Wie bei Dalli-Dalli.
Die Grünen sind der Meinung: Das war... Spitze!!

Baerbock, Impfen und EM, Gipfelstürmer Joe, Was erlauben Til?

Ganz so beliebt wie 100%-Schulz ist Annalena Baerbock bei den Ihren nicht, aber 98,5% ist auch ein respektables Ergebnis. Aber warum nicht 100%? Vielleicht lag es an den „liberalen Feinden, innen wie außen“, die ihre kleinen Unzulänglichkeiten bei Biografie, Fachwissen und Abrechnung zu nutzen wissen, wie Annelana selbst vermutet.

Also entweder waren’s die liberalen Feinde oder „die Feinde der liberalen Demokratie, innen wie außen“, die das „gezielt zu nutzen“ wissen – aber das ist im Grunde ja dasselbe. Für den Staatsfunk hielt Annalena jedenfalls eine „beachtliche Rede“, inklusive „großem Entwurf grüner Regierungspolitik“. Die Stimme vom Berliner ARD-Korrespondenten Stuchlik dürfte Annelana schon mal sicher sein.

Auch die grünen Delegierten beim Nominierungsparteitag waren derart aus dem Häuschen nach Annalenas Rede, als habe die gerade beim Geranien-Schnell-Eintopfen gewonnen. Fehlte nur noch, dass Hänschen Rosenthal ruft: Sie sind der Meinung – das war... Spitze!!! Nur Annelana antwortete... „scheiße“. Humor hat sie nämlich auch. Wie Dr. Angela Merkel.

 

Hmm. Sie erinnern sich doch bestimmt noch an Til Schweiger. Schließlich hat der mehrere Bambis und den Deutschen Filmpreis gewonnen (damals, als es noch gute deutsche Filme gab). Jetzt aber hat der Til bei Twitter ein Foto von einem Bootsausflug gepostet und drunter geschrieben „barefoot boat mit meinem helden boris reitschuster“. Freunde der Kunst, da war was los! ZDF-Humorbeauftragter Jan Böhmermann hat sofort angekündigt ein neues Ziegenkopulierer-Gedicht zu verfassen, und seine Twitter-Gefolgschaft leistete kräftig Formulierungshilfe.

Leider waren die Mehrheiten früher andere, denn das Bootsfoto fand umgehend mehr als 19.000 Likes. Sogar die RTL-Moderatorin Vera Int-Veen markierte das Bild mit „Gefällt-mir“. Und dass, wo RTL gerade beim Personal aufräumt...

 

Da waren alle erleichtert, dass der Joe nicht umgefallen ist bei der dünnen Gipfelluft. Erst in London beim G7-Gipfel, wo, laut ZDF, der „globale Pakt für Gesundheit mit einem neuen Frühwarnsystem für Pandemien, mit der Turboentwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, die Förderung von klimafreundlicher Technologie und vieles mehr“ erneuert wurde.

Kurz darauf war Joe beim Nato-Treffen, dem „ersten Gipfel ohne US-Präsident Trump“, wie die Süddeutsche erleichtert notiert, wo die neuesten „systematischen Herausforderungen im Umgang mit China“ (Zeit) besprochen wurden. China als Herausforderung? Das klingt ziemlich deutlich nach Donald Trump, aber das hat die Zeit nicht bemerkt. Dafür wird anerkennend gemeldet, dass „sich die Mitglieder künftig stärker mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen“ wollen. Damit wäre dann auch die Nato „fit fürs nächste Jahrzehnt“ (SZ).

 

Die Berichterstattung von SZ, Spiegel und Zeit dürfte das sein, was Armin Laschet mit „unabhängigem, sachlich fundiertem Journalismus“ gemeint hat, der „noch nie so wichtig war wie in diesen Tagen“. Denn ohne diesen wäre weder Notstandsgesetz noch Pandemiepanik möglich gewesen. Man stelle sich nur mal vor, Wissenschaftler, die nicht Drosten, Lauterbach oder Merkel heißen, oder wenigstens deren Meinung sind, wären dort zu Wort gekommen und nicht gleich abgemeiert worden. Nicht auszudenken!

Auch der Armin muss sich, wie Merkel, auf diese Art Berichterstattung verlassen können, wenn er denn mal Kanzler ist. Denn „rund um den Klimawandel erleben wir ähnliche Phänomene“.

Deutscher Anteil an den Emissionen nur 2%? Energiewende damit für den Klimawandel unerheblich? Papperlapapp! „Hier ist die gemeinsame Wahrnehmung der Fakten ... die Grundlage des Zusammenhalts einer demokratischen Gesellschaft.“ Deshalb wird diese Presse auch massiv unterstützt, wegen der „gemeinsamen Wahrnehmung der Fakten“, ob die nun stimmen oder nicht.

 

Apropos Fakten: Selbst die Inzidenzen helfen nicht mehr bei den Panikmeldungen, aber Hessen und Söder halten an der Maskenpflicht fest. Schließlich haben die so viele geordert, die müssen nun auch unters Volk, sonst heißt es wieder „Verschwendung“. Außerdem sind wir in Frankfurt oder München nicht beim G7-Gipfel – wäre ja noch schöner!

 

Und jetzt zum Sport.

Hat der Arnautovic (Österreich) den Nord-Mazedonier Alioski (bzw. dessen Mutter) „rassistisch beleidigt“ (Weltpresse)? Wir wissen es nicht, wir wissen nicht mal, welche Rasse betroffen sein könnte.

Trotzdem ein Grund mehr, dass Jogis „Mannschaft“ vor dem Spiel gegen Frankreich wegen Rassismus niederkniet.

 

Der Held der EM ist zweifellos der Däne Christian Eriksen, der beim Spiel gegen Finnland reanimiert werden musste, nachdem er ohne Fremdeinwirkung auf dem Spielfeld zusammengebrochen war. Nun rätselt die Welt: Wie konnte das passieren? Corona wurde sofort ausgeschlossen, auch eine Impfung kommt als Ursache nicht in Frage, denn die Spieler von Inter Mailand, bei denen der Däne unter Vertrag steht, seien nicht geimpft worden. Sagt der Geschäftsführer von Inter Mailand. Auch im Netz findet sich nichts über eine Impfung bei Inter, sondern nur, dass im März dort vier Spieler positiv getestet wurden. Lediglich eine Quelle behauptet, dass die gesamte Inter-Mannschaft bereits gegen das Corona-Virus geimpft wurde, aber das weiß der Inter-Geschäftsführer sicherlich besser. Der hätte ja die Rechnung gekriegt.

Warum nicht alle Spieler vor einem so wichtigen Sport-Ereignis rechtzeitig geimpft wurden, ist eine andere Frage, vor allem wo EU, die einzelnen Länder und sämtliche offiziellen Experten vom Impfen wahre Wunder erwarten.

Wenigstens die spanischen Sport-Offiziellen nehmen die weltweite Corona-Berichterstattung ernst und hatten im Vorfeld angekündigt, die gesamte spanische Mannschaft solle noch vor Beginn der EM geimpft werden.

 

11 comments

  1. Krufi 14 Juni, 2021 at 20:35 Antworten

    Ja, ich bin ein „Klugscheißer“. Aber „Berliner ADR-Korrespondenten Stuchlik“?? Hier ist wohl ARD gemeint, oder habe ich die Pointe nicht verstanden?? Aber es ist schon erstaunlich, welchen Zuspruch eine „Betrügerin“ bekommt. Nur so nebenbei, Annalena wollte ja gar nicht 100 %, also kann sie ganz zufrieden sein.

    Der G7-Gipfel zeigte doch eindeutig, was von der P(l)andemie zu halten ist. Nein, ich beschreibe jetzt keine Videos, sonst bekomme ich einen Herzkasper. Ich möchte noch meinen Bocksbeutel genießen.

  2. Armin V. 14 Juni, 2021 at 21:18 Antworten

    Es fällt doch kein Spieler einfach so um und muss sogar reanimiert werden. Angeblich ist Erikson wieder putzmunter und die Ärzte konnten NICHTS feststellen. Wer’s glaubt.

    Wenn die niederknien schalte ich sofort um!

  3. Stefano 14 Juni, 2021 at 23:13 Antworten

    Der „Mannschaft“ traue ich alles zu.Wie die Trikots „Humanrights“ anziehen,aber schön nach Katar fahren.Hauptsache,die „Gutmenschen“ finden das richtig und wichtig.

  4. Frank Danton 14 Juni, 2021 at 23:31 Antworten

    Sie sollen Niederknien und dann auch da unten bleiben. Sie sollen Demut vor der eigenen Dummheit zeigen. Hat der antifaschistische Schutzwall aus den Westdeutschen allsamt Faschisten gemacht? Nein hat er nicht. Die kniende Abwehrmauer gegen Rassismus wird aus uns auch keine Rassisten machen können. Auch wenn sie 40 Jahre da rumknien.

  5. Hotte Schlag 15 Juni, 2021 at 07:33 Antworten

    Wenn sich “Die Mannschaft” niederkniet, um einen Verbrecher zu Ehren,mache ich das Fenster auf,und zeige der Welt meinen “Vollmond”.
    Habe fertig!(mit dieser “Mann”schaft)

  6. Matze 15 Juni, 2021 at 12:56 Antworten

    Für mich sind die Spielpläne falsch. Wieso steht da Deutschland? Das muss „Die Mannschaft“ stehen. Mit Deutschland hat das nix zu tun.

  7. Ostfale 15 Juni, 2021 at 17:14 Antworten

    “””Hat der Arnautovic (Österreich) den Nord-Mazedonier Alioski (bzw. dessen Mutter) „rassistisch beleidigt“ (Weltpresse)? Wir wissen es nicht, wir wissen nicht mal, welche Rasse betroffen sein könnte.!!!
    Sehen Sie , Herr Paetow, wenn dem so ist, dann handelt es sich offenbar um Rass-schissmus. Kann also in seiner Gewichtung völlig vernachlässigt werden. Zum nächsten Tagesordnungspunkt, bitte.

  8. Badeschaf 15 Juni, 2021 at 18:14 Antworten

    “…„sich die Mitglieder künftig stärker mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen“ wollen. Damit wäre dann auch die Nato „fit fürs nächste Jahrzehnt“ (SZ)” – Ich sehe sie bereits vor meinem geistigen Auge – die elektrogetriebenen Panzer, Drohnen und Raketen. Aktive Verteidigung sollte doch auch umweltfreundlich möglich sein. Kollateralschäden an schädlicher, treibhausgasemittierender Biomasse seien hierbei ausdrücklich erwünscht. 😉

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