- Christine Lagarde tritt zurück
Wenn Christine Lagarde auch gern als Hüterin unseres Geldes (vulgo: Euro) bezeichnet wird, nahm und nimmt doch kaum jemand ihr Wirken groß zur Kenntnis. Sie bekam den Job als Präsidentin der Europäischen Zentralbank schließlich nur, weil Ursel von der Leine Kommissionspräsidentin wurde – Macron seinerzeit zu Merkel: Wön för jü, wön för mie.
- Hurra, die Schule brennt
Gerade erst hatte der Sprecher von „Gen Z regelt“ – die „Bewegung“ steht hinter den für Übermorgen angekündigten Protestaktionen in Schland – seinen Posten niedergelegt, weil er einen „gemeinsamen friedlichen Rahmen nicht mehr ausreichend abgesichert“ sah, da erreichte ein Forderungsschreiben ebenjener „Gen Z regelt“ den Kanzler in Asien. Unterschrieben von den Berufsjugendlichen SED-Heidi Reichinek und Ricarda Lang.
- Klingbei verteilt wieder um
Nach all den Finanzskandalen rund um die SPD-Niedersachsen zieht SPD-Chef Klingbeil (Niedersachse, der seine Pappenheimer kennt) nun die Konsequenzen und „will die Zügel deutlich anziehen“ (Bild). Künftig sollen verdächtige Geldflüsse schneller gestoppt, Konten vorübergehend gesperrt und der Zugriff auf Immobilien- und Eigentümerdaten erleichtert werden. Bravo!
- Next president
Wer wird Millionär im Schloss Bellevue und Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier? Der Spruch ‚Ständig wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben‘ verbietet sich hier selbstverständlich schon wegen des zur Disposition stehenden Amtes, dennoch bleibt festzustellen, dass die Union hier genau das macht, um von ihrem innerbetrieblichen Elend abzulenken.
„Sisisa longterm-investment, because we believe in se American market“, sagte Audi-Chef Gernot Döllner, als er ankündigte, ein neues Werk „forse biggest SUVs“ in Georgia, USA, zu bauen. Was soll er auch machen? Zusehen, wie Audi unter seiner Führung den niedersächsischen VW-Bach runtergeht? Auch Söder (Audi-Zentrale in Ingolstadt) ist keine Hilfe für die Autoindustrie.
- ... führt über Bielefeld
In Bielefeld ist Apothekenbetreiberin Elisabeth Kutter, 60, inzwischen weltberühmt. SPD-Prominenz aus der Landeshauptstadt Düsseldorf reist an, Grünen-Chefin Haßelmann aus Berlin gibt sich die Ehre in der Provinz, alle wollen ein Foto mit dem Instagram-Star, der sein Etablissement demokratiebesenrein halten will. Sprich: Keine Pillen an Wähler von gesichert rechtsextremen Parteien.
- Und mittendrin wieder ein Ukrainer
Fritz bestellt schöne Grüße aus Montenegro (noch ein Gipfel), die MiniPriKo in Berlin (Ministerpräsidentenkonferenz) will Strompreissenkung für alle (Klingbeil sagt: nein), und die SPD konnte das von Merz versprochene Gesetz gegen Enteignungen vom Tisch nehmen. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
- Wo Genossen-Köpfe rauchen...
Wie oft hatten wir Mitleid mit den Beamten in einem SPD-Ministerium. Da ist es doch beruhigend festzustellen, dass wenigstens die Polit-Beamten im Finantministerium kein Stück schlauer sind als ihr Chef. Die müssten ja sonst täglich verzweifeln. Dank deren gesicherter Inkompetenz gilt nun der Steuersatz für Zigaretten, der für 20230 geplant war, schon ab morgen.
- Fritz im Glück
Irgendjemand muss Friedrich Merz gesagt haben, mach es mal wie Donald Trump. Der prahlt bei jeder Gelegenheit damit, wie viele Milliarden Dollars Staaten und Firmen in den USA investieren wollen. Und schon melden des Kanzlers Hausherolde von Bild einen „Wirtschaftshammer für Deutschland“.
- Nur ein kurzer Schritt
Nachdem er ein Konzert von Céline Dion besucht hatte (es hat ihm gut gefallen!) und er ein paar mahnende Worte an die Sicherheitsorgane gerichtet hat, den „Protestierenden etwas mehr Empathie zu zeigen“, machte sich Monsieur Macron zu einer Dienstreise in die Golfstaaten auf. Und ja, natürlich findet das Champions-League-Spiel in Paris morgen statt.