Das etwas andere Merkelchen

Laschet, Söder, Sex bei Bild

Es kann natürlich nicht jeder so spritzig sein wie Olaf Scholz oder Angela Merkel, so kämpferisch wie Saskia Esken und die Antifa, oder so mitreißend und aufrüttelnd wie El Presidente Frank-Walter bei der Weihnachtsansprache – aber der Auftritt von Armin Laschet dürfte der letzte Warnaufruf an alle Bundestagsabgeordneten der Union gewesen sein, sich noch ganz schnell einen Nebenverdienst zu suchen – muss ja nicht ausgerechnet im Masken-Handel sein.

Eine „Grundsatzrede“ nennen sie das bei der CDU, wenn der Parteichef mal was Grundsätzliches sagt wie „Ein Weiter-so darf es nicht geben“, oder wenn er „von Versäumnissen der letzten Jahre“ spricht. Geübte Sternendeuter lesen darin sogleich „eine politische Emanzipation von Merkel“, weil die ja immer „weiter so“ sagt und in den vergangenen Jahren keinerlei Versäumnisse feststellen kann. Schließlich ist im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen.

Trotzdem. Mit Laschet als Kanzler gibt es noch schnelleres Impfen und mehr Impfstoff, noch mehr Möglichkeiten durch mehr Tests, eine bessere digitale Kontaktnachverfolgung. Auf jeden Fall mehr digitale und technologische Rückständigkeit und mehr Bürokratieunwesen. Ach, nä, halt! Streichen Sie das letzte. Davon weniger, nicht mehr. Machen Sie so weiter: „Wir werden das ändern. Wir werden das besser machen. Dafür stehe ich persönlich ein.“

Persönlich. Als Kanzler in diesem unserem „Macher*innenland“. Hat er wirklich gesagt: Macherinnenland. Und er ist die neue Macher*in.

 

Da hat der Maggus leichtes Spiel, wird er sich denken. Einfach weiter die echte Mergel geben, schließlich steht die Gorona-Ingombedenz der großen Vorsitzenden völlig außer Frache – aber die Leute wollen das eben so. Am Ende wählen die immer das Original. Also ihn.

Ja gut, die Zahlen sind jetzt nicht gerade prickelnd. CSU 7% runter, und nur noch 65% Corona-Maßnahmen-Gläubige sind mit dem Terrormanagement der Staatsregierung einverstanden, nach vorher 72%, aber noch überwiegt die Freude bei den Zahlen: SPD in Bayern bei 8% Zustimmung. So doof sind die dann doch nicht.

 

Der letzte Tweet von Sawsan Chebli ist schon drei Tage alt! Heiliges Corona! Sie wird doch nicht krank sein?

 

Wer mit wem, wann und wo. Oder: Der Quickie in der Teeküche...

Bei der Bild geht es drunter und drüber! Am selben Tag schreiben Sie über „die kranke Welt der Impfgegner“ und gleichzeitig „Astrazeneca-Impfung-Stopp in Berlin und München für alle unter 60 Jahren“. So was macht doch die Leser verrückt.

Andererseits haben wir auch Verständnis, die Damen und Herren in der Redaktion haben andere Sorgen. Romantische und erotische Hinwendungen innerhalb der Redaktion sollen ab sofort dem Vorstand gemeldet werden (Compliance!) – ja, dazu zählt auch der Quickie in der Teeküche!

Oberboss Döpfner erarbeitet nun „ein Regelwerk für Beziehungen am Arbeitsplatz“. Man könne und wolle Beziehungen und Gefühle nicht verbieten, zugleich aber transparent damit umgehen. Denkbar wäre eine interne Website mit der Tagesliste: „Wer mit wem, wann und wo“. Oder auch eine Warn-App, die anzeigt, wer mit wem, wann und wo, so dass gefährliches Terrain schon im Vorfeld (Achtung! Geliebte(r) vom Chef) umschifft werden kann.

 

Apropos Compliance. Nachdem Bild-Chefredakteur Reichelt, der zunehmend Merkel-kritisch geworden ist, als angeblicher Gegen-die-guten-Sitten-Strolch angezeigt wurde, wird nun auch „das Führungsverhalten“ des ebenfalls Merkel-kritischen NZZ-Chefredakteurs Eric Gujer „als sehr autoritär“ eingestuft. Jedenfalls soll es dort nicht so harmonisch wie bei Spiegel und Zeit zugehen.

Sagen selbst „gestandene Redakteure“ „unter dem Siegel der Verschwiegenheit“. Mal schauen, ob der Merkel-Trick auch in der Schweiz funktioniert...

 

Lange haben die Ärzte gerätselt, was der arme Joe immer beim Essen auf die Serviette malt. Jetzt haben sie es entschlüsselt: Bis 2030 sollen riesige Windparks die Ost- und die Westküste der USA verschönern.

Volkshochschule

Große Aufregung über Wahlrechtsreform für Hongkong. Nur noch ein Teil der Abgeordneten wird direkt gewählt, ein Großteil kommt über Listen, die die Partei aufstellt. Also: 299 Abgeordnete direkt gewählt, mindestens weitere 299 (plus eventuelle Überhangmandate) werden über die Wahlliste der Partei gewählt. Nä. Momentamal. Das haben wir jetzt verwechselt. Aber womit? Lösen Sie das Rätsel.

 

Fotomontage: adborsche

8 comments

  1. Putzi 30 März, 2021 at 20:49 Antworten

    Und nach jeder Impfung drückt der Armin dem Geimpften noch ein Tütchen “Öcher Printen” in die Hand! Oche Alaaf! Printen für alle! Es lebe die Printenrepublik!

  2. Krufi 30 März, 2021 at 21:04 Antworten

    Sawsan Chebli ist mit Sicherheit nicht krank. Ihr größter Fan, dieser Tim, hat vor 2 Tagen gepostet: CHEBLI-Clan aufgeflogen? Sawsan schon FESTGENOMMEN?

    „Bis 2030 sollen riesige Windparks die Ost- und die Westküste der USA verschönern“. Uff, da haben die Texaner, sind im Süden sesshaft, nach dem Kälteeinbruch ja nochmal viel Glück gehabt, dass dieser Kelch bei ihnen vorüber geht. Genug Öl und Gas haben sie ja.

    Zur VHS: Schön, dass die VHS nicht in die Osterferien gegangen ist. Bei dem Bildungsnotstand wäre dies ja auch unverzeihlich!! Zur Aufgabe: Wahlreform und die Zahl 299 sagte mir was. Und Google hat es gefunden. Auch in Deutschland wird an einer Wahlreform gearbeitet. Die Anzahl der Wahlkreise (299!!) soll reduziert werden. Da werden die Zahlen 280 und 250 in den Raum gestellt. Also um das Rätsel zu lösen: Wahlkreise mit Abgeordneten verwechselt. Wer kennt denn da schon den Unterschied, nur Insider und jetzt Leser der Spät-Nachrichten auf diesem Bildungskanal!! Aber wegen Corona wird wahrscheinlich – meine ganz persönliche Meinung – in den nächsten 10 Jahren eh nichts passieren. Außer man kombiniert Inzidenzzahlen mit der Anzahl von Wahlkreisen. Da besteht jetzt aber dringender Handlungsbedarf!

  3. Emmanuel Precht 30 März, 2021 at 22:23 Antworten

    Das Schäbli hat sicherlich Ge-punktet. Bei der staatlichen Anwaltschaft – beyond affairs – oder so. Wohlan…

  4. W. Hoffmann 31 März, 2021 at 09:05 Antworten

    Die NZZ singt doch brav im Corona Chörli mit. Da kann der Herr Gujer noch so autoritär sein, gegen die in der Schweiz regierende Pharma kann und will er nicht anstinken. Da wären ja die ganzen superteuren Anzeigenseiten futsch. Und so ein bisschen gegen die Deutschen löckt die NZZ schon immer.

    Die Hausaufgabe habe ich nicht ganz verstanden. Deutschland kann nicht gemeint sein, da regiert ein Politbüro.

  5. Paula 31 März, 2021 at 10:12 Antworten

    So viele Hundewelpen kann sich Söder gar nicht zulegen, damit seine CSU wieder im Aufwind ist.

    Was machen jetzt Cheblis Freunde? Ich meine jetzt die aus der Partei und natürlich die Journalisten? Und natürlich die Polizei, die wöchentlich Anzeigen gegen ihre Feinde entgegen nehmen muss?

    Man darf ja gespannt sein, ob jemals darüber berichtet wird, wer alles am Impfstoff mit verdient, wenn es schon so lukrativ war für Politiker bei den Masken einzusteigen, quasi als Zwischenhändler.

  6. Herbert Priess 31 März, 2021 at 13:21 Antworten

    Was mir süßsauer aufgestoßen ist ist heute bei WELT zu lese. Die Stadt Greiz in Thüringen hat einen I-Wert von 595 also total verseucht. Nun hat die Stadt aber nur 20 000 Einwohner und keine 100 000 müßte man nicht den wirklichen I.Wert auf 20 000 berechnen? Dann hätten wir 29,75 möglicher Infizierte. Diese verkorkste Rechnerei fiel mit schon bei anderen Städten und Kreisen auf. Egal, Hauptsache die Leute schreien vor Entsetzen auf bei der Meldung, dort treffen sich immer noch Familie und Freunde!!

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