- Das vergebliche Verhör von Teflon-Söder
Söder ist überzeugt, alles richtig gemacht zu haben. Laschet hatte vor zwei Wochen bei Maischberger beklagt, bei jedem Vorwurf hätte Söder gesagt, er sei es nicht gewesen. Natürlich könne er verstehen, dass Laschet „ein Stück weit enttäuscht“ sei – vom Ergebnis, nicht von ihm.
- Bei Maischberger
Kabarettist Jürgen Becker fordert bei Maischberger die Impfpflicht für alle, er liebe die Freiheit, hat aber einen Freiheitsbegriff wie Söder. Immer begeisterter purzelten die Worte: etwa „Verbote schaffen Freiheit“.
- „Markus, lass es!“
Bei Maischberger schält sich, wohl nicht unbeabsichtigt, das Charakterbild des Dr. Markus Söder heraus, das doch sehr dem ähnelt, was Seehofer laut eines Zitats im TV-Drama „Die Getriebenen“ dem Ehrgeizling ins Stammbuch schrieb: Markus, du bist charakterlich nicht geeignet, Bayern zu führen.
- „Eine sehr unangenehme Diskussion“
Das waren noch Zeiten, als auf einen groben Klotz (Herbert Wehner) sofort ein grober Keil (Franz Josef Strauß) kam: Irren ist menschlich, so der bayerische Lateinlehrer und Ministerpräsident, aber immer irren ist sozialdemokratisch. Da jubeln sie heute noch, selbst wenn der arme Laschet ihn zitiert.
- Luisa Neubauer denunziert Hans-Georg Maaßen. Laschet relativiert lasch.
So gut wie unwidersprochen durfte eine linke Aktivistin bei Anne Will den Bundestagskandidaten und ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen, CDU, als Verbreiter antisemitischer und rassistischer Inhalte denunzieren. Ohne irgendwelche Belege. Solche Belege kann Anne Will leider „auch nicht aus dem Hut ziehen“.
- Anne Will, Lindner, Altmaier, „Frau Göring“ und ähnliche Koryphäen
Bei Anne Will ersetzte der Glaube (an die dritte Welle) die Wissenschaft. Die anwesende politische Verantwortungsgemeinschaft (Lindner) folgte kritiklos diesem Glaubensbekenntnis.
- Bei Maischberger
Das Fernsehgericht tagte wieder einmal. Vorsitz hatte Richterin Maischberger (qualifiziert laut Wikipedia durch ein 3-tägiges Schnell-Studium der Kommunikationswissenschaften), die Anklage vertraten Schauspieler Sittler und die staatlich alimentierte Kommunikationsexpertin Hamberger. Die Angeklagten Nüßlein und Löbel waren nicht zugegen. Ebenfalls nicht zugelassen: die Verteidigung. Also wollen wir hier das Plädoyer des berühmten Advocatus Diaboli nachreichen...
- Ein ganz anderer Prantl in einer ganz anderen Talkshow
Natürlich lesen wir nicht die Süddeutsche Zeitung – die Nerven hätten wir gar nicht. Prantlscher Beobachter nannten wir das Blatt mit seiner linken Dauerschlagseite inkl. Regierungskurs. Heute aber wollten wir mal die Gelegenheit nutzen, uns auf den neuesten Prantl-Stand bringen lassen und uns den Herrn im Original eine Stunde lang bei Servus TV zu Gemüte führen.
- Bei Anne Will
Im Grunde hätte der Satz von Streeck als Antwort auf die Frage der Sendungausgereicht: „Keiner von uns weiß, wie es geht. Wir müssen manches ausprobieren“. „Am lebenden Objekt?“, fragte Anne Will empört. Das sei nun wohl „ein bisschen überspitzt“, sagte der Virologe.
- Bei Illner
Das Schlimmste was einem, der einige Jahrzehnte Bundesrepublik auf dem Buckel hat, passieren kann: ein CSU-Vorsitzender und ein SPD-Finanzminister finden alles ganz prima, was der jeweils andere macht. Für solche gefährliche Kumpanei kann es nur einen Grund geben, nämlich, da kommt noch einiges auf uns zu, was weder Ochs noch Esel aufhalten können.