Nur Reiner, sonst keiner

Wahl in Sachsen-Anhalt, Wanderwitz, Genderwitz

Die Hauptaufgabe der Forschungsgruppe Wahlen (FGW) ist laut Wikipedia „die wissenschaftliche Beratung und Betreuung von Sendungen des ZDF bei politischen und gesellschaftlichen Fragen“ – und nun, wo in Sachsen-Anhalt die Hütte brennt, kann sich das ZDF (und angeschlossene Parteien) auf die Betreuung durch die FGW verlassen: Bei der FGW liegt die CDU in S-A sechs Punkte vor der AfD, so viel wie nirgendwo sonst.

Andernfalls könnte man auch kaum eine große Propaganda-Meldung draus basteln. Läge die Union nur einen Punkt vor oder sogar einen hinter der AfD, verbreitete sich ein Wahlverlierer-Geruch schon vor der Stimmauszählung. Aber mit einer Vorhersage von 29 zu 23 im Rücken lassen sich vielleicht auch murrende Unionstruppen noch mal motivieren.

Allein, es fehlt der Glaube! Den Ministerpräsidenten verlassen die Kräfte. Er könne doch nicht „allein die Prozente bringen, die die AfD uns abgenommen hat“, jammerte Reiner Haseloff bei Welt-TV. Aber an der Volksfront gegen die AfD steht nur der Reiner, sonst keiner. Sozis, Grünlackierte und Kommunisten vergraulen die Bürger, statt eine „Politik der Mitte“ (CDU-Xanadu) auch nur vorzutäuschen. Haseloff verzweifelt: „Wenn die um 10 Prozent rumdümpeln, was soll ich dann alleine in der politischen Mitte machen?“

Zuletzt trieb Merkel der AfD mit der unsäglichen Bundesnotbremse die Wähler zu – einem Gesetz, dessen tieferen Sinn Haseloff bis heute nicht erkennen kann – und nötigte ihn dazu noch, im Bundesrat zuzustimmen. Wie steht er nun da? Brauchenwa nich, kann wech?

Seine Parteifreunde in Magdeburg musste er bei der GEZ-Erhöhung austricksen, obwohl er jeden Tag selber sieht, wie mies das Programm und wie einseitig die Kommentare der Staatsfunker sind.

Wenn ihn nicht eine niedrige Wahlbeteiligung rettet, oder Wahlhelfer wie in Brandenburg „aus einem spontanen Impuls“ die Häuflein verschieben, kann Haseloff guten Gewissens sagen, man habe ihn ganz allein gelassen...

 

Aber da eilt doch noch der Marco aus Kol-Morx-Stadt (heute Chemnitz) herbei, Ostbeauftragter der Merkel-CDU und „Botschafter des Erzgebirges“, um die Wähler in Sachsen-Anhalt schon mal präventiv zu beschimpfen. Ja sehen die denn nicht, dass „ein nicht unerheblicher Teil der AfD-Wähler leider dauerhaft für die Demokratie verloren ist“? Kein Wanderwitz: Das ist jedenfalls „Teil meiner Analyse“, sagt der Marco, und seit dieser Analyse macht er sich „große Sorgen um die Demokratie in den neuen Bundesländern“. Wer nicht Grüne, SED, CDU, SPD oder wenigstens FDP wählt, kann auf keinen Fall Demokrat sein, das hat Frau Dr. Merkel wohl dem Wanderwitz genau erklärt. Und im ZDF sagen sie das ja irgendwie auch.

 

Tschüss Corona!

In Berlin werden die Bauten und Requisiten für die Corona-Berichterstattung – ein sogenanntes Notfallkrankenhaus auf dem Messegelände, das nie in Betrieb genommen wurde – wieder abgebaut (für den Staatsfunk bleiben ja noch genügend gruselige Bilder aus Indien für ihre Beiträge).

Und warum ist Corona jetzt vorbei? Dumme Frage, die richtige Antwort hat der Resignierende Bürgermeister Müller-Berlin, SPD: „Wir konnten die Inzidenzen so deutlich senken, wie es wenige erwartet haben.“ Hoffentlich schafft es der Corona-Exorzist wenigstens in den Bundestag – solche Leute braucht das Land.

 

Weitere gute Nachrichten aus Berlin: Franziska Giffeys Ehemann zahlte 10.000 Euro – Betrugsverfahren eingestellt. Geht doch.

Und Helge Braun (z.Z. Kanzleramt) darf seinen Doktortitel behalten – muss bei der Dissertation aber nachbessern. Er hat ja jetzt Zeit.

 

Jensemann ist bereits voll im Wahlkampf-Modus, obwohl er das bei seinen Corona-Erfolgen gar nicht nötig hätte. Aber er ahnt schon, dass die Roten bald wieder nach der Erhöhung der Pflegelöhne fragen werden. Und hatte er das nicht in einer Talkshow versprochen? Oder war das Merkel, die sich „kümmern“ wollte? Egal. Ab September 2022, also in einem Jahr: Pflegelöhne rauf, Heimkosten runter, dazu 1 Milliarde aus dem Steuertopf – fertig ist die Laube. Wie? Natürlich ist Jensemanns Reform „sauber ausfinanziert“.

 

Was demnächst auf die CDU zukommt:

Im mexikanischen Bundesstaat Tlaxcala hatte eine Partei Schwierigkeiten, den Forderungen nach einer Geschlechterparität auf den Wahllisten zu genügen. 18 männliche Kandidaten liefen Gefahr, von der Liste gestrichen zu werden.

Da entdeckten die 18 Kandidaten „glücklicherweise“ und rechtzeitig ihre wahre Genderidentität: Trotz ihres männlichen Erscheinungsbildes sind sie nun Frauen, und eigentlich sind sie es irgendwie immer gewesen...

 

Illustration: adborsche

7 comments

  1. Emmanuel Precht 2 Juni, 2021 at 22:18 Antworten

    Na endlich zeigt da wer worauf es beim Gendern ankommt. Bravo! Frauenboxen könnte auch ein echtes Erlebnis werden, also für den Zuschauer. Nicht für die Innen, die sind dann außer sich. Wohlan…

  2. reinerB. 2 Juni, 2021 at 23:48 Antworten

    Einfach mal vom “Holzmichel Wanderwitz” die geistige Wiki-Aura lesen, reicht völlig aus:
    “Gebt her eure Inseln, betitelte er in einem Interview, dass Griechenland Inseln privatisieren könne, wenn Griechenland seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann”
    “ungesund ernährende Bürger müssten stärker zur Finanzierung der Krankenkassen herangezogen werden, da sie bewusst die Kosten der Kassen in die Höhe treiben”
    “– bezeichnete das Urteil des EuGH im April 2014 gegen die Vorratsdatenspeicherung als „Feiertag für das organisierte[s] Verbrechen“
    “Durch den Mindestlohn für Zeitungszusteller entstehe den Zeitungsverlagen Mehrkosten von rund 225 Millionen Euro. Dies schade der Pressefreiheit”
    „Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind.“ Ein Teil der (ostdeutschen) Bevölkerung habe „gefestigte nichtdemokratische Ansichten“. Nur ein geringer Teil der AfD-Wähler sei „potentiell rückholbar“, man könne darum nur -auf die nächste Generation- hoffen”
    Die nächste Generation des kolonisierten Afrikas klingelt schon und zum Glück kommt seine eigene Bundes-Else, aus der gleichen “diktatursozialisierten Demokratie”…Treppen-Witzige Grüße gehen raus

  3. Putzi 3 Juni, 2021 at 01:09 Antworten

    So ein Requisiten Bett können sie doch Madamme Tussaud in Berlin spenden, nebst entsprechender Wachsfigur daneben! So zur Dokumentation oder was auch immer.

  4. W. Hoffmann 3 Juni, 2021 at 08:59 Antworten

    Die Politikerchen in Berlin müssen sich keine Sorgen um Sachsen-Anhalt machen. Sofern sie die Briefwahlunterlagen richtig justiert haben, also die korrekte Zusammensetzung an angekreuzten Stimmzetteln in die Kisten für die Auszählung gepackt haben, ist alles klar. Ansonsten, wenn das Wahlergebnis nicht passt, muss es eben “rückgängig gemacht werden.”

    Und Corona ist vorbei? Was träumen Sie denn? Jetzt wird erstmal eine Verlängerung des Notstands beschlossen, die richtigen Testergebnisse bekommen wir dann schon noch hin. Siehe Wahl in S-A. Das wäre ja schrecklich, wenn die Schmiergelder der Pharmaindustrie plötzlich nicht mehr flössen.

  5. 89 erlebt Horst Schlömmer 3 Juni, 2021 at 10:28 Antworten

    Auch in SA wird am Wochenende der gute Bekannte Stalin mit am Zähltisch sitzen, denn der wusste schon vor Kohl, dass es darauf ankommt, was (wer) auszählt. Wir dürfen dann für 17,50 € vom Netto zusehen, wie die demoskopischen Prozente des blauen Balkens auf “passend” herunter gezählt werden. Einzig der alte Fuchs Egon Krenz wird sich wehmütig an seine Anfängerzeiten in diesem Zähl-Gewerbe erinnern. Ihm flogen damals die Pfründe und Annehmlichkeiten um die Ohren, so dass er heute von Westgeld leben muss.

  6. Frank Danton 3 Juni, 2021 at 17:40 Antworten

    Dieser Müller passt wie die ‘Faust auf’s Auge’ zu Berlin. Hat er die Schulden im Griff? Hat er den BER im Griff? Hat er den Nahverkehr im Griff? Hat er die Verwahrlosung ganzer Stadtteile im Griff? Hat er das Infrastrukturproblem im Griff? Hat er das Drogenproblem im Griff? Hat er den islamischen Antisemitismus im Griff? Hat er überhaupt etwas im Griff? Nein hat er nicht! Er ist eine Persona non Grada. Wenn er jetzt tatsächlich so tut als sei er nicht mitverantwortlich für das Elend der Menschen dieser Stadt, weil er Pulloverkäufer vor Weihnachten für Mörder hält, aber glaubt er hätte auch nur einen PCR Test Positiven verhindert, dann kann man nur hoffen das er die Stadt in der er geboren wurde niemals verlässt.

Schreiben Sie einen Kommentar zu Frank Danton Antworten abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .

Wird häufig gelesen