„Equal goes it loose“ –
ZDF. Nachrichten für Doofe.

Horstis next big thing… Danke, Strobl…

Zu den Geisteshelden unserer Tage zählen neben den Politicos zweifelsfrei auch unsere Journos. Und ganz oben auf der geistigen Nahrungskette thront der öffentlich-rechtliche Staatsjournalist. Der durchschaut nicht nur mit klugem Blick das tägliche Geschehen von Stuttgart bis Washington, sondern er kann auch mühelos Ereignisse kommentieren, die sich in hinteren Ecken der Welt, etwa in Burnley (Grafschaft Lancashire), zutragen. Davon profitieren die Zuschauer des Staatsfunks, die sich sonst in der Welt überhaupt nicht mehr zurechtfinden würden.

Wichtiger Hinweis vorweg: Der nette Hund auf dem Bild soll hier nicht als doof diskriminiert werden. Er war freundlicherweise bereit als Click-Bait-Modell zu sitzen. Wir wissen aus sicherer Quelle, dass er weder ZDF noch ARD schaut. Und jetzt weiter im Text.

Natürlich erwartet unser Leser, dass wir Belege für unsere Aussagen anbringen können, deshalb lenken wir deren geschätzte Aufmerksamkeit zunächst auf die heute-Sendung des ZDF vom 23. Juni, in der ein engagierter Sprecher auf eine „offensichtlich rassistisch motivierte Aktion“ hinweist, „die für Entsetzen sorgt“. Ein Flugzeug überflog das Fußballstadion in Burnley mit dem Banner „White Lives Matter“ (ZDF-Übersetzung: „Nur das Leben Weißer zählt“) im Schlepptau.

Diese Aktivisten wieder! Gut, dass das ZDF auf den Skandal hingewiesen hat, sonst wüssten seine Zuschauer überhaupt nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Haben sie doch gerade erst gelernt: „Black Lives Matter“ – korrekte ZDF-Übersetzung: „Nur das Leben Schwarzer zählt“.

Dass die üblen Aktivisten auf die Ermordung dreier weißer schwuler Männer durch Messerstiche eines libyschen Fluchthintergrundlers am Tag zuvor in Reading (hat laut ZDF nix mit Büchern zu tun!) hinweisen wollten, hat das ZDF besser gleich ganz weggelassen. So was verwirrt bloß.

 

ZDF? Passen tät’s.
Wir konnten das Original bis jetzt nicht auf dem ZDFheute-Twitter Account finden, aber nach Burnley würde es passen:

Ein Twitter-Vogel fragt zu „Stuttgart“:
„Frage an das ZDF, warum konnten denn die Kriminellen Randalierer auf den Videos so schlecht Deutsch sprechen?“

Die ZDFheute-Vögel antworteten:
„Die deutsche Sprache ist bekannt für ihre reichhaltigen Regionaldialekte. Dennoch bitten wir dich, deine Mitbürger*innen nicht aufgrund eines Dialektes zu diskriminieren.“

Forrest Gump fragt: Sind die dumm?

Danke, verehrter Herr Minischter!
Thomas Strobl, der Schwiegersohn vom Schäuble, hat in seiner Eigenschaft als Innenminischter vom Ländle den Polizisten nach der großen Party von Stuttgart einen Tag Sonderurlaub versprochen, um „die schlimmen Ereignisse zu bewältigen“.

Nicht, dass das einreißt! Sonst ist die ganze deutsche Polizei bald nur noch auf Malle...

Horsti wieder...
Wahrscheinlich haben Sie es alle gewusst, verehrte Leser, dass der Horsti das Hengameh (geschlechtsneutrale taz-Autoren-Bezeichnung) nicht verklagen wird. Des wär ja auch noch schöner gewesen!

Aber der Horst hat schon wieder die nächste Enzian-Idee. Er will nun die Chefredaktion der taz einladen, „um mit ihr die Wirkung des Textes, in dem Polizisten mit Müll verglichen wurden, zu besprechen“. Das heißt, er geht davon aus, dass die gar nicht mit Absicht den Müll ins Blatt gekippt haben, sondern aus Versehen. Daher nun die Gefährderansprache.

(Achtung Horst: Vor der Einladung Rücksprache mit deinem Genossen Präsident Frank-Walter nehmen! Der hat sich gerade erst mit einer nicht geschlechtergerechten Einladung beim Hengameh eine Abfuhr geholt.)

Volle Partyflieger und viele neue Partygänger
Deutschland weiterhin so beliebt wie Mallorca! Oder wie es bei der Welt heißt: In Deutschland haben im vergangenen Jahr zum achten Mal in Folge so viele Menschen wie in keinem anderen europäischen Land Schutz gesucht – insgesamt 165.615.

Der alte Matthaeus (für Pedanten: Matthaeus 7:8) wusste schon: „Wer sucht, der findet“. Kommt aber darauf an, wo man sucht. Nun wurden 79 Infizierte bei einem Dönerproduzenten im Homeland nachgewiesen.

 

10 comments

  1. Pauline G 25 Juni, 2020 at 23:27 Antworten

    Absolut köstlich! Sie haben Recht! Wie dumm diese ZDF-Leute sein müssen, wenn sie tatsächlich “White Lives Matter” mit “NUR weiße Leben zählen” übersetzen! Eigentlich ist das nicht Dummheit, sondern Vorsatz, absichtliche Verfälschung!

  2. Ostfale 26 Juni, 2020 at 06:22 Antworten

    You are really cool and so what of heavy on wire Mr. Paetow. But I have slowly my nose so painted full from this big shit in this best Germany that we ever had have. Best greetings and make you so far. :-))

  3. Michael 26 Juni, 2020 at 08:17 Antworten

    Vermutlich wird aus Seehofers Einladung nur ein mehrteiliges Interview werden. Ein Schelm wer denkt, da könne etwas interessantes draus werden.

  4. Horst Schlämmer 26 Juni, 2020 at 08:26 Antworten

    Was erwarten die verblödteten Gebührenzahler?
    “Kobold”, CO2-Ablasshandel,”Flüchtlinge besser als Gold”-Hüpfen statt Denken.
    Correctiv hat den das fehlende Wort im Banner nur ergänzt, die Nazis haben es vergessen.
    Diese Übersetzung hätte auch bei der Abi-Prüfung in Berlin, Bremen,Homeland… zur vollen Punktezahl gereicht.Gibt es dort überhaupt noch Zahlen, denn das machen doch die Südstaatler,sozusagen die Konföderierten der BRD?
    Süd-Schwabenland wird bald nicht mehr zahlen können, die Partygänger übernehmen das Kommando, und dann ist man dort endlich bunt, sexy wie Berlin, und pleite.

  5. ETIAM SI OMNES, EGO NON 26 Juni, 2020 at 12:10 Antworten

    Ach, der ewige Bettvorleger! Eins lässt sich zweifelsfrei konstatieren: Wetten auf Horst unterliegen nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Warnung “Glücksspiel kann süchtig machen!”.

    Presidente S. wird sich die Gelegenheit wohl kaum entgehen lassen, die Chefredakteurin -sie hat im übrigen schon vor Stuttgart im Gegensatz zum Dingsbums Abbitte geleistet – zum Matinee-Empfang um Demokratie verdienter Bürgender zu laden.

    Kein Anlass zur Erregung: Der Ansturm der Schutz- und Hartzersuchenden bleibt doch weit unter der jährlichen 200 Tausend-Obergrenze zurück. Oder galt die nur für den Familienachzug einschließlich Onkel, Tanten und Cousins, von den Cousinen ganz zu schweigen? Aber möglicherweise macht eine zweite Coronawelle Allemannda weniger attraktiv …

  6. Reiner07 26 Juni, 2020 at 12:52 Antworten

    “In Deutschland haben im vergangenen Jahr zum achten Mal in Folge so viele Menschen wie in keinem anderen europäischen Land Schutz gesucht – insgesamt 165.615.” Schutz suchen ist die neue Umschreibung für betrügerisches Euros-abkassieren, denn es macht auch kein Land sonst so sehr beim Beliebtheitswettbewerb wie Deutschland, dafür werden Milliarden jedes ausgegeben, viel mehr als für Kita’s, Krankenhäuser und Schulen, was beweist, dass man sehr gerne folgende Menschen sammelt: Kulturfremde, Asylbetrüger mit Mehrfachidentitäten und angebliche Flüchtlinge, die juristisch längst keine mehr waren, als sie an die Tür in Deutschland klopften, wie auch Kopftreter, Vergewaltiger und sonstige Kriminelle aus allen Ecken der Erde. Besonders wertvoll scheine jene Personen, die Bewährungstrafen gleich im Dutzend benötigen
    Es sind eben nicht alle Länder so schräg gewickelt und alimentieren jene auf, welche die “anderen Länder” ganz gerne verzichten. In Marokko stellt man die Frage: “Knast oder Deutschland”?

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