- Aschermittwoch
Natürlich darf man nicht alles, was am politischen Aschermittwoch so gesagt wird, auf die Goldwaage legen. Etwa wenn der Söder Markus von Bayern als einem „freien Land mit freien Menschen“ redet. Da sei die Staatsanwaltschaft Bamberg vor! Auch dass der Grünschnabel von der Grünen Jugend „endlich mal was Ordentliches arbeiten“ soll, ist nur fürs Saalpublikum gemeint. Ohne die Grünen gäbe es die schwarzrote Bundesregierung überhaupt nicht.
- Es war offenbar nicht alles schlecht
Wenn der Ossi seinen Trabbi und seine Club Cola wiederhaben will, spricht man von Ostalgie, einer „idealisierten Erinnerung und Sehnsucht nach Lebensformen, Alltagsgegenständen und Produkten aus der ehemaligen DDR“. Von Ostalgie-Träumen befallen sind zunehmend auch Wessis. Vor allem Spezialdemokraten hätten gern ein Stück DDR zurück.
- Von wegen "nur einmal im Jahr ist Karneval.".
Sie haben sich wieder redlich bemüht, aber das, was da an Karnevalswagen durch die Faschingsmetropolen zog, erstickte jeden Frohsinn. Gut, dass der Alkohol noch erschwinglich war für die Jecken. Die größten närrischen Fachkräfte haben dem Karneval längst den Rücken gekehrt und sich in der großen Politik niedergelassen.
- Friedrichs „Unabhängigkeitserklärung"
Ein Afghane bringt ein Messer zur Karnevalsfeier in Grefrath (1 Toter), in einem Hamburger Krankenhaus störten „Männer“ nachhaltig den Klinikbetrieb, im Olympia-Dorf gehen die Kondome aus, und Friedrich Merz hat eine Rede gehalten.
- Gute-Laune-Symbolbild
In den Talkshows hocken die Kriegsertüchtiger und Russlandstrategen, aber Boris Pistorius kriegt nicht mal seine Panzerbrigade für Litauen zusammen. Denn seit dem Ruhen der Wehrpflicht hat Schland de Facto eine Freiwilligen-Armee – aber freiwillig will in Kaunas oder Nemenčinė niemand tot überm Zaun hängen. Deshalb plant Boris „Tagesausflüge nach Litauen“, damit sich Kandidaten die neuen, schönen Kasernen wenigstens mal anschauen.
- Für Nachwuchs ist gesorgt
Kennen sie Tim Klüssendorf? Wahrscheinlich nicht. Weil Tim Klüssendorf aber ein wichtiger Mann „unserer Demokratie“ ist, sah es Markus Lanz als seine Aufgabe an, dem TV-Publikum Tim Klüssendorf vorzustellen: SPD-Bundestagsabgeordneter, SPD-Generalsekretär, hat einen Master of Betriebswirtschaftslehre und auch sonst keine Ahnung.
- Untergang des Abendlandes (inkl. Milchkühe)
Handgranatenwürfe auf Lokale, Schüsse auf Menschen, Fahrzeuge und Gebäude, Drogengeschäfte, Schutzgelderpressung und Hawala-Banking* – so geht Business in Berlin. Damit die Polizei das Treiben nicht stört, wurden entsprechende Gesetze verabschiedet und die operative Führungsebene mit Naivlingen besetzt. Es lebe das Bruttosozialprodukt!
- Schweigen bis zur Wahl
Gerade hat Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, den jüngsten sozialistischen Anschlag der SPD auf die Ersparnisse der Arbeiter und Angestellten als „ein fatales Zeichen und einen Blankoscheck für ein ‚Weiter so‘, welches wir uns nicht mehr leisten können“ abgekanzelt, da ereilt ihn die Botschaft seines Chefs, gefälligst „alle Themen zu unterlassen, die die Wahlkämpfer beschweren könnten“.
- Fasching
In dieser Woche konnten die Deutschen der Presse entnehmen, dass auch ein Armin Laschet sein Geld zusammenhalten muss und nur noch 18 Euro für einen Haarschnitt bezahlt, und dass Markus Söder im Fasching diesmal nicht als König oder Kanzler, sondern eher urwüchsig als eine Mischung aus Waldschrat, Rübezahl und Hofreiter geht.
- Rache, kalt genossen?
Wer hätte gedacht, dass die Mädels Humor haben. Jedenfalls befand der zweite Senat des Verfassungsgerichts – drei männlich gelesene (Peter, Thomas und Holger) und fünf weiblich gelesene Richter (inklusive der zwei „Neuen“ Sigrid Emmenegger und Ann-Katrin Kaufhold) – dass die Schrumpffraktion der SPD ihren „Otto-Wels-Saal“ im Bundestag behalten dürfe. Und die Hohen Herrschaften scherzten Richtung AfD, sie habe keinen Anspruch auf eine Art „Silbermedaille“.