- zum schutz der Kinder und vom Fritz
Damit sich die Bürger nicht länger unbeobachtet und unbemerkt in Chats über ihren Fritz lustig machen, führt die CDU/CSU via Europa eine lückenlose Chatkontrolle ein. Die EU kann dann zukünftig „jede in Europa versandte Nachricht scannen“. (Guardian) Moment!, sagen die Unionisten, „es ist zum Schutz der Kinder!“ Wie die Tabak-, Alkohol- und Zuckersteuer.
- Allzeit bereit
Bevor das Parlament übermorgen in den wohlverdienten achtwöchigen Sommerurlaub geht – Sonnencreme nicht vergessen! – gabs nochmal eine Regierungserklärung vom Fritz. Eigentlich könnte es gar nicht besser laufen, fasste er die „Arbeit der Koalition“ zusammen. Allein von Januar bis Juni seien 3.000 neue Firmen gegründet worden, so der Kanzler stolz. Dass im selben Zeitraum 12.900 Firmen Insolvenz angemeldet haben (höchster Stand seit 2013), hat ihm mal wieder niemand gesagt. Außerdem klänge dann sein Vorhaben, „aus der Mitte der Gesellschaft unsere Zukunft zu gestalten“, nur halb so schön.
- Seebarsch mit Artischocken und Weinblättern
Die Journaille und die Frage: Wie schreibt man das jetzt wieder halbwegs schön? Denn also monologisierte Trump auf dem Nato-Gipfel: Die Iraner sind „böse und kranke Menschen“, „sehr gefährlich“, „Falschspieler“, „verrückt“, „Abschaum“, „nicht richtig im Kopf“, die Spanier „schlechte Menschen“, „schreckliche Partner“, mit denen „wir nichts mehr zu tun haben wollen“.
- ... und sein Schatz
Endlich wieder eine Reise ganz nach Fritzens Geschmack. Die Weltpolitik ruft, und alle seine Freunde sind da. Der Emmanuel, Englands Keir, und natürlich der Wolodymyr. Gemeinsam mit seinen Spezis will Merz bei der Nato-Tagung so etwas wie den „Geist von Ankara“ wecken. Ommm…ommm…
- Heil dir im Siegerkranz
Ohne den Staatstreich im vergangenen Jahr – Merz verschaffte der neuen Regierung mit dem abgewählten Parlament ein „Sondervermögen“ von einer Billion Euro – wäre Fritz wohl hauptsächlich auf dem Golfplatz und Lars & Bas würden hauptberuflich von Stuhlkreis zu Stuhlkreis, von „Arbeitsgruppe“ zu „Arbeitsgruppe“ der SPD stolpern. Natürlich reicht den Sozialisten trotzdem das Geld nicht. Im nächsten Jahr sollen 200 Milliarden „Neuverschuldung“ hinzukommen.
- Morgen, Kinder, wirds was geben
Die „Omas gegen rechts“ machen sich am Tag vor dem AfD-Parteitag schon mal mit einem „Kaffeeklatsch“ wichtig. Dito 40 „Wissenschaftler“, die zum Thema „Rechtsverschiebung in Politik und Gesellschaft“ wissenschaftlern, und die Linksextremen von „Widersetzen“ lassen die Union wissen, dass sie als nächstes dran ist, denn „die Migrationspolitik unter Friedrich Merz helfe der AfD“. Rechtzeitig vor den Krawallen warnt das „American Jewish Committee“ (gegründet 1906) vor einer möglichen AfD-Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt. Liest sich wie ein Freibrief für die Linksextremisten.
- Wenn der chef kocht
Heute stand Kanzler Friedrich Merz mit seinen Freunden Lars, Markus und Bärbel im Garten des Kanzleramts und versprach, „Deutschland in die Zukunft zu führen“ – wohin sollte er Deutschland auch sonst führen? Für die Tagesschau war es jedenfalls ein staatstragender Auftritt.
- Merz macht ernst
Was haben wir verpasst? Der Merz-Fußball-Tweet „Was für ein Spiel! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch“ stammt gar nicht von unserem Fritz, er wurde von einem Subalternen in Fritzens Namen abgeschickt. Es ist nicht leicht, gutes Personal zu finden. KI wäre besser gewesen.
- (Symbolbild aus vergangenen Zeiten)
Schwarzrotgrün regierte Städte und Gemeinden berichten grundsätzlich zufrieden von der bunten Vielfalt in Freibädern und Seen. Jedenfalls habe die Polizei alles im Griff. Wir sind hingegen eher geneigt, der zurückhaltenden Presse zu glauben, die meint, dank Pöbeleien, Massenschlägereien, und sexueller Übergriffe werde ein Freibadbesuch zunehmend „zum Albtraum“. Das Prinzenbad Kreuzberg bekommt mit 18 Einsätzen vom Berliner Kurier übrigens vorübergehend den Ehrentitel „Das bislang gefährlichste Sommerbad der Stadt".
- streisand-effekt
Uwe Boll ist kein Quentin Tarantino, dafür hat er zu viele Goldene Himbeeren (Auszeichnung für den schlechtesten Film) kassiert. Sein Film „Dafur“ wurde immerhin von einem New Yorker Independent Film Festival als bester internationaler Film ausgezeichnet, aber gesehen hat kaum jemand die Werke Uwe Bolls aus Wermelskirchen. Bis jetzt.