„Wir werden die Lohn- und
Einkommenssteuer massiv senken!“

Aus der Berliner Oper „Fidelio und die komische Alte“

Dieses Zitat von Sebastian Kurz werden Sie woanders nicht so deutlich lesen. Stattdessen viel über Klima, Migranten, Seenotrettung und die Gier der EU. Aber unsere EndlosserieVolksverblödung funktioniert nur, wenn die Medien mitmachen“ führt uns zunächst nach Dresden.

Hier regiert bekanntlich eine schwarzrotgrüne Regierung mit obskurem Personal. Etwa die musikalische grüne Ministerin Meier (ihr berühmtestes Lied „Advent, Advent ein Bulle brennt“). Am 07. Februar sollen hingegen Geigen erklingen zum Semper-Opernball 2020 – ob die grüne Katja trotzdem kommt, ist fast schon egal.

Denn Moderatorinnen sagten ab, Uli Hoeneß sagte ab, jetzt will auch ein bekannter Milliardär der Einladung nicht folgen, weil er Angst hat, dass er oder seine Familie „zur Zielscheibe von Hass und Bedrohung“ werden.

Kein Wunder, wenn dann demnächst wirklich Touristen Dresden meiden, wie die Journos seit den Wahlerfolgen der AfD immer wieder raunen. Die Stadt (bzw. einige Narren) riefen ja bereits den Nazinotstand aus, und Pressbengels weisen immer wieder auf die geschäftsschädigenden Pegida-Veranstaltungen hin.

Jetzt also Hass und Bedrohung zum Semper-Opernball. Zwar verweisen die Journos auf die Vergabe des St. Georgs-Ordens an Ägyptens Staatspräsidenten al-Sisi als Grund hin, aber das passt nun nicht ins Nazi-Narrativ. Konservative Christen mögen verwundert sein, dass ein allerchristlicher Orden an muslimische Potentaten verliehen wird, aber „Hass und Bedrohung“ gehören nicht zu deren Stilmittel. Sogenannte Nazis scheiden auch als Bedrohung aus, sonst hätte unser Wachhund Thomas Haldenwang längst eine seiner beliebten Pressekonferenzen gegeben. Nein, unsere Journos stellen sich mal wieder ganz dumm bei der Frage, wer da nun den Ball und seine Gäste bedroht. In der Welt lasen wir, dass der Dresdner Landtagsabgeordnete Thomas Löser (Grüne) findet, die Ordensverleihung rücke die Veranstaltung und die Stadt „in zweifelhaftes Licht“. Das ist doch mal eine erste Fährte!

Apropos Opern.

In Berlin eine Art „Fidelio und die komische Alte“. Merkel fasste ihre Gespräche mit Kurz so zusammen: Man sei „nicht von vorneherein immer gleicher Meinung“. Im Nachhinein übrigens auch nicht.

Vergessen Sie all die Konferenzberichte über angebliche Seenotrettung im Mittelmeer, die Geldgier der EU und das Klimatrallala. Was Sie, wenn überhaupt, dann nur am Rande lesen können in Deutschland: Sebastian Kurz will zwar auch bis 2040 klimaneutral werden, aber „ganz bewusst nicht auf Kosten der Steuerzahler und der Wirtschaft“. Merkel guckte da ganz komisch.

Aber jetzt kommts! Kurz: „Wir haben gerade eine Steuerreform auf den Weg gebracht, wo wir ‘die Österreicherinnen und Österreicher’ massiv entlasten wollen. Die Lohn- und Einkommenssteuer wird deutlich gesenkt!“

Dann bedankte sich Kurz, man sei „glücklich, froh und stolz, dass viele Millionen unserer österreichischen Gäste aus Deutschland kommen“ (er war wohl noch etwas gaga vom Treffen mit Merkel), und rief „Kurzentschlossene“ auf, „die ihren Skiurlaub noch nicht geplant haben“, kurz vorbei zu kommen. Je nachdem wie die Steuersenkungen ausfallen, werden viele wohl deutlich länger bleiben. Oder gleich für immer.

 

5 comments

  1. Barbara Blume 4 Februar, 2020 at 20:29 Antworten

    Wiederholt: Danke für Ihre täglichen u. wöchentlichen “Bewertungen”!
    Gerade gestern mal wieder vom positven gesundheitlichen Aspekt des Lachens gehört.
    So sind Ihre Kommentare wohl nicht nur für mich also als lebensverlängernd zu bezeichnen,
    eben nach dem Motto: Lachen ist gesund !

  2. Armin V. 4 Februar, 2020 at 21:07 Antworten

    Ein Gruß aus Österreich!

    Ein Halleluja aus Lourdes, wo Wunderheilungen noch vergöttert werden. Dank dem Studienabbrecher durften wir innerhalb zweier Jahre zum zweiten Mal wählen. Und Kurz, der die Rot-Schwarze Koalition mit der Begründung, er wolle eine bürgerlich konservative Richtung einschlagen, gesprengt hat, hat nun eine grüne Regierungsbeteiligung geschaffen.

    Und ja, es ist Kurz gelungen, die ÖVP, pardon, die Türkisen, aus dem Jammertal herauszubringen, weil viele Österreicher sein Doppelspiel, bis jetzt, nicht durchschaut haben und er seine Rolle als Blender perfekt spielt. Sein Ansinnen, die Identitären, denen trotz mehrmaliger Hausdurchsuchungen nichts Strafrechtliches oder Demokratiegefährdendes nachzuweisen war, verbieten zu lassen, zeugt von seiner Skrupellosigkeit für billiges politisches Kleingeld genüber dem Rechtsstaat. Und so ein Macher ist er auch nicht, immerhin haben ihn die schwarzen Landeshäuptlinge samt der niederöstereichischen Squaw Mickl-Leitner gezwungen, das Innenministerium wieder von der FPÖ zurückzufordern, obwohl Kickl, ungeachtet der Diffamierung seitens des Systems, in der gemeinen Bevölkerung einen hohen Stellenwert besaß.

    Bevor auch Sie noch Seligsprechungen vornehmen, sollten Sie sich mit bestimmten Fakten vertraut machen, Herr Peatow!

    Was macht Sebastian Kurz im ECFR von George Soros?

    Die ECFR-Mitgliedschaft von Kurz spielte im österreichischen Wahlkampf auffallenderweise keine Rolle. Özdemir, Joschka und zu Guttenberg gehören auch zu den Gründungsmitgliedern.

    Kurz spielt das Klavier des jungen, dynamischen Medienstars wie kein anderer und hat es verstanden, die dringend notwendigen Maßnahmen von Orban und anderen konservativen Staatschefs als eigenen Erfolg zu verkaufen!

  3. Luisa Nemeth 5 Februar, 2020 at 00:36 Antworten

    Kurz beim ECFR wieder zu finden, überrascht mich nun gar nicht. Paßt irgendwie zu ihm. Er kann es noch weit bringen – oder auch nicht. So glatt gebügelt wie er immer ausschaut! “Fidelio und die komische Alte” – danke für Ihren “Durchblick”, Herr Paetow.

    • Armin V. 5 Februar, 2020 at 01:25 Antworten

      Ich mochte den Lackaffen noch nie!

      Es glaubt doch wohl keiner ernsthaft, Kurz hätte von dem Video nicht schon lange vorher gewusst. Wieviele solcher Videos mag es wohl geben? Die Österreicher werden sich noch umschauen. Türkis-Grün ist bittere Realität geworden und Kurz trägt die Verantwortung dafür. Die Islamisierung wird ungebremst weitergehen, mit einer grünen Muslima als Justizministerin.

  4. Paula 5 Februar, 2020 at 09:36 Antworten

    Aber Herr Paetow, dafür versteht sich Seehofer mit Merkel jetzt bestens. Ist doch auch schön.

    Immerhin ist jeder zweite Flüchtling, fünf Jahre nach Ankunft, im Job und das, obwohl drei von vier Syrern HartzIV beziehen.

    Mittlerweile kann man wirklich von Lügenpresse reden.

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