine sehr gute Schulbildung, gerade auch in naturwissenschaftlichen Fächern. Die Möglichkeit Fächer abzuwahlen gab es bei uns nicht. Frohe Weihnachten allerseits.

    2. Genau lesen hilft immer. Vom schriftlichen Dividieren mit Kommazahlen ist nicht die Rede. Das wäre auch des Guten zu viel. Es geht „nur“ um das schriftliche Dividieren UND das Rechnen mit Kommazahlen. Wobei das Rechnen mit Kommazahlen tatsächlich für ein Kind unter zehn Jahren sehr abstrakt ist.

  7. Ich kann mich nicht erinnern, jemals mit der Arbeit von Bundeskanzlern richtig zufrieden gewesen zu sein. Ich weiß nur, mit wem ich mit Abstand am unzufriedensten war. Um nicht als Antifeminist zu gelten, nenne ich mal lieber keinen Namen.
    Bei Merz frage ich mich: Welche Arbeit?

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