- What goes up must come down
Platzt der Wal oder die Koalition? Was beim einen der Lauf der Dinge, ist beim anderen die eigene Dummheit. Ausgerechnet die Babyboomer mit der „Rente mit 70“ zu bespaßen, ist schon mal eine suboptimale Idee. Wenn dann auch noch der Hohlsteiner Genosse Günther (CDU) öffentlich von sich gibt, die Linke (formerly known as SED) sei doch auch ein akzeptabler Koalitionspartner, dann dürften bald bundesweit Umfrage-Zahlen wie zuletzt in Sachsen herauskommen: CDU 21%; AfD 42%.
- Klingbeil spricht
Wie sah das denn wieder aus! Das Parlament fragt, Klingbeil antwortet, aber das Parlament war zu drei Vierteln leer. Das Hohe Haus missachtet seinen Minister und im Grunde sich selbst. Inhaltlich muss man Verständnis haben. Wer will schon ernsthaft Klingbeils neuesten „Aktionsplan“ vorgetragen bekommen?
- Inkl. Jubelperser
Weil ein großer Teil der Abgeordneten die Ordensverleihung an Dr. Angela Merkel (anscheinend vom Friseur- und Damenschneider-Handwerk) im EU-Parlament in Straßburg boykottierte, wurden die leeren Plätze mit Platzhaltern aufgefüllt.
- Schicksalsmelodie für Europa
Irgendetwas muss schiefgelaufen sein, denn weder Israel noch die Ukraine haben den Eurovision Song Contest gewonnen. An den Beiträgen kann es nicht gelegen haben, denn keiner der 25 dargebotenen Musikstücke entsprach den Regeln zeitgenössischer Kunst. Selbst Englands Fußball-Rowdys können einen Refrain („Keir Starmer is a Wanker“) pointierter in Szene setzen.
- Hab Mut, steh auf! Und jetzt wieder alle setzen!
Waren auch Katholiken da? Das Motto des Katholikentages „Hab Mut, steh auf!“ dürfte eher konfessionsbefreite Klimajünger, Sozialisten und Gewerkschafter angelockt haben. Und natürlich Politiker nebst Presse und Sicherheitstross.
- Kein Schritt voran
Ein in einem Mittelalter-Abort entdecktes 800 Jahre altes Notizbuch in Paderborn ist allemal interessanter als das Treiben unserer politischen Elite, die ebenfalls nur Latrinenparolen zu bieten hat, allerdings mit unangenehmerem Beigeschmack. Der Gestank von Steuererhöhungen ist einfach nicht wegzukriegen.
- (Nur Fritz hat keine)
Heute Koalitionsgipfel (ab 17.30 Uhr). Bärbel Bas kam eine Stunde später. Merz hallten da wohl immer noch die organisierten Pfiffe, Buhrufe und Gelächter der Funktionäre bei seinem DGB-Vortrag in den Ohren. Klingbeil hat klargemacht, er will dieses, jenes und noch deutlich mehr, so dass bei dem Koalitionspalaver nichts herauskommen kann.
- Die Kuh auf dem Eis
Bärbel Bas‘ Einwanderungs-„Irrtum“ (Bild) beschäftigt die demokratische Presse, aber die Journos kriegen die Kuh einfach nicht vom Eis. Unterdessen meldet Griechenland, dass in Libyen (durch die USA demokratisiert) bereits 550.000 weitere Fachkräfte auf eine Überfahrt nach Europa warten. Lagebericht: Laue Winde, ruhiges Wasser…
- Was haben Sie bisher erreicht? Nix.
Die Bundesregierung (Union & SPD) bedauert die Entscheidung des Bundesrates (im Wesentlichen ebenfalls Union & SPD) gegen die 1.000-Euro-Steuerfreie-Entlastungsprämie der Bundesregierung. Union & SPD müssen sich ihre Politik offensichtlich gegenseitig einfach besser erklären. So wie Bärbel Bas.
- Erst der Elefant, jetzt der Wal
Den Elefanten im Raum sehen sie selbst mit Brille nicht, nun finden sie auch den Wal nicht mehr, der eben noch da war. MeckPomms SPD-Umweltminister ist sterbensbeleidigt, weil ihm niemand sagt, wo der Buckelwal hin ist und erwägt, deswegen die Gerichte zu bemühen. Böse ist auch Parteifreund Pistorius, dessen Fitness-Fragebögen vielerorts im Müll landen.